Latex Hanschuhe

Wo wir gerade erst bei dem Thema Latex letzte Woche waren, wollte ich das diese Woche gleich noch in einem Kurzbericht weiterführen. Von MEO habe ich nämlich die Latex Handschuhe – extra lang zugeschickt bekommen. Ob sie mehr als nur ein tolles Accessoire sind, erfahrt ihr hier und jetzt!

Geruchs- und Gefühlstest:
Als ich die Latex Handschuhe aus ihrer Plastik Verpackung genommen habe, kam mir ein leichter, aber angenehmer Hauch von Latex entgegen. Das Handschuhpaar ist aus angenehm dünnen, schwarzen Latex gefertigt. Ich mag das Gefühl von Latex auf der Haut und habe mich entsprechend riesig gefreut, gleich hineinzuschlüpfen. Allerdings habe ich eine Kleinigkeit vergessen. MEO ist grundlegend auf die männliche Kundschaft ausgelegt, was auch nicht weiter schlimm ist. Auch als Frau habe ich auf deren Webseite einen Haufen voll von Schönheiten gefunden. Allerdings habe ich beim ersten Anprobieren festgestellt, wie groß diese extra langen Latex Handschuhe eigentlich sind. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht mehr zu 100 % sicher, welche Größe ich mir bestellt habe, aber sie fallen wirklich groß aus. Daher hätte ich für mich persönlich dran denken sollen, sie lieber so klein wie möglich zu bestellen, aber nun das ist wohl offensichtlich mein Fehler gewesen.

Übersicht:
Die Latex Handschuhe kommen gepudert in matt-schwarz bei euch an. Ich finde es tatsächlich sehr schön, kein komplett glänzendes Latex zu haben. Es bringt ein bisschen Abwechslung mit sich, auch wenn es matt dennoch nach dem Polieren etwas glänzt. Das ist gar nicht so einfach zu beschreiben, wie etwas Mattes trotzdem glänzen kann … Hm. Na ja, jedenfalls ließ sich schnell feststellen, dass die Latex Handschuhe keine Nähte besitzen und an einem Stück gefertigt worden sind. Somit sind sie erheblich reiß fester und es gibt auch keine verklebten stellen. Sie lassen sich auch sehr leicht reinigen und auf links drehen. Zwar steht schon im Namen extra lang, dennoch war ich positiv überrascht, als ich feststellen durfte, das sie bis über den Oberarm reichen. Ich gehe davon aus, dass dies jedoch etwas mit der Größe und dem Umfang vom eigenen Arm variiert. Ihr könnt euch nämlich zwischen smallmedium und large entscheiden. Dabei kosten diese in jeder Größe 49 €, was für ein Latexprodukt relativ kostengünstig ist.

Qualität:
Es ist gar nicht so leicht in diese Latex Handschuhe hineinzukommen. Für mich war der Part an der Hand tatsächlich etwas zu groß, sodass sie auch eher wie typische Laborhandschuhe von Bösewichten sehr groß und breit saßen. Der Schafft der Handschuhe geht mir bis zum Oberarm hoch, was mir wirklich sehr gefällt. Kombiniert mit einem Shirt ohne Arme oder eines meiner Kleider, wirken die Latex Handschuhe sicher sehr sexy und als schmuckes Accessoire für einen wilden Abend. Außerdem sitzen sie am Arm auch fest an, es ist wirklich nur die Handpartie, welche nicht so filigran ausgearbeitet ist und daher nicht so definiert die Hand umschließt, wie beispielsweise den Arm bis Oberarm. Dennoch gefallen sie mir sehr. AM lustigen war wohl das erste Anziehen. Durch die zu große Handpartie, kam Luft mit in den Handschuh. Da sie aber fest am Arm saßen, konnte diese nicht von vorne entweichen und ich hatte eine kleine Luftballon-Hand. Daher ist es eine halbe Kunst, gut in die Handschuhe zu kommen, wenn man keine passenden Hilfsutensilien parat hat (oder man zu doof ist die richtige Größe zu bestellen).latex-handschuhe-extra-lang-ref-4391

Kurzübersicht:
Hersteller: MEO
Name: Latex Handschuhe – extra lang
Merkmal: Handschuhe bis zum Oberarm
Material: Latex ohne Nähte
perfekt für intensive, feuchte Spiele und Fisting
Farbe: Matt-Schwarz
Größen: S bis L
Preis: 49,00 €

Fazit:
Die Latex Handschuhe tragen sich sehr angenehm und sehen verrucht und je nach Kombination auch sexy aus. Sie eigenen sich auch super für Kostüme. Dabei sind sie auch noch stabil und geben mit ihrem matten Schwarz einiges her. Allerdings sind sie nicht nur zum Ansehen sehr gut geeignet. Sie sind auch der perfekte Begleiter, wenn es mal etwas härter daher gehen soll. Gerade für jegliche Wet Games sind sie wie geschaffen. So könnt ihr trotz des Spaßes relativ sauber bleiben und vielleicht traut ihr euch ja auch einfach mehr zu spielen, wenn ihr wisst, dass ihr Handschuhe tragt? Insbesondere haben sich Latex Handschuhe im Bereich des Fisting etabliert. Selbstverständlich sind sie auch dafür zu verwenden. Latex rutscht in Begleitung von Gleitgel nun mal einfach besser als eine Hand. Daher können gerade die Fetisch- und Kostümbegeisterten unter euch sicher viel mit diesen schicken Handschuhen anfangen. Das einzige was mir (ich glaube auch etwas unabhängig von der Größe) nicht so gefallen hatte, war die Form der Finger am Handschuh selbst. Diese sind mir einfach etwas zu grob gestaltet. Davon jedoch abgesehen sind die Latex Handschuhe von MEO wirklich ein wahrer Hingucker. Vor allem sind sie vergleichsweise günstig und kosten gerade mal knapp fünfzig Euro und qualitativ sehr hochwertig. Daher bekommen sie von mir 8 von 10 Punkten. Von schickem Accessoire bis hin zum idealen Spielbegleiter.

Eure Lady Bluebird

Tiefgeschnittenes Latex-Minikleid

Es wurde Mal wieder Zeit mich dem sinnlichsten Stoff hinzugeben, den es meiner Meinung nach gibt. Damit kann sich dieser Artikel nur um eines drehen: Latex. Damit auch diejenigen, welche noch nicht mit Latex vertraut sind, nicht erschreckt weglaufen, habe ich mich dazu entschieden ein wunderschönes, tiefgeschnittenes Latex-Minikleid  mit großzügigem V-Ausschnitt zu testen. Nicht alles aus Lack, Leder oder Latex muss mit einem Fetisch zu tun haben und genau das möchte ich euch heute zeigen. Daher ein großes Dankeschön an LoveHoney, da sie mir dieses Kleid aus ihrer Rubber Girl Kollektion.

Verpackung:rubber girl 1
Wie üblich kam das Kleid in eine, völlig neutralen Päckchen (mit ein zwei anderen Produkten zusammen) an. Ich finde es immer schön, wenn Erotikhersteller auf Diskretion achten. Als ich das Päckchen öffnete, fand ich das Kleid ordentlich gepudert in einer fest verschlossenen Plastiktüte. So war es mir möglich schon zusehen, welches meiner Schätze den Weg zu mir gefunden hat, ohne das es selber einen Schaden während der Lieferung bekommt, noch andere anliegende Produkte schädigt. Auch mehr als gut ist dass es gepudert war. Dies ist nicht nur zu Erleichterung in das Einsteigen von Latex-Anziehsachen gedacht, sondern auch ein wichtiger Pflegehinweis zur guten Haltung. Grundlegend sollten Latex-Sachen möglichst hängen, da Falten schwer herauszubekommen sein können und da das Material (besonders wenn es nicht gepudert ist) nicht aufeinander liegen sollte. Dies kann sonst aneinander festkleben und reißen oder die Schicht beschädigen. Von daher war es sehr wichtig, dass es gepudert in der Plastiktüte lag. Dazu gab es auch gleich noch eine (rein auf Englisch geschriebene) Pflegeanleitung für euer Latexprodukt.

Geruchs- und Gefühlstest:
rubber girl 3Ich war etwas überrascht, da ich mir den Silikongeruch stärker vorgestellt habe, oder vielleicht legt es noch an meiner ausklingenden Erkältung. Jedoch empfand ich den Geruch als nicht all zu stark. Auf der anderen Seite finde ich es jedoch auch nicht schlimm, wenn ein reines Latexprodukt auch nach Latex riecht. Ich persönlich mag das Puder nicht, aber das ist bei jedem Puder so. Ich finde das Gefühl auf der Haut etwas unangenehm, ähnlich wie manche nicht gerne Speisestärke anfassen. Nichtsdestotrotz ist es eine wunderbare Hilfe, um in das Figur betonte, hautenge Kleid einzusteigen. Ich habe es wie üblich lieber etwas zu Groß bestellt, da ein zwei Stellen bei mir den nötigen Umfang brauchen. Es sitzt sehr gut, hat etwas breitere Träger für den Halt vorne herum und sitzt wirklich knapp über den Po. Damit könnt ihr jede Kurve und besonders den Busen perfekt präsentieren. Durch den sehr kurzen Schnitt erscheinen auch die Beine sehr lang, was ihr noch durch passende High Heels im Effekt stärken könnt.

Übersicht:
Das tiefgeschnittene Latex-Minikleid besteht aus recht dünnem und angenehmem Latex, sodass es sich perfekt euren Konturen anschmiegen kann. Es legt sich angenehm eng auf die Haut, aber schon nach einigen Momenten vergisst man beinahe völlig, dass ihr es tragt. Es zeigt wirklich alles, was ihr habt: Beine, Po und besonders die Brust wird durch den tiefen V-Ausschnitt hervorgehoben. Leider habe ich bei Latex ein bisschen das Problem, noch keine perfekte Passform gefunden zu haben, sodass es bei mir am unteren Rücken etwas zu weit ist und um die Brust herum etwas eng. Für den Tragekomfort stört mich das nicht, jedoch werden so meine Brüste eher eng an den Körper gedrückt, statt in voller Pracht betont zu werden. Ihr erhaltet das ttiefgeschnittene Latex-Minikleid  schon für 39,95 €, was schlicht weg ein unschlagbarer Preis für ein Latexkleid ist. Sonst seid ihr im Durchschnitt schnell im höheren dreistelligen Bereich, wenn es um Latex geht. Ihr könnt es in den Größen S bis XL kaufen. So ist für fast jede Körperform die passende Größe mit dabei.

Qualität:rubber girl 2
Was besonders hervor sticht, ist die (trotzt günstigen Preises) gute Qualität der Rubber Girl Kollektion. Auch wenn ich nicht den passenden Körper für genau diesen Schnitt hinsichtlich der Größe habe, fällt sofort ins Auge, dass es am gesamten Kleid nicht eine Naht gibt. Latex ist ohnehin sehr besonders hinsichtlich der Verarbeitung, umso angenehmer trägt es sich, ohne lästige Nähte oder Verklebungen. Hier wurde praktisch und in einem Stück gearbeitet. Auch die Dicke des Latex ist sehr gut gewählt. Es ist strapazierfähig und lässt sich auch gut dehnen und auch mit (abgerundeten) langen Fingernägeln gut anziehe, ohne das es zu Rissen im Material führt. Dennoch solltet ihr bei Haustieren aufpassen. Latex riecht für diese meist sehr interessant und nach Spielzeug. Krallen und Bissen hält es nämlich nicht ab und es wäre schade, wenn ihr es nicht „Tier sicher„ weggelegt habt und vor dem nächsten Partyabend verzweifelt vor dem Kleiderschrank steht.

Pflegehinweise:
Damit auch diejenigen unter euch ohne Englischkenntnisse sich gut um ihre Latexprodukte kümmern können, übersetzte ich euch kurz, was ihr an Hinweisen auf dem Beipackzettel findet. Denn mit nur ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Pflege hält euer tiefgeschnittenes Latex-Minikleid ein nahezu Leben lang. Wichtig zu beachten ist es, dass Kälte nicht gut für Latex ist und ihr euer Kleid daher möglichst immer bei Raumtemperaturen lagern solltet. Wenn ihr in dem Kleid schwitzt, ist das mehr als normal, daher macht euch darum keine Gedanken. Entsprechend solltet ihr aber stetigen Sonneneinfall auf das Kleid vermeiden. Das ultraviolette Licht zerstört das Latex und so ist es spröde und anfällig für Risse. Daher solltet ihr es möglichst immer in einen Kleiderschrank, am besten aufgehängt und gepudert, lagern. Wenn ihr es waschen mögt, darf es keinen Falls in die Waschmaschine. Latex ist sehr empfindlich und sollte daher von Hand, mit lauwarmen Wasser und Seife gewaschen werden. Wichtig ist, dass ihr es so gut es geht, auswringt, jedoch sehr vorsichtig dabei seid. Anschließend muss es zum Trocknen aufgehängt werden. Ihr solltet es nach einer Weile einmal umdrehen (also von innen nach außen) und von der anderen Seite trocknen lassen. Auch ein Handföhn eignet sich gut zum Trocknen, wenn ihr es mal eilig haben solltet. Kommt es wieder in den Schrank, denkt daran es einzupudern, ansonsten könnt ihr es nach dem Anziehen auf Hochglanz polieren. rubber girl 4

Kurzübersicht:
Hersteller: LoveHoney
Name: tiefgeschnittenes Latex-Minikleid
Kollektion: Rubber Girl
Merkmal: Knapp und Figurbetont mit V-Ausschnitt
Material: Latex ohne Nähte
Lange Beine-Effekt
Farbe: Schwarz
Größen: S bis XL
Preis: 39,95 €

Weiterempfehlung:
Mir gefällt das Kleid wirklich gut und ihr seid damit auf jeden Fall der Hingucker des Abends. Dazu ist es auch noch sehr Preiswert. Daher bietet das Kleid auch die perfekte Gelegenheit sich an das Material heranzuwagen, falls ihr noch nicht so weit wart oder eben nicht direkt so viel ausgeben wolltet. Es ist perfekt für intime oder aufregende Anlässe und betont euch von oben bis unten. Dazu liegt es angenehm weich auf der Haut und lässt sich leicht pflegen und sitzt sehr angenehm beim Tragen. Ich habe erst letztes Jahr Latex für mich entdeckt und finde es einfach spannend mich immer mehr in die Materie rein zu arbeiten und neues für mich zu finden. Ich hoffe mein kleiner Bericht zum tiefgeschnittenen Latex-Minikleid  aus der Rubber Girl Kollektion von LoveHoney hilft euch auch ein wenig Einblicke in diese Welt zu bekommen. Vielleicht besitzt ihr ja schon das ein oder andere aus Latex. Auch dann kann ich euch das Kleid wärmstens empfehlen. Wer möchte sich nicht gerne mal sexy fühlen und zeigen was sie hat? Von Swingerabend bis hin zum romantischen oder wilden Abend zu zweit, mit dem Kleid seid ihr gut ausgestattet für alle Eventualitäten und vor allem, um eurem Gegenüber den Kopf zu verdrehen. Von mir bekommt es 9 von 10 Punkten.

Eure Lady Bluebird

ManiFest – Masquerade Ball 2019

Ich hatte das große Glück von Stig dem Veranstalter des Manifest Fetisch Maskenballs am 05.01.2019 eingeladen worden zu sein. Ich muss zugeben, dass ich besonders stolz darauf bin, daher Journalisten dort eigentlich nicht gestattet sind. Also habe ich gegen Ende letzten Jahres mein Flug und Unterkunft gebucht und bin am 04.01. nach Kopenhagen geflogen.

Das große Davor:
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war. Zu einem Maskenball zu gehen war schon seit Ewigkeiten mein Traum. Ich finde die Idee zwischen fremden maskierten zu tanzen aufregend und so geheimnisvoll. Dazu handelt es sich hierbei ja auch noch um einen Fetisch Maskenball. Also alle Träume vereint. Ich hatte davor ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass man eine Mitgliedschaft braucht, um zum Fetisch Maskenball gehen zu dürfen. Der Druck und das Ehrengefühl wurden also immer größer. Ich habe mir ewig Gedanken gemacht, was ich brauchen würde und anziehen soll. Letzten Endes habe ich mich besinnt und mich an die Swinger Bibel von meiner geliebten Lotta Frei erinnert. Dort beschrieben sie alles rund ums Swingen und ich dachte mir, letzten Endes kann ich die Vorbereitungen dafür, auch auf den Maskenball übertragen. Ich möchte aber nicht nur ihr danken, sondern auch meiner guten Freundin Tiana. Sie hat mit mir gemeinsam mein Outfit herausgesucht, sodass ich mich am Abend nur noch fertig machen brauchte und auf große Outfitsuche verzichten konnte.

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Die Ankunft:
Das Gefühl bei der Ankunft war fast unbeschreiblich. Ich bin den Leuten, die offensichtlich auch dort hin wollten gefolgt und habe somit auch den Eingang gefunden. Es war verhältnismäßig noch leer und die ersten Gäste zogen sich in der großen Gemeinschaftskabine um. Irgendwie machte mich das stutzig, andererseits sollten wir alle voneinander noch so viel am Abend sehen, dass es eigentlich auch gar keinen Unterschied machte. Also setzte ich nur noch meine Maske auf, schaute in den Spiegel und ging hinein. Eins war klar, so sehr ich die Leute auch unauffällig beobachtete, jeder schaute anfangs zu jedem. Es war ein aufregendes Gefühl zu wissen, dass man betrachtet wird und derjenige vermutlich gerade ein Urteil für sich und für den individuellen Abend fällt. Ich fühlte mich unverwundbar, sexy und wie eine Königin die auf ihrem Platz saß und das Volk betrachtete. Es ist unvorstellbar wie sehr ein extravagantes Outfit, die richtige Atmosphäre und eine Maske das Denken und Fühlen beeinflussen. Der Hauptraum gefiel mir wirklich gut.

Vorne gab es eine große Bühne, davor eine weitflächige Tanzfläche mit ein paar Sitzgelegenheiten an den Seiten und etwas abgetrennter eine Bar, wo man nicht direkt an der Bar saß, sondern zu Bühne hin gewandt. Und hier saß ich erst mal eine Weile und betrachtete die Menschen vor mir. Und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich an dem Abend so einige heiße junge Männer und Damen gesehen habe. Spannend waren auch die Masken. Ich habe glaube ich jede erdenkliche Art gesehen. Von venezianischen, Petplay, Steam Punk, Hasenmasken, Zorromasken, Gasmasken, jede erdenkliche Form von Latexmasken, Drachen und Gladiatoren Masken, Sturmmasken, LED Masken mit verrückten Gesichtern, Teufels und Brautschleiermasken und alles dazwischen und darüber hinaus. Ich war so beeindruckt und fühlte mich in der langsam steigende mengen recht normal im Vergleich zum Durchschnitt. Großteile der Leute waren recht freizügig unterwegs und die Hauptfarbe der meisten Kleidung war schwarz. Umso mehr sind dann die anderen und farbigeren Kostüme herausgestochen. Ich fühlte mich wie in einem Film. Einem dieser Filme, wo die Party riesig ist, jeder macht, was er will und man immer denk: so was gibt s doch nur im Film. Diesen Abend durfte ich genau das Live erleben. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so lange auf der Feier war, stand für mich fest, dass es weder das erste noch das letzte Mal sein würde, das ich zu so einer Veranstaltung hingehen würde. Ich fühlte mich, als hätte ich Blut geleckt und davon wollte ich definitiv mehr.

Das Publikum:
Als es langsam voller wurde, konnte man schnell erkennen, wer zusammen gehört. Es gab viele Paare, die aber offensichtlich (wer weiß, ob nur für diesen Abend) eher offen und locker mit ihrer Beziehung umgegangen sind. Sehr beeindruckend wie ich finde, aber für mich nur schwer vorstellbar. Außerdem gab es viele eingefleischte Gruppen, die sich scheinbar schon lange und gut kannten. Man konnte alle sehen, von netten Runden die quatschten, trank bis hin zum Partnertausch oder dem schlichten Voyeurismus untereinander. Dazu gab es viele Machtspiele zu beobachten. Oft kam es vor, dass man einen der Partner am Halsband und Leine sehen konnte. An sich gab es alles erdenklich auch vom Kleidungsstil. Von Postapokalypse (worauf ich ja wirklich sehr stehe) bis hin zu Horror-Clowns und Gala Kleidern. Ich weiß ja, dass meine kleine Welt nicht der durchschnitt ist, aber ich war überrascht, dass deutlich mehr Frauen den Dominante Part übernahmen. Eines der interessantesten Kostüme des Abends stammte von einem Paar. Vielleicht klingt es für euch nicht so spannend, aber das Bild was die beiden zusammen abgaben, hängt mir immer noch im Gedächtnis. Sie war ganz offensichtlich als Reiterin verkleiden. Eher angezogen und normal, wie man es sich draußen auf der Straße … naja eher auf einem Reiterhof vorstellt. Mit einer Leine in der einen Hand und einer Gerte in der anderen. Verfolgte man nun die Leine konnte man sehen, dass sie zum Hals ihres Partners führte. Er trug ein großes Pony Geschirr mit Ohren um den Kopf. Es passte einfach alles perfekt zusammen. Die laszive, strenge aber von außen 20190105_204600zurückhaltende Reittrainerin mit dem offensichtlichen Pony Pet im Anhang. Es war so konträr, dass es mir einfach wunderbar gefallen hat. Gerne möchte ich aber noch ein Outfit des Abends küren: einer der Herren hatte ein ganz Körper Latex Kostüm an mit passender Maske, schlicht in Schwarz und Weiß gehalten. Hab ihr schon eine Idee? Es stammt aus einem der berühmtesten Fantasie Universen … Ja genau. Wo Tom Hardy auch einen von gespielt hat. Immer noch keine Idee? Ich verrate es euch: er war als Stormtrooper verkleidet. Es hat einfach alles gepasst und ich möchte nicht wissen, wie viel sein Outfit gekostet hat, aber es viel auf, war ein Hingucker und einfach nur spektakulär. Irgendwann vergisst man selbst völlig, dass man eine Maske trägt und ist einfach mitten im Geschehen.

Die Playrooms und Shows:
20190105_234006Nach einiger Zeit ging ich auch die restlichen Räume erkunden und wanderte somit die Treppe nach oben. Dort gab es einen kleinen Vorhang, der den Raum abtrennte und dahinter durfte man so einiges erblicken. In den Nischen ging es ordentlich zur Sache. Ich finde es schön, dass jeder dem nachgehen konnte, wofür er an dem Abend erschienen ist, aber genug Respekt den anderen Gästen gegenüber hatte, sich dafür auch eine kleine Ecke zu suchen. Wer wollte stand mit gespannter Mimik daneben oder bat eine helfende Hand an. Es war schon ein spannendes Spektakel wie alle über die Zeit ihr selbst für den Abend herausließen. Da mich der Außenbereich, ein Balkon zum Rauchen, nicht sonderlich interessierte begabt ich mich runter und schaute mir nun die weiteren Räume an. Ich erhaschte einen Blick in den BDSM Playrooms. Ein gut ausgestatteter Raum mit wunderbaren Utensilien. Von einer Fesselbank bis hin zum Andreaskreuz und einigen Schlagutensilien war so ziemlich alles da, was man sich wünschen konnte. Und die Menge war auch schon fleißig dabei. Als ich meinen Blick so schweifen ließ viel mir auf, wie sehr ich selbst das alles vermisse. Die Leidenschaft, Intimität und das Gefühl gemeinsam etwas Verbotenes zu tun. Ich glaube, gerade für Paare ist das ein unfassbares Erlebnis. Gesehen zu werden und doch, wenn man möchte, für alle anderen unantastbar zu sein. Da läuft es mir kalt den Rücken runter. Über den Abend gab es natürlich durchgängig Musik und die DJs wechselten auch regelmäßig. Manchmal wurde es allerdings kurzzeitig etwas ruhiger, denn das Pult wurde schnell zur Seite getragen und schon war die Bühne frei für die Shows. Schnell sammelten sich die meisten soweit vorne, wie es nur ging und man hatte das Gefühl, dass alle gespannt ihren Atem anhielten. Über den Abend konnten wir so viele wunderbare Auftritte sehen, aber besonders der erste war sehr skurril. Es war eine Künstlergruppe die anfangs eine Art Ritus präsentierten. Zumindest ist es das, was ich interpretiere. Es wurde nicht gesprochen, sie hatten wilde Masken auf und es klang eine interessante Musik im Hintergrund. Nebel stieg auf und sie tanzen. Bis es letztlich zum Hauptakt kam und damit meine ich nicht Sex, denn diesen stellten sie halb angezogen in einer Art Ausdruckstanz dar und animierten die Menge zum Atmen und stöhnen. Ich weiß gar nicht so genau, wie ich es in Worte fassen soll, aber mit so etwas habe ich zum Beispiel nicht gerechnet. Einige beobachteten die Spektakel auf der Bühne, wenn möglich auch aus sitzenden Positionen, aber man konnte merken, wenn manche Shows eher zusagten und welche nicht. Ein weiteres spannendes Konzept war die kleine Ecke mit dem Namen „Pandoras Box“. Das hatte ich bisher weder gesehen noch davon gehört. An einem Seil hin ein schwarzer Karton, den man sich über den Kopf stülpen konnte. Da stand man dann nun und konnte von dem Partner oder von fremden verwöhnt werden. Es ist erstaunlich wie intensiv sich Berührungen anfühlen, wenn man sie nicht kommen sieht und genau das macht sie die Box zu nutzen. An und in dem Kasten, der daneben stand konnte man sich dafür Seile und ähnliche Utensilien fürs Spiel ausleihen. Aber natürlich hatten die meisten ihr eigenes Spielzeug mit dabei.

beispielraum
Beispiel Playroom von http://dominionsm.com/rooms/enclave/

Meine Erfahrungen:
Ich muss gestehen, dass ich sehr stolz darauf war, dass ich öfters zum Tanzen aufgefordert worden bin oder gefragt wurde, ob man mir nicht ein Getränk ausgeben könnte. Auffällig war aber vor allem, dass jegliches nein sofort akzeptiert wurde. Ich möchte unsere Community dafür an dieser Stelle ganz herzlich loben. Alle haben immer Angst, denken an Schläge und schlimmeres. Aber die Fetischszene an sich ist so viel mehr als das. Ich hatte wunderbare Gespräche mit Menschen meiner Altersklasse, deutlich älteren und mit Paaren. Ich habe so viele Eindrücke gesammelt und Menschen kennengelernt, dass ich hier nicht alles auch nur ansatzweise wiedergeben kann. Aber ein Thema war bei jedem Gespräch dabei. Es stellte sich heraus, dass die Menschen in Dänemark bei weitem prüder und zurückhaltender sind, als wir in Berlin. Die eine Dame (bei deren alter ich mich gekonnt um ganze 15 Jahre verschätzt hatte) schwärmte von ihren Erfahrungen in Berlin und wie gerne sie hier herkommt. Ich war fasziniert von ihren Erzählungen, fand es aber auch schade, als sie mir sagte, dass viele Leute an diesem Abend einiges Riskieren. Sie erklärte es mir so, dass es schlimm wäre dort erkannt zu werden. Wobei ich mir denke, wenn dich jemand erkennt und du denjenigen, wo liegt denn dabei das Problem? Ihr seid ja beide dort und müsst außerhalb ja nicht darüber reden. Aber die Kultur dort ist schlichtweg anders, wie mir alle meine Gesprächspartner vermittelten. Daher bin ich stolz so offen darüber reden zu können und vor allem zu dürfen. Es hat mich nur noch mehr in meiner Aufgabe bestärkt die Menschen für das schönste der Welt wach zu rütteln. Auch in Dänemark geht die Entwicklung langsam voran, lässt sich aber wie ihr sicher bemerkt habt, nicht mit Berlin vergleichen. Auffällig war, dass der Altersdurchschnitt bei ca. 30 Jahren lag. Es gab auch alles weit darüber und mit mir auch weit darunter. Aber das war ungefähr das Mittelsegment. Was dafür spricht, das die jüngere Generation anfängt sich zu zeigen und das heiße ich herzlichst willkommen. Ich kann nur wiederholen, was ich schon so oft gesagt habe: Keiner muss sich für das schämen, was er mag oder wer er ist und die Gesellschaft sollte keinen von uns verurteilen, solange wir niemanden etwas aufzwingen oder (in böser und angesprochener) Absicht schädigen.

Der Abend im Rückblick:
20190105_221543Ich kann euch nur ans Herz legen, eine Veranstaltung wie den Manifest Fetisch Maskenball oder ähnliches zu besuchen. Die üblichen Ängste sind völlig unangebracht. Keiner wird euch was aufzwingen, euch etwas in den Drink mischen oder euch weh tun. Nur wer zu etwas ja sagt, darf in leiser Aufregung darauf warten, dass es auch passiert. Der Abend hat mir meine eigene Sexualität wieder ganz bewusst in mein Gehirn gerufen und mich daran erinnert, wie sehr ich das alles lieben und schätzen gelernt habe. Besonders der Vergleich zwischen Dänemark und Deutschland war für mich das unerwartete am gesamten Abend. Ansonsten kann ich euch nur sagen, wie wunderbar die Atmosphäre war, wie gut es sich angefühlt hat alle Regeln brechen zu dürfen und einfach ich selbst zu sein über einen Abend hinweg. Das Schöne daran ist: ihr könnt es auch. Traut euch und geht doch einfach mit jemanden zusammen oder wer sich traut alleine aus. Manchmal reicht es schon den besten Freund dabei zu haben und sich alles in Ruhe anzugucken. Keiner erwartet von euch, dass ihr ungehemmt und nackt auf den Tischen tanzt. Für mich ist klar, dass ich gerne mit einem zukünftigen Partner zu so einer Veranstaltung gehen wollen würde. Ich bin fasziniert von der Welt, dem gesehenen und dem unbeschreiblichem Selbstbewusstsein, der mir dieser Abend verliehen hat.

Eure Lady Bluebird

Passion 2018 – Seite der Besucher

Wer sucht der findet und auf der Passion Messe gab es nicht nur einiges an Schätzen zu finden, sondern auch Horizont erweiterndes Material und Neues zu entdecken. Bei Kleidung für jeden Stil bei unglaublicher Materialvielfalt angefangen bis hin zu Toys und Zubehör für jeden Typ.

Über die Messe
Auf zwei Etagen aufgeteilt gab es laut Pressemappe über 112 Aussteller zu bewundern, Workshopkurse zu besuchen und auf 2 Bühnen extravagante Shows  aus Bondage, einer Menge Latexmode, Lust und Leidenschaft. Wer sich in der Szene auskennt hat sich hier mit Sicherheit sehr gut aufgehoben gefühlt und ist auf vielen Ebenen auf seine Kosten gekommen. Angefangen bei den 6 Spielzimmern von z.B. HBSM, BDSM-Lustrefugium und MTC Fetish Manufacture für kleine und große Keller bis hin zu Testvorführungen der verschiedenen Aussteller von Peitsche bis Rohrstock. Ich hatte die Möglichkeit mit vielen der Standbesitzer persönlich zu sprechen und genaueres über deren Angebote, Produkte und kreative Ideenwelt zu erfahren. Vertreten waren unter anderem Aussteller wie „Whips by Wolf“ oder „Fesselnde Wohnideen“. Sie haben mir mit Ihrer kompetenten Beratung, von soft bis hart, zur Seite gestanden und sich die individuelle Zeit genommen Ihre Produkte vorzustellen und sind auf Anwendungsmöglichkeiten und grundlegende Sicherheitshinweise zur Technik eingegangen.

Ein paar Aussteller im Überblick
Whips by Wolf beispielsweise haben einen breit gefächerten Pool an Peitschen in allen nur erdenklichen Farben und Ausführungen. Trotz allem muss nichts von der, wohl bemerkt handgefertigten, Stange gekauft werden, alle Produkte können auch individuell angefertigt werden und kaum ein Anliegen ist nicht umsetzbar. Mit ein wenig Wartezeit liefert die in Holland ansässige Firma Euren einzigartigen Leder-oder Metallwunsch nach Hause. Vor Ort hatten wir die Möglichkeit mit den Materialien auf Tuchfühlung zu gehen und für Neueinsteiger kann die Vielfalt der schon sehr überraschend sein. Jedes Produkt ist in seiner Verarbeitung so einzigartig, dass man sich im Klaren darüber sein sollte was genau man möchte. Vom leichten Reizen bis hin zu lustvollen Striemen. Auch die Anwendung will erprobt sein und einfach aus dem Handgelenk klingt tatsächlich simpler als es sein kann. Mit etwas Übung und Rhythmus wird Euch das jedoch bald gelingen.

Wer auf schweres Gerät mit einem kleinen Twist steht, sollte sich unbedingt einmal bei „Fesselnde Wohnideen“ umschauen. Besonders faszinierend war ein wundervoll gearbeiteter Garderobenständer, festmontiert an der Wand und aus edlem Holz. Ihr fragt Euch vielleicht, ob ich nicht doch auf der Baumarktmesse war? Nein, wir wurden selbst überrascht, mit ein paar Handgriffen wurde die geschmackvolle Wandgarderobe zu einem Andreaskreuz. Offen da und doch so gut unter aller Augen versteckt. Wer sich noch das nötige BDSM-Spielzeug besorgen wollte, wurde auch hier fündig.  handgearbeitete Bambusstäbe, Holzpeitschen mit dem gewissen Kick und das alles von bester Qualität. Ein flacher Bambusstab mit breiter Kante zog sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich und da probieren über studieren geht musste einer meiner Pressekollegen bereitwillig seinen Arm zur Verfügung stellen. Dieser Stab gibt einem nicht nur eine Option, denn durch die breite Kante kann man hier den zu empfindenden Schmerz individuell festlegen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und individuelle Designanfragen werden gerne umgesetzt.
Meinem Kollegen ist im Übrigen nichts passiert. 😉

Workshops
Ein weiteres Highlight der Passion Messe war das Workshop-Programm, welches von erotischer Fotografie und Pain Play bis hin zu Tüddeln für „Anfänger – Seile am Körper“ reichte. Wobei ich noch anmerken möchte, dass viele Workshop-Veranstalter sich nicht zurückgemeldet haben. Man musste sich selbst via E-Mail für die Workshop anmelden (diese waren übrigens kostenpflichtig). Ich finde es ehrlich gesagt sehr unhöflich sich gar nicht zurückzumelden, selbst wenn es nur eine Absage sein sollte. Viele der Kurse waren nämlich sehr schnell schon voll belegt. Ich weiß, dass die Veranstalter der Passion Messe dafür nichts können, trotzdem war das eine teilweise sehr frustrierende Erfahrung. Trotz der nicht ausreichenden Beschilderung für die Workshops war es uns möglich am letzteren der aufgeführten Workshops teilzunehmen und während der zweistündigen Lehrstunde viele Basics von Andrea Schwark von „Dirty Crate“ zu erfahren.
Viele der Teilnehmer waren wirklich Anfänger und nach einer kleinen Vorlstellungsrunde ging es gleich an wichtige Basics, No-Go´s und Sicherheitshinweise.
Selbst wenn man sich nicht in der BDSM Szene bewegt und einfach nur für sich zuhause neue Dinge ausprobieren möchte, kann ein kleines Fesselspiel ob nun für Aktive oder Passive seinen Reiz haben. Für manche ist der Umgangen mit Seilen vielleicht eine ferne Welt, für andere die bereits damit in Berührung gekommen sind, wie zum Beispiel Andrea ein Leben voller Kunst und Leidenschaft. Mit einer Leidenschaft die so hart und gebieterisch sein kann und doch so hingebungsvoll. Hier gehört absolutes Vertrauen und eine direkte Kommunikation mit zum Spiel. Wie gehen die einfachsten Knoten und wie wende ich sie an?

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Quelle: http://www.datenschlag.org/howto/gebrauchsbondage/index2.html

Ein einfacher Knoten zum selbst-fesseln.

Achtet bei allen Fesselspielen immer darauf keine wichtigen Arterien, die Halsschlagader oder die Pulsadern abzuschnüren. Sollten eurem Partner Gliedmaßen einschlafen oder er sich unwohl fühlen haltet immer einen Seilschneider parat. Nur weil es ein simpler Knoten ist, heißt das noch nicht, dass ihr oder euer Partner euch daraus befreien könnt oder dieser Knoten sich nicht doch als sehr effektiv erweist. Manchmal nicht lange fackeln, sondern schneiden. Euer Partner oder auch ihr als passiver Part müsst nichts ertragen, was sich nicht gut anfühlt, schon gar nicht, wenn es um eure Gesundheit oder die eures Partners geht.

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Ein Seil-Cutter als Beispiel. Ich kann euch nur empfehlen euch einen zuzulegen!

Das richtige Seil
Während des Workshops haben Andrea und ihre Partnerin alle Materialien herum gehen lassen und so auch die verschiedenen Seile. Hier ist besonders entscheidend, was genau ihr mit eurem Seil machen möchtet; Jute, Hanfs, Baumwolle etc. Hier kommt es nicht nur auf das Aussehen an, Baumwollseile zum Beispiel werdet ihr in jeder erdenklichen Farbe finden, es ist jedoch auch die Funktionalität entscheidend. Wollt ihr Fesselspiele am Boden der der Luft?

Baumwollseile erhaltet ihr in zwei Varianten
Mit und ohne Seele. Was ganz schlicht bedeutet, ob das Seil einen Kern aus fest zusammen gewobener Wolle hat oder nicht. Hier obliegt es eurer persönlichen Präferenz, was fühlt sich für euch oder euren Partner besser an? Hier ein wichtiger Hinweis! Baumwollseile dürft ihr niemals für Spiele in der Luft verwenden, die Knoten können sich durch die Belastung schnell fest in das Material ziehen und nicht nur die Schlaufen drastisch verengen, sondern ihr habt keine Chance mehr diese Knoten zu lösen. Dies bedeutet wiederum schneiden! Selbst wenn euch das bei einem Spiel am Boden passieren sollte, probiert nicht lange herum befreit euren Partner zügig. Wie Andrea so treffend sagte: Ein Seil könnt ihr immer kaufen, aber keinen neuen Partner
Hinweis: Benutzt niemals Nylonseile. Nicht nur, dass die Knoten höchstwahrscheinlich nicht halten und man sich leicht an dem Material Verbrennungen zuziehen kann, es ist schlicht weg nicht für´s Bondage geeignet. Sollten eure Knoten halten, dann bekommt ihr sie nie wieder auf. Kauft alle Seile bitte direkt bei vernünftigen Seiten oder direkt bei Messen wie der Passion bei einem Aussteller. Der Bergsteigerladen ist hier nicht die richtige Adresse!

Kommunikation
Achtet auf euren Partner, hat er Durst oder muss er sich kurz ausruhen? Man möchte gar nicht glauben, was ein Körperbondage für eine lange Zeit in Anspruch nehmen kann. Liegen die Seile richtig oder wo platziert ihr eure Knoten. Nehmt euch immer genug Zeit und setzt euch niemals unter Druck zum Beispiel eine Zeitvorgabe zu erfüllen. Das Kaffeekränzchen mit der Freundin oder der Abend mit den Jungs sollte heute nicht mehr anstehen.
Zu viel möchte ich natürlich aber auch nicht vorne weg nehmen, denn ein Schnupperkurs bei Andrea lohnt sich für jeden, der sich mit diesem Thema anfängt zu beschäftigen oder einfach mal ein paar Basics wissen möchte. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, denn für einen Einstieg war sie wirklich eine wundervolle Lehrmeisterin und eine tolle Begleitung durch den Kurs, in dem sie uns mit Witz und Ernsthaftigkeit ihre Liebe für Bondage näher gebracht hat.

Abschlussworte zur Messe selbst
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Passion definitiv einen Besuch wert ist. Ein paar Abstriche gibt es jedoch. Wer alles erleben und einen guten Rundumblick über die Aussteller, die Workshops und die Autogramm- und Interviewstunden gewinnen möchte sollte sich überlegen an mindestens zwei der drei Tage anwesend zu sein. Der Eintrittspreis lag an den beiden Haupttagen (Freitag und Samstag) bei jeweils 20€ und am letzten Tag (Sonntag – halber Tag) bei 15€. Die Messeveranstalter haben ein nicht sonderlich großzügiges Rabattpaket für alle drei Tage angeboten, welches bei 50€ lag. Nach unserer Erfahrung nach zweieinhalb Tagen auf der Passion war verwaltungstechnisch eher durchwachsen. Der auf der Internetseite verfügbare Lageplan (möglicherweise nicht aktualisiert) kam nicht ganz hin und wir haben teilweise die Veranstalter die eingezeichnet waren nicht gefunden, obwohl die Passion sich lediglich auf zwei Stockwerke einer Halle beschränkte. Es wirkte alles sehr gedrängt und manchmal war die Trennung der Aussteller nicht klar zu erkennen.

Gerne hätten wir euch auch über die Passion Night berichtet, jedoch waren bereits alle Karten ausverkauft und für uns kein Platz mehr. Um ehrlich zu sein, hatte ich den Veranstalter direkt angefragt, als ich akkreditiert wurde, ob wir die Passion Nightbesuchen dürfen. (Also mehr als rechtzeitig) Allerdings kam bei der Begrüßung die Ansage, er hätte mir keine E-Mail zukommen lassen können, weil es nicht funktioniert hat. Um hier kurz einzuhaken, ich hatte bereits von ihm eine Bestätigungsmail für den Messebesuch bekommen. Daher frage ich mich, wieso die andere nach ‚mehrmaligem‘  Senden nie ankam.
Hier möchte ich auch noch anmerken, dass die Party bereits um 19:00 Uhr am Samstagabend stattfand und somit direkt in die Ausstellungszeit gefallen ist. Organisatorisch bin ich davon nicht überzeugt und auch nach Rücksprache mit einigen der Aussteller mit denen ich bereits in Zusammenarbeit stehe war der Veranstaltungsaufbau, wie der gesamte Ablauf über die drei Tage hinweg ziemlich chaotisch. Vor der Kulisse jedoch bekommt man dies als reiner Besucher jedoch nicht wirklich mit.

Mit Sicherheit sind wir als Berliner durch unsere Messe und die vielen Optionen die sich in der Hauptstadt bieten etwas verwöhnt, jedoch haben wir etwas mehr von der Veranstaltungsplanung und deren Umsetzung erwartet die etwas unstrukturiert wirkte. Nicht zuletzt mussten wir feststellen, dass es vor Ort extra ein kleines Restaurant gab. Sie boten dort auch mehrere Gerichte an, was aber nicht unbedingt für den kleinen Geldbeutel gedacht war. Vielleicht liegt das an mir, da ich oft nicht einsehe viel für essen zu bezahlen, aber 3 Königsbergerklopse mit etwas Soße und Kartoffeln für etwas über 10 € finde ich sehr happig. Trotzdem war das essen genießbar und tat nach einem langen Tag auf der Messe mehr als gut. Aber genau da zeigte sich für uns Berliner das nächste Problem. Nur vier Gerichte zur Auswahl zu haben über den ganzen Tag hinweg plus das Problem, dass man eventuell nicht alles davon isst waren eher… schmälernd. Die Messe selbst lag nach unserem erachten absolut nicht Zentral, so dass wir in der Nähe auch nicht hätten kurz etwas essen gehen. Daher fanden wir es ein bisschen enttäuschend bzw. einfach schade. Ich weiß auch, dass nicht jeder in der Intention hingeht alles zu erkunden, Gespräche mit Ausstellern zu führen und eigentlich die Zeit immer zu knapp bemessen ist. Dennoch gibt es immer wieder Menschen und auch Leute von der Presse bei denen dies zutrifft. Dahingehend fanden wir die Lösung mit dem Essen etwas unzureichend.

Nun, das war erst mal der grobe Überblick von uns und ich hoffe ihr versteht, dass uns die Messe auch durchaus gefallen hat, aber leider gab es genau so organisatorische Mängel die leider stark auffielen. Ich möchte euch allerdings ermöglichen, noch die Seite der Aussteller zu betrachten. Denn diese Medaille hat wirklich viele Seiten. Auch wenn wir uns auf der Messe verpasst haben, hat Peter von Shibaku mir seine Erfahrungen schriftlich zukommen lassen:

Hier geht es weiter zur Seite de Aussteller

Latex Rock und T-Shirt

Es ist wirklich interessant, wie oft man Modells, Influencer oder wie sie sich alle schimpfen in Latex Outfits draußen auf der Straße sieht. Da gibt es wirklich alles an Kleidung, von Kleidern, über Hosen oder auch Shirts und alles dazwischen. Aber wie ihr wahrscheinlich wisst, ist Latex oftmals gar nicht so günstig, braucht Pflege und die Frage ist doch, ist es wirklich so Alltags tauglich? Handelt es sich wirklich um reine Fetisch-Kleidung? Auf diese und weitere Aspekte möchte ich heute eingehen. Denn ich habe von Lovehoney sowohl einen Latex Rock, als auch ein wunderschönes Oberteil aus Latex bekommen und mal ausprobiert (in verschiedenen Kombinationen), wie sich das im Alltag macht.

Ich wollte mich dem Thema Latex schon eine geraume zeit widmen, aber habe mich nie so ganz getraut. Es sieht dann doch immer sehr anreizend aus. Da habe ich mir Sorgen gemacht, ob ich so was außerhalb von einem Club überhaupt tragen kann oder sollte. Nun gut, dass ich auf Arbeit darauf achte, was ich trage, ist wieder was anderes. Als Babysitterin kann ich nun nicht ganz so frivol voll ausgehen. Aber sonst bin ich auch eher der bequeme Mensch. Ich ziehe zu Hause gerne meine bequeme Jogginghose an, auch wenn das jetzt einige schockieren mag. Immer gemacht bin ich nun wirklich nicht.

Also wurde es nun ernst. Meine zwei ersten Latex-Kleidungsstücke trafen ein und ich wollte sie sofort anziehen. Dass aller erste was ich bemerkte, war die zwar an sich bekannte, aber neue Textur. Ich wusste zwar, dass man oft sagt, es ist, wie eine zweite haut, aber ich dachte, dass das Material trotzdem etwas dicker sein würde. Ich hatte total Panik, dass ich es einfach mit meinen Fingernägeln kaputt reißen würde beim Anziehen. Aber keineswegs. Das Latex ist unsagbar strapazierfähig und war noch frisch eingepudert. Also musste ich es erst ein mal schön polieren, damit es glänzt. Es gibt verschiedene Produkte womit man das machen kann. Aber Lovehoney hat mir berichtet, dass man dafür auch ihr schönes Gleitgel auf Silikonbasis nehmen kann und mir prompt noch eine Packung davon mitgeliefert. Ansonsten könnt ihr das Gleitgel auch schon für 8,95 € bei Lovehoney erstatten. Also … Ab ans polieren. Für mich war es tatsächlich einfacher, dass erst im getragenem zustand zu machen, aber da kann ja jeder das Handhaben, wie es ihm leichter fällt.

Der Tragekomfort war im ersten Moment gar nicht zu beschreiben. Eng, aber nicht zu eng und kurz darauf hat man das Material kaum noch gemerkt. Es hat sich perfekt der Körpertemperatur angepasst und plötzlich verstand ich, wieso alle immer dazu ‚‘zweite Haut‘ sagen. Ich liebe Röcke und dieser hat sich wunderbar angeschmiegt und betont richtig schön meine kurven und Beine. Das T-Shirt saß etwas lockerer, da habe ich mich wohl ein bisschen für die falsche Größe entschieden. Die Brüste sitzen darin ganz gut und auch ohne BH. Nach unten hin fällt es aber doch etwas breiter aus, als ich bin. Aber das macht ja nichts. Zusammen sah das schon wirklich schick aus, aber ich habe auch probiert andere Kleidungsstücke dazu anzuziehen. Besonders den Rock fand ich einfach toll. Also habe ich beschlossen den auch glich mal draußen anzuziehen mit einer weißen Bluse dazu. So hatte ich auch gar nicht das Gefühl zu extrem auszusehen oder zu anstößig.

Der Rock war nicht zu kurz und nicht zu lang. Kurz über den knien hört er auf. Also hätte ich nicht gedacht, dass er groß Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich bin in der Stadt unterwegs gewesen, aber habe doch ein paar Blicke gemerkt und auch gesehen. Aber sich mal adrett und hübsch fühlen ist auch ganz angenehm. Keiner kam mir doof, aber ich habe mich ein bisschen bewundert gefühlt. Als hätte ich eine kleine Grenze überschritten. Das war so aufregend. Ich habe mich kein bisschen fehl am Platz gefühlt oder eingeschränkt. Genau so erging es mir auf mit dem T-Shirt. Das war unterwegs ja ohnehin unter meinem Mantel versteckt, da es langsam ja doch wirklich kalt draußen wird.

Ich war wirklich positiv von der stille überrascht, denn eigentlich ging ich davon aus, dass jeder Schritt von einem Quietschen begleitet werden würde. Aber Fehlalarm. Nichts dergleichen. Werder beim Rock noch beim T-Shirt.

Was mir noch durch den Kopf geisterte: Schauen jetzt alle in meine Seele und wissen, dass ich BDSM’lerin bin, nur weil ich Latex trage? Aber nichts, egal ob ich mit Bekannten (die davon nichts wissen) geredet habe oder einfach unterwegs Gespräche zustande kamen. Keiner kam auf die Idee mich blöd zu fragen, was ich den im Bett treibe, wo man mich sonst noch treffen kann oder wo ich den feiern gehe.

Die paar tage und Stunden in den Latex-Anziehsachen haben mir eine kleine, aber feine Welt eröffnet. Ich fühle mich darin wirklich wohl und es gibt noch so viel mehr, was ich anprobieren möchte. Vor allem hat es mir aber gezeigt (je nach Outfit versteht sich) kann man Latex auch Alltags tauglich machen, ohne sich gleich in einer Szene zu befinden oder um diese vielleicht auch ganz subtil ein bisschen ausleben zu können. Ich habe mich bestärkt gefühlt und bin mit einem ganz anderem Gefühl für mich selbst durch den Tag gegangen. Mit diesen beiden Produkten steche ich nur ein bisschen heraus, aber es reicht, um mich sexy zu fühlen. Genau so ist es natürlich möglich mit anderen Teilen der Rubber Girl Kollektion ein radikaleres Bild zu setzen, was sich eher für Clubs eignet. Hier mal ein paar Beispiele:

Schauen wir uns noch die Produkte und ihre wichtigsten Punkte an.

Latex T-Shirt

Dieses Latex-Top ist der Tankini der Latex-Welt. Es betont Ihr Dekolleté und schmeichelt Ihren Kurven, während es gleichzeitig Ihren Bauch bedeckt. Tragen Sie dazu einen Latex-Rock oder nur ein Höschen, um das einzigartige Gefühl zu genießen.
Preis: 39,95
Größen: S bis XL

Latex Rock


Fantastischer, sexy Minirock aus Latex. Schlängeln Sie sich in diesen Rock und verwandeln Sie sich in eine unwiderstehliche Verführerin! Aus dickem, dehnbaren Latex gefertigt, für einen hautengen Look.
Preis: 29,95
Größen: S bis XL

Abschließend kann ich nur sagen, dass man sich, egal wie man orientiert ist, jederzeit mit Latex auch ganz subtil auseinandersetzen kann. Am meisten freut es mich, dass ich Latex jetzt auch in meinen normalen Tagesablauf einbringen kann, ohne mich falsch gekleidet zu fühlen. Es gibt so unsagbar viele Produkte aus Latex und die Rubber Girl Kollektion von Lovehoney gehört für mich zu den wenigen, die man sich gut leisten können und trotzdem in ihrer Qualität überzeugen. Sie lassen sich angenehm tragen, die Pflegehinweise werden mitgeliefert und sie sind trotzdem strapazierfähig und liegen gut an. Für mich steht daher fest, dass ich 10/10 Punkten einfach geben muss. Ich freue mich sehr, dass Latex nun eine neuen teil in meinem Leben einnehmen wird und es hoffentlich nicht nur bei diesen beiden Kleidungsstücken bleibt.

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Frohe Weihnachten und ein besinnlichen Fest mit euren Liebsten!
Eure Lady Bluebird