Nectar de Jouissance Or

Sylvie Monthule stellt spannenden und außergewöhnlichen Intimschmuck her, den sie auf ihrer Webseite national weit verkauft. Nach unserem gemeinsamen Interview im April haben wir beschlossen weiterhin gemeinsam zu arbeiten und so erreichte mich ein tolles Paket mit vielerlei Produkten. Diese teste ich jetzt für euch. Als Erstes soll es sich um einen Intimschmuck der Extraklasse drehen; er wird nicht nur getragen, sondern wird auch eingeführt und kann somit vaginal stimulieren. Es handelt sich um den Nectar de Jouissance Or.

Übersicht und Fakten:

Der Intimschmuck besteht an sich aus drei verschiedenen Teilen. Der eine ist der String, an dem der Schmuck befestigt ist. Der zweite besteht aus dem Harzjuwel und hat eine sehr glatte und angenehme Oberfläche, sodass er sich leicht einführen lässt. Der letzte Teil besteht aus dem außen anliegenden Goldbereich. Er ist geschwungen und sieht aus, wie eine kleine vergoldetet Schlange. Durch die Ösen an der Seite und unten wirkt es jedoch ein bisschen so, als ob es ein Fisch mit Flossen sein könnte. Beide Ideen gefallen mir recht gut. Es gibt den Intimschmuck in den Größen 34 (S)- 56 (XXXL) und den Harzjuwel in den Farben Blau oder schwarz. Alternativ könnt ihr das Modell auch in Silber kaufen. Die Gesamtlänge beträgt ca. 11 cm und hat einen Durchmesser von ca. 2,4 cm a der breitesten Stelle. Er schmiegt sich angenehm an die Klitoris und lässt zu, dass man sich beim Tragen selber verwöhnen kann, ohne Einschränkungen dabei zu haben, daher er wie ein String sitzt. Bei den Materialien wurde nur das Beste verwendet: 3 Mikron Gold, 16 Karat und als Finish 24 Karat. Natürlich sind alle Bestandsteile hypoallergen und eignen sich so für jeden. Durch die hochwertige Qualität und durch den Goldeinsatz lässt sich der Intimschmuck entsprechend auch bezahlen. Allerdings ist das Goldmodell im Angebot. Statt 99 € zahlt ihr aktuell nur 84,15 € und bei der Silbervariante zahlt ihr statt 87 € nun 73,95 € (Stand Mai 2019).

Qualität und Tragekomfort:
Wie bei bisher allen Produkten die ich von Sylvie Monthule testen durfte, hat auch dieser Intimschmuck als Träger zwei Gummibänder. Ein klarer Vorteil ist offensichtlich: sie sind flexibel und passen sich der eigenen Körpergröße gut an. Allerdings wirken sie dennoch recht billig, da sie einfach nicht mit den sonstigen verarbeiteten Materialien mithalten können. Nichts desto trotz sind sie sehr stabil und strapazierfähig. Entsprechend halten sie einiges aus und ihr müsst keine Sorgen haben, dass etwas reißen könnte. Schön finde ich, dass auch die Schnallen und Übergänge vergoldet sind. clt11-9-nectar-de-jouissance-orDas Harzjuwel ist transparent und glänzt somit wunderbar im Licht. Die Tropfenform an beiden Enden sorgt für die passende Stimulation. Es ist einfacher, zuerst den unteren Teil einzuführen und den oberen Bereich anschließend auf die Klitoris punktgenau anzupassen. Somit spürt man bei jedem Schritt den eingedrungenen Bereich, als auch den leichten und angenehmen Druck auf der Knospe. Es fühlt sich sehr angenehm an und ist dabei trotzdem nicht zu penetrant im Gefühl.

Anwendungsmöglichkeiten:
Da es keine Vibration gibt, bekommt auch niemand anderes mit, dass ihr ihn tragt. Weder kann man ihn sehen noch hören. Somit ist es euer kleines Geheimnis, bis ihr ihn eventuell jemanden zeigt. Ihr könnt euch selber verwöhnen oder einfach damit kleiden. Spannend finde ich den Gedanken, ihn als kleine Einleitung zu tragen und ein ganz persönliches Vorspiel zu haben. Beispielsweise bei einem Date mit eurem Partner zur Einstimmung. Beim Essen ahnt entsprechend eurem Gegenüber nicht davon. Wenn ihr dann zu Hause seid und euch langsam entkleidet kann es manchmal sehr nervig sein, sich erst schnell im Bad in ein sexy Outfit zu stecken. Somit seid ihr auf alle Eventualitäten vorbereitet. Ihr seid im Intimbereich zwar fast nackt, aber zeitgleich so gekleidet, dass noch nichts gesehen werden kann. Also seid ihr gut gekleidet für den richtigen Moment. Natürlich könnt ihr den Intimschmuck für jeden Anlass tragen oder einfach, wenn euch danach ist und ganz für euch selbst.

Preisleistung:
clt11-7-nectar-de-jouissance-orIch finde es schön, dass man sich zwischen zwei Modellen entscheiden kann (Silber oder Gold) und dann noch zwischen der Harzfarbe wählen kann (blau oder Schwarz). Jeder hat eigene Vorlieben, was schmuck betrifft und so wird dafür gesorgt, dass es euch auch wirklich gefällt. Schließlich ist der Schmuck von Sylvie Monthule nichts, was man sich alle paar Tage kauft. Daher ist es umso wichtiger, dass es euch auch wirklich gefällt. Ebenfalls gut finde ich, mit welcher Sorgfalt alle Intimschmuckstücke  hergestellt werden. Es gibt keinerlei scharfe Kanten oder sonstige Gefahrenstellen. Er sitzt sehr gut und wenn ihr erst den Dreh heraus habt, wie genau ihr ihn positionieren müsst, geht es ganz schnell ihn auch passend anzulegen.

Kurzübersicht:clt11-0-nectar-de-jouissance-or
– luxuriöser Intimschmuck von Sylvie Monthule
– In den Größen 34 bis 56 erhältlich
– 3 Mikron, 16 Karat und als Finish 24 Karat vergoldet
– blaue oder schwarze Harzkugel zur Stimulation der Klitoris
– einführbarer Teil für vaginale Stimulation
– Preis: 99 € oder in Silber für 87 €

Weiterempfehlung:
Ihr erhaltet euren Intimschmuck in einem neutralen Paket, sodass niemand weiß, was ihr euch schönes gekauft habt oder eventuell verschenken möchtet. Es gibt wunderschöne und schlichte Samtbeutel, wo ihr euren Intimschmuck drin aufbewahren könnt. Da die Oberflächen primär glatt sind, könnt ihr ich auch ganz leicht sauber machen. Haltet ihn unter lauwarmes Wasser und pflegt ihn mit milder Seife oder nehmt einen Toycleaner. Mit einem Poliertuch könnt ihr ihn wieder auf Hochglanz bringen. Zwar ist der Intimschmuck von Sylvie Monthule nicht günstig, aber dafür auch qualitativ sehr hochwertig. Wenn ihr euch selbst oder eure Partnerin verwöhnen möchtet, ist dieser Intimschmuck genau das richtige für euch. Hier habt ihr etwas, worauf ihr euch freuen könnt, sobald die Schichten anfangen zu fallen. Er ist stimulierend, sexy und trotzdem sehr elegant. Dabei ist es egal, ob ihr euer Vergnügen für euch behalten möchtet oder eventuell letztlich mit jemanden teilt. Von mir bekommt er 8/10 Punkten.

Eure Lady Bluebird

Spitzenjunge und Spitzenmädchen

Heute habe ich besondere Neuigkeiten für euch. Die neue Partnerkollektion von Spitzenjunge ist raus und die Mädchen kriegen diesmal auch ihr Fett weg. zu diesem Anlass habe ich gleich wieder zwei zusammengearbeitete Berichte für die Damen und Herren unter euch. Lasst euch überraschen, was Spitzenjunge diesmal wieder für euch auf Lager hat.

VICTORIA SET – SPITZENMÄDCHENvictoria-bh-850x1105
Übersicht:
Spitzenjunge startet mit neuen Ideen und frischem Wind durch. Damit das gemeinsame Erlebnis noch spannender wird, haben sie nun die Partnerkollektion Spitzenmädchen ins Leben gerufen und für ein paar Modelle nun das passende Pendant zum Mann geschaffen. Bei dem Victoria Set handelt es sich um einen Slip mit Gummizugband und einem stylisch dazu passenden BH ohne Cups. Träger als auch das Band unter der Brust bestehen aus demselben Zugband wie bei der Panty. Das passende Gegenstück für den Mann nennt sich David (die Namen tragen sie nicht ohne Grund, hihi). Das zusammengehörige Set ist in einem schlichten Schwarzton gehalten und mit dem Logo Spitzenmädchen beschriftet.

Fakten:
Das hübsche Victoria Set ist sehr sportlich und wirkt auch sehr sexy, da die Träger des BH’s einen sehr schönen Schnitt am Rücken haben. Sie überschneiden sich und bieten so einen festen Halt für die Brüste. Die Panty sitzt wie angegossen und ergänzt das Outfit. Das Set besteht zu 92 % aus Polyester und 8 % Elastan. Ich hatte etwas Sorge, dass man zu schnell darin Schwitzt, aber dieses Problem ist mir bisher nicht untergekommen. Ihr könnt sowohl den Slip als auch den BH einzeln kaufen oder wie hier im Set in den Größen S bis XL. Einzeln kostet der BH 44,95 € und der Slip 24,95 €. Kauft man sie als Set, zahlt ihr 64,95 €. Daher lohnt es sich, wenn man ohnehin beides haben möchte.

Tragekomfort:
SMKH-01-Victoria-back-850x1105Ich finde den Slip wirklich sehr bequem, auch wenn mich das Material ein bisschen an einen Bikini erinnert. Der Stoff liegt angenehm und weich auf der Haut und auch meine ausgewählte Größe passt mir sehr gut. Bei dem BH gibt es für mich ein kleines Problem. Da die Größen in S-L angegeben sind und nicht in Körbchengröße, war ich sehr unsicher was ich nehmen soll, da es auch keine Größentabelle gibt. Daher wäre mein Tipp dies zu ergänzen. Ich hatte mich für L entschieden, da ich nicht sehr kleine Brüste habe und mit L (bei T-Shirtgrößen beispielsweise) meisten im Brustbereich gut gefahren bin. Leider ist hierbei die L aber etwas zu eng. Ich passe zwar rein, aber alles sitzt nicht ganz so, wie es sollte. Das ist alles keineswegs dramatisch, da man ja auch ein 30 tägiges Rückgaberecht hat. Dennoch ist es, glaube ich, einfacher, wenn man Körbchengröße nimmt als Einheit. Nichts desto trotz sind die Schnitte und Formen des Sets unsagbar schön und lassen sich wirklich sehr bequem tragen.

Fazit:
Das Victoria Set ist ein echter Hingucker. Egal ob man es für sich alleine trägt oder für den Sport, schick und passend ist es allemal. Die Nähte sind wirklich sehr sauber und ordentlich verarbeitet. Ich war anfangs irritiert, das der Stoff des BHs etwas dicker ist, aber das liegt an einer doppelten Schicht. Man hat auf der Innenseite links und rechts eine Öffnung, falls man nachträglich Cups einlegen möchte. Ich finde es wirklich toll, das daran gedacht wurde. Denn ich trage beispielsweise gerne BHs mit Schalen drin, es gibt mir einfach das Gefühl, dass die Brüste dadurch mehr Halt haben. Insgesamt finde ich das Set wirklich sehr gut gelungen und auch die Idee, dass man als Paar zusammenpassende Unterwäsche hat, finde ich niedlich. Ich finde zwar den Preis für den BH an sich recht hoch und wünsche mir ein passenderes Größensystem, aber rundum gefällt mir das Victoria Set wirklich sehr und bekommt 8/10 Punkten. Solltet ihr übrigens gleich das Victoria Set und die David Hipster zusammen kaufen wollen könnt ihr das direkt hier tun und dabei auch nochmal etwas über 10 € sparen: Partnerset Victoria – David.

TAVIANO– EINZIGARTIGE UNTERWÄSCHE FÜR DEN MANN
Übersicht:
Der Taviano ist ein fescher Hipster, welcher an den Seiten edle Spitzeneinsätze hat. Mit etwas Mut und nur dezenten Einsatz bringt er euch das Thema Spitze am Mann nahe. Vorne wird das beste Stück verdeckt und auch der Po wird durch weichen Stoff versteckt. Die Cut-Outs an den Seiten spielen mit den reizen und machen Lust auf mehr. Der Taviano wirkt in seinem Schwarz-Weiß-Look sehr überzeugend und hat daher auch keine weitere Farbwahl zur Verfügung.

Fakten:Taviano-bw-KH07-B-850x1105
Dieser Hipster sorgt für ein rundum wohl Gefühl, da er aus 95 % Baumwolle besteht und 5 % Elastan. Somit schmiegt er sich ganz vorsichtig an euren Körper. Der Bund ist mit dem Logo von Spitzenjunge verziert und ebenfalls in Schwarz-Weiß gehalten. Die Spitzenart erinnert zumindest mich an die Barockzeit und luxuriöse Tapete und bringt somit einen edlen Touch mit ein. Erhältlich ist der Taviano in den Größen S-XL für 34,95 €. Besonders spannend ist der Look von vorne. Wenn man richtig steht, sieht es auf den ersten Blick nämlich so aus, als wäre nur der Intimbereich vorne mit blick dichtem Stoff versetzt. So denkt man anfangs, man bekommt mehr Einblicke und sieht erst beim Drehen, dass auch der Hintern verdeckt bleibt. Eine nette Spielerei für die eigene Fantasie.

Tragekomfort:
Der Hipster sieht nicht nur gut aus, sondern sitzt auch sehr bequem. Wenn man den Spitzen Cut Out außer Acht lässt, hat er einen typischen Hipster-Schnitt und sitzt genau dort, wo er soll. Durch den Eingriff vorne bietet sich auch für jede Größe genug Platz. Der Look ist zweifelsfrei einzigartig und macht Hunger auf mehr. Da der Stoff flexibel ist, passt er sich genau der Körperform an und bietet einen sehr bequemen Tragekomfort. Auch wenn er mit Spitze verziert ist, ist der Taviano sehr Alltagstauglich und bietet sich gut als abendliche Überraschung an.

Fazit:
Taviano-bw-KH07-A-850x1105Wenn ihr gerne mit euren Reizen spielt, aber noch nicht gleich alles von eurem Körper verraten möchtet ist der Taviano genau das richtige. Die Farbgebung passt hier wirklich gut und ich kann ihn mir auch nicht in bunt vorstellen, daher finde ich es gar nicht schlimm, dass es ihn nur in dieser Auswahl gibt. Hiermit könnt ihr euch selbst oder euren Partner wunderbar überraschen. Man bekommt mit ihm wirklich ein Wohlgefühl und empfindet sich viel eleganter als in den üblichen grau verwaschenen Unterhosen die meistens bei einem im Schrank liegen. Daher bekommt er eine herzliche Wertung von 10/10 Punkten. Hier gibt es wirklich nichts zu meckern.

Wie gewohnt überzeugt die Firma Spitzenjunge mit ihren ausgefallenen Ideen und wunderbaren Designs. Besonders die neue Kollektion von der Spitzenmädchen Reihe ist eine tolle Erweiterung zu den bestehenden Produkten der Männer. Ich bin gespannt wie weit sie dabei noch gehen werden und freue mich jetzt schon darauf noch mehr sehen zu können in der Zukunft. Wenn ihr euch selber überzeugen möchtet, könnt ihr euch jetzt schon auf der Webseite unter der Kategorie Spitzenmädchen das zweite Set anschauen oder auch bei den alten und neuen Modellen für die Herren in drei Kategorien durchstöbern. Egal wo ihr seid, mit Spitzenjunge seid ihr immer gut gekleidet.

Eure Lady Bluebird 

Kettenkleid

Mein liebes PleasureSquad, ich habe vor einer Weile den Laden Slacks Fashion durch Kinky Karrot für mich entdeckt. Ich wurde dort ganz herzlich von Claudine empfangen und durfte mich durch das Sortiment, auf der Suche nach einem Produkt für eine Zusammenarbeit, stöbern. Wie es immer so ist, kann man sich nur schwer für eine Sache entscheiden. Aber meine Wahl fiel dann auf ein wunderschönes Kettenkleid. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass bei Slacks alle Produkte handgefertigt sind. Glaubt mir, das ist mehr als beeindrucken, denn das Sortiment ist nicht gerade klein.

ketten

Der Laden:
Wenn man hereinkommt steht man in einem kleineren, aber sehr gemütlichen Raum. Er ist nicht riesig, aber das macht nichts. Dafür ist der Laden, umso besser sortiert. An jeder wand oder Ecke befindet sich eine bestimmte Kategorie. So kann man beispielsweise gezielt nach Korsetts, Kleidern, Colliers, Mode für Männer und ähnlichem schauen. Ich war überrascht so viel dort zu entdecken. Aber auf den zweiten Blick fand ich immer mehr Kleinigkeiten und Anziehsachen die beim Stöbern mein Aufsehen erregten. Besonders schön waren die Sets im Schaufenster, die Korsagen mit Kragen und die Kleider. Wobei ich vermutlich am liebsten von allem etwas mitgenommen hätte. Am meisten begeisterte mich der Raum hinter der Kasse. Natürlich ist der nur für die Mädels des Personals, aber dort befindet sich die hauseigene Werkstatt. Ich finde, dass wirklich faszinierend zu wissen das dort in diesem Raum all diese wunderschönen Kunstwerke entstanden sind. Per Hand und ganz individuell und bei Bedarf auf Maß angefertigt. Hier bleibt kein Wusch offen, da man einfach bei Nachfrage auch Änderungen vornehmen lassen kann. So wurde mein erwähltes Kleid auch extra für mich angefertigt (ich hatte mir nämlich eine bestimmte Kettenfarbe gewünscht). Hier ein paar modische Beispiele:

Das Kettenkleid
Übersicht:
Das wunderschöne Kettenkleid ist hochgeschlossen und wird durch eine Silberne oder goldene Kette gehalten. Es überzeugt mit dem tiefen Rückenausschnitt und dem hohen Beinschlitz auf der linken Seite. Es ist auf eine Art sehr sexy, aber auch verrucht und besitzt einen edlen Hauch. Das Kleid besteht aus weichem und leicht transparenten Stoff und ist in den Farben Schwarz, Rot, Bordeaux und Dunkelgrün erhältlich. Der vordere Bereich wird einzig und alleine durch die sich kreuzenden Ketten über dem Rücken gehalten.
Kettenkleid
Fakten:
Der Slinkystoff des Kettenkleides besteht aus 95 % Polyester und 5 % Elastan. Ich fände beispielsweise Baumwolle auch völlig unpassend. Dass es so seidig weich und dünn ist, passt zu dem allgemeinen Look. Da es handgefertigt ist, ist der Preis auch entsprechend etwas höher. Je nach Größe kostet es zwischen 119 € – 134 €. Mehr Material bedeutet entsprechend auch mehr Kosten. Allerdings finde ich das ziemlich gerechtfertigt. Sie arbeiten mit viel Liebe und mit dem Auge für Details. Ihr könnt zwischen den Größen 36–44 wählen, aber wie gesagt ist es möglich, auf Nachfrage und gegen Aufpreis ein paar Extras einzubringen (Größe, Form, Farbe).

Qualität:
Ich weiß leider gar nicht groß was ich hier schreiben soll, denn es gibt absolut nichts zu beanstanden. Die Nähte sind wunderbar fein verarbeitet und es gibt keinerlei Stellen, an denen der Saum nicht sauber verarbeitet ist, ein Faden abstehen würde oder etwas hängt und klemmt. Das Kettenkleid ist in sich stimmig und nahezu perfekt für meine Größe und Umfang. Alles ist in Ordnung bezüglich der Kettenglieder, sie sind leicht und trotzdem stabil. Auch die Nieten sind sehr sinnvoll gesetzt und es wurde darauf geachtet, dass alles eine ausreichende Länge besitzt (Kleiderlänge und Länge der Ketten).

Tragekomfort:
Das Anziehen ist ein kleiner Clou für sich. Ich weiß zwar wie das Kleid Sitzen soll und hatte auch im Laden eine Anprobe, aber dennoch ist es ein bisschen schwieriger als erwartet. Man schafft es alleine an- und auszuziehen, aber mit einer weiteren Hand ist es einfach leichter. Da die Ketten sich überkreuzen, unter den Armen lang laufen und auf einer Seite geöffnet und geschlossen werden können, kann man leicht die Orientierung dabei verlieren, wo was genau hin muss. Aber nach ein bis zweimal an und ausziehen hat man den dreh langsam raus. Da die Ketten nicht zu lang sein dürfen, da sie sonst das Kleid nicht dort halten würden, wo es hingehört, ist das auf und zu machen über die kleinen Ösen gar nicht so einfach. Aber wir alle kennen ja wohl den Spruch: „Wer schön sein will, muss leiden.“ Und hier beruht es ja nur darauf, nicht innerhalb von Sekunden aus dem Kleid zu schlüpfen. Schließlich möchte man in diesem 20190215_145837wunderbaren Outfit auch gesehen werden bevor man es gleich wieder ablegt, oder nicht? Insgesamt sitzt es sehr bequem, ich kann mich wunderbar darin bewegen und fühle mich auch wunderschön darin. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Claudine von Slacks Fashion, da sie mir noch passende Armstulpen dazu gegeben hat. Sie sind wunderschön, aus dem gleichen Material, gehen bis zum halben Oberarm hoch und werden am Mittelfinger durch eine kleine Gummischlaufe gehalten. Das macht den Gesamtlook noch runder. Auch sie Armstulpen sind sehr bequem, sitzen nicht zu fest oder zu locker und rutschen auch nicht ständig vorm Arm runter.

Fazit:
Das Kettenkleid ist einfach umwerfend. Für mich ist es kein Kleid, was ich im Alltag oder Büro tragen würde. Aber für eine Gala, Fetisch Party, Maskenball oder einen ganz besonderen Abend zum Ausgehen mit dem Partner ist es ideal. Ich weiß auf jeden Fall schon, was ich auf der nächsten Messe tragen werde. Ich habe mich wirklich in das Kleid verliebt und finde es einfach wunderbar, wie gut es sitzt. Das Design ist simpel und überzeugt genau damit. Die Akzente der Kette machen es verspielt, der Beinschlitz einfach verführerisch und der freigelegte Rücken ein wahrer Hingucker. Auch wenn man etwas mehr zahlt für die Qualität, lohnt es sich meines erachten nach. Ob ich mir ein überteuertes Markenkleid von der Stange kaufe und dann doch Mängel finde oder gleich etwas Richtiges, selbst Produziertes von Wert kaufe, macht nun mal einen Unterschied. Wer sich nicht traut darunter nichts anzuziehen, sollte sich für einen BH mit schönem Verschluss entscheiden, da dieser Freigelegt und zusehen ist. Von mir erhält das Kettenkleid 10/10 Punkten, da es einfach nichts daran auszusetzen gibt und in allen Bereichen überzeugt. Ich empfehle euch vom Herzen euch Slacks Fashion angucken zu gehen. Sie sind in Berlin und somit sehr zentral und betreiben auch einen Online Shop.

Eure Lady Bluebird

ManiFest – Masquerade Ball 2019

Ich hatte das große Glück von Stig dem Veranstalter des Manifest Fetisch Maskenballs am 05.01.2019 eingeladen worden zu sein. Ich muss zugeben, dass ich besonders stolz darauf bin, daher Journalisten dort eigentlich nicht gestattet sind. Also habe ich gegen Ende letzten Jahres mein Flug und Unterkunft gebucht und bin am 04.01. nach Kopenhagen geflogen.

Das große Davor:
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war. Zu einem Maskenball zu gehen war schon seit Ewigkeiten mein Traum. Ich finde die Idee zwischen fremden maskierten zu tanzen aufregend und so geheimnisvoll. Dazu handelt es sich hierbei ja auch noch um einen Fetisch Maskenball. Also alle Träume vereint. Ich hatte davor ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass man eine Mitgliedschaft braucht, um zum Fetisch Maskenball gehen zu dürfen. Der Druck und das Ehrengefühl wurden also immer größer. Ich habe mir ewig Gedanken gemacht, was ich brauchen würde und anziehen soll. Letzten Endes habe ich mich besinnt und mich an die Swinger Bibel von meiner geliebten Lotta Frei erinnert. Dort beschrieben sie alles rund ums Swingen und ich dachte mir, letzten Endes kann ich die Vorbereitungen dafür, auch auf den Maskenball übertragen. Ich möchte aber nicht nur ihr danken, sondern auch meiner guten Freundin Tiana. Sie hat mit mir gemeinsam mein Outfit herausgesucht, sodass ich mich am Abend nur noch fertig machen brauchte und auf große Outfitsuche verzichten konnte.

schnitt

Die Ankunft:
Das Gefühl bei der Ankunft war fast unbeschreiblich. Ich bin den Leuten, die offensichtlich auch dort hin wollten gefolgt und habe somit auch den Eingang gefunden. Es war verhältnismäßig noch leer und die ersten Gäste zogen sich in der großen Gemeinschaftskabine um. Irgendwie machte mich das stutzig, andererseits sollten wir alle voneinander noch so viel am Abend sehen, dass es eigentlich auch gar keinen Unterschied machte. Also setzte ich nur noch meine Maske auf, schaute in den Spiegel und ging hinein. Eins war klar, so sehr ich die Leute auch unauffällig beobachtete, jeder schaute anfangs zu jedem. Es war ein aufregendes Gefühl zu wissen, dass man betrachtet wird und derjenige vermutlich gerade ein Urteil für sich und für den individuellen Abend fällt. Ich fühlte mich unverwundbar, sexy und wie eine Königin die auf ihrem Platz saß und das Volk betrachtete. Es ist unvorstellbar wie sehr ein extravagantes Outfit, die richtige Atmosphäre und eine Maske das Denken und Fühlen beeinflussen. Der Hauptraum gefiel mir wirklich gut.

Vorne gab es eine große Bühne, davor eine weitflächige Tanzfläche mit ein paar Sitzgelegenheiten an den Seiten und etwas abgetrennter eine Bar, wo man nicht direkt an der Bar saß, sondern zu Bühne hin gewandt. Und hier saß ich erst mal eine Weile und betrachtete die Menschen vor mir. Und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich an dem Abend so einige heiße junge Männer und Damen gesehen habe. Spannend waren auch die Masken. Ich habe glaube ich jede erdenkliche Art gesehen. Von venezianischen, Petplay, Steam Punk, Hasenmasken, Zorromasken, Gasmasken, jede erdenkliche Form von Latexmasken, Drachen und Gladiatoren Masken, Sturmmasken, LED Masken mit verrückten Gesichtern, Teufels und Brautschleiermasken und alles dazwischen und darüber hinaus. Ich war so beeindruckt und fühlte mich in der langsam steigende mengen recht normal im Vergleich zum Durchschnitt. Großteile der Leute waren recht freizügig unterwegs und die Hauptfarbe der meisten Kleidung war schwarz. Umso mehr sind dann die anderen und farbigeren Kostüme herausgestochen. Ich fühlte mich wie in einem Film. Einem dieser Filme, wo die Party riesig ist, jeder macht, was er will und man immer denk: so was gibt s doch nur im Film. Diesen Abend durfte ich genau das Live erleben. Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so lange auf der Feier war, stand für mich fest, dass es weder das erste noch das letzte Mal sein würde, das ich zu so einer Veranstaltung hingehen würde. Ich fühlte mich, als hätte ich Blut geleckt und davon wollte ich definitiv mehr.

Das Publikum:
Als es langsam voller wurde, konnte man schnell erkennen, wer zusammen gehört. Es gab viele Paare, die aber offensichtlich (wer weiß, ob nur für diesen Abend) eher offen und locker mit ihrer Beziehung umgegangen sind. Sehr beeindruckend wie ich finde, aber für mich nur schwer vorstellbar. Außerdem gab es viele eingefleischte Gruppen, die sich scheinbar schon lange und gut kannten. Man konnte alle sehen, von netten Runden die quatschten, trank bis hin zum Partnertausch oder dem schlichten Voyeurismus untereinander. Dazu gab es viele Machtspiele zu beobachten. Oft kam es vor, dass man einen der Partner am Halsband und Leine sehen konnte. An sich gab es alles erdenklich auch vom Kleidungsstil. Von Postapokalypse (worauf ich ja wirklich sehr stehe) bis hin zu Horror-Clowns und Gala Kleidern. Ich weiß ja, dass meine kleine Welt nicht der durchschnitt ist, aber ich war überrascht, dass deutlich mehr Frauen den Dominante Part übernahmen. Eines der interessantesten Kostüme des Abends stammte von einem Paar. Vielleicht klingt es für euch nicht so spannend, aber das Bild was die beiden zusammen abgaben, hängt mir immer noch im Gedächtnis. Sie war ganz offensichtlich als Reiterin verkleiden. Eher angezogen und normal, wie man es sich draußen auf der Straße … naja eher auf einem Reiterhof vorstellt. Mit einer Leine in der einen Hand und einer Gerte in der anderen. Verfolgte man nun die Leine konnte man sehen, dass sie zum Hals ihres Partners führte. Er trug ein großes Pony Geschirr mit Ohren um den Kopf. Es passte einfach alles perfekt zusammen. Die laszive, strenge aber von außen 20190105_204600zurückhaltende Reittrainerin mit dem offensichtlichen Pony Pet im Anhang. Es war so konträr, dass es mir einfach wunderbar gefallen hat. Gerne möchte ich aber noch ein Outfit des Abends küren: einer der Herren hatte ein ganz Körper Latex Kostüm an mit passender Maske, schlicht in Schwarz und Weiß gehalten. Hab ihr schon eine Idee? Es stammt aus einem der berühmtesten Fantasie Universen … Ja genau. Wo Tom Hardy auch einen von gespielt hat. Immer noch keine Idee? Ich verrate es euch: er war als Stormtrooper verkleidet. Es hat einfach alles gepasst und ich möchte nicht wissen, wie viel sein Outfit gekostet hat, aber es viel auf, war ein Hingucker und einfach nur spektakulär. Irgendwann vergisst man selbst völlig, dass man eine Maske trägt und ist einfach mitten im Geschehen.

Die Playrooms und Shows:
20190105_234006Nach einiger Zeit ging ich auch die restlichen Räume erkunden und wanderte somit die Treppe nach oben. Dort gab es einen kleinen Vorhang, der den Raum abtrennte und dahinter durfte man so einiges erblicken. In den Nischen ging es ordentlich zur Sache. Ich finde es schön, dass jeder dem nachgehen konnte, wofür er an dem Abend erschienen ist, aber genug Respekt den anderen Gästen gegenüber hatte, sich dafür auch eine kleine Ecke zu suchen. Wer wollte stand mit gespannter Mimik daneben oder bat eine helfende Hand an. Es war schon ein spannendes Spektakel wie alle über die Zeit ihr selbst für den Abend herausließen. Da mich der Außenbereich, ein Balkon zum Rauchen, nicht sonderlich interessierte begabt ich mich runter und schaute mir nun die weiteren Räume an. Ich erhaschte einen Blick in den BDSM Playrooms. Ein gut ausgestatteter Raum mit wunderbaren Utensilien. Von einer Fesselbank bis hin zum Andreaskreuz und einigen Schlagutensilien war so ziemlich alles da, was man sich wünschen konnte. Und die Menge war auch schon fleißig dabei. Als ich meinen Blick so schweifen ließ viel mir auf, wie sehr ich selbst das alles vermisse. Die Leidenschaft, Intimität und das Gefühl gemeinsam etwas Verbotenes zu tun. Ich glaube, gerade für Paare ist das ein unfassbares Erlebnis. Gesehen zu werden und doch, wenn man möchte, für alle anderen unantastbar zu sein. Da läuft es mir kalt den Rücken runter. Über den Abend gab es natürlich durchgängig Musik und die DJs wechselten auch regelmäßig. Manchmal wurde es allerdings kurzzeitig etwas ruhiger, denn das Pult wurde schnell zur Seite getragen und schon war die Bühne frei für die Shows. Schnell sammelten sich die meisten soweit vorne, wie es nur ging und man hatte das Gefühl, dass alle gespannt ihren Atem anhielten. Über den Abend konnten wir so viele wunderbare Auftritte sehen, aber besonders der erste war sehr skurril. Es war eine Künstlergruppe die anfangs eine Art Ritus präsentierten. Zumindest ist es das, was ich interpretiere. Es wurde nicht gesprochen, sie hatten wilde Masken auf und es klang eine interessante Musik im Hintergrund. Nebel stieg auf und sie tanzen. Bis es letztlich zum Hauptakt kam und damit meine ich nicht Sex, denn diesen stellten sie halb angezogen in einer Art Ausdruckstanz dar und animierten die Menge zum Atmen und stöhnen. Ich weiß gar nicht so genau, wie ich es in Worte fassen soll, aber mit so etwas habe ich zum Beispiel nicht gerechnet. Einige beobachteten die Spektakel auf der Bühne, wenn möglich auch aus sitzenden Positionen, aber man konnte merken, wenn manche Shows eher zusagten und welche nicht. Ein weiteres spannendes Konzept war die kleine Ecke mit dem Namen „Pandoras Box“. Das hatte ich bisher weder gesehen noch davon gehört. An einem Seil hin ein schwarzer Karton, den man sich über den Kopf stülpen konnte. Da stand man dann nun und konnte von dem Partner oder von fremden verwöhnt werden. Es ist erstaunlich wie intensiv sich Berührungen anfühlen, wenn man sie nicht kommen sieht und genau das macht sie die Box zu nutzen. An und in dem Kasten, der daneben stand konnte man sich dafür Seile und ähnliche Utensilien fürs Spiel ausleihen. Aber natürlich hatten die meisten ihr eigenes Spielzeug mit dabei.

beispielraum
Beispiel Playroom von http://dominionsm.com/rooms/enclave/

Meine Erfahrungen:
Ich muss gestehen, dass ich sehr stolz darauf war, dass ich öfters zum Tanzen aufgefordert worden bin oder gefragt wurde, ob man mir nicht ein Getränk ausgeben könnte. Auffällig war aber vor allem, dass jegliches nein sofort akzeptiert wurde. Ich möchte unsere Community dafür an dieser Stelle ganz herzlich loben. Alle haben immer Angst, denken an Schläge und schlimmeres. Aber die Fetischszene an sich ist so viel mehr als das. Ich hatte wunderbare Gespräche mit Menschen meiner Altersklasse, deutlich älteren und mit Paaren. Ich habe so viele Eindrücke gesammelt und Menschen kennengelernt, dass ich hier nicht alles auch nur ansatzweise wiedergeben kann. Aber ein Thema war bei jedem Gespräch dabei. Es stellte sich heraus, dass die Menschen in Dänemark bei weitem prüder und zurückhaltender sind, als wir in Berlin. Die eine Dame (bei deren alter ich mich gekonnt um ganze 15 Jahre verschätzt hatte) schwärmte von ihren Erfahrungen in Berlin und wie gerne sie hier herkommt. Ich war fasziniert von ihren Erzählungen, fand es aber auch schade, als sie mir sagte, dass viele Leute an diesem Abend einiges Riskieren. Sie erklärte es mir so, dass es schlimm wäre dort erkannt zu werden. Wobei ich mir denke, wenn dich jemand erkennt und du denjenigen, wo liegt denn dabei das Problem? Ihr seid ja beide dort und müsst außerhalb ja nicht darüber reden. Aber die Kultur dort ist schlichtweg anders, wie mir alle meine Gesprächspartner vermittelten. Daher bin ich stolz so offen darüber reden zu können und vor allem zu dürfen. Es hat mich nur noch mehr in meiner Aufgabe bestärkt die Menschen für das schönste der Welt wach zu rütteln. Auch in Dänemark geht die Entwicklung langsam voran, lässt sich aber wie ihr sicher bemerkt habt, nicht mit Berlin vergleichen. Auffällig war, dass der Altersdurchschnitt bei ca. 30 Jahren lag. Es gab auch alles weit darüber und mit mir auch weit darunter. Aber das war ungefähr das Mittelsegment. Was dafür spricht, das die jüngere Generation anfängt sich zu zeigen und das heiße ich herzlichst willkommen. Ich kann nur wiederholen, was ich schon so oft gesagt habe: Keiner muss sich für das schämen, was er mag oder wer er ist und die Gesellschaft sollte keinen von uns verurteilen, solange wir niemanden etwas aufzwingen oder (in böser und angesprochener) Absicht schädigen.

Der Abend im Rückblick:
20190105_221543Ich kann euch nur ans Herz legen, eine Veranstaltung wie den Manifest Fetisch Maskenball oder ähnliches zu besuchen. Die üblichen Ängste sind völlig unangebracht. Keiner wird euch was aufzwingen, euch etwas in den Drink mischen oder euch weh tun. Nur wer zu etwas ja sagt, darf in leiser Aufregung darauf warten, dass es auch passiert. Der Abend hat mir meine eigene Sexualität wieder ganz bewusst in mein Gehirn gerufen und mich daran erinnert, wie sehr ich das alles lieben und schätzen gelernt habe. Besonders der Vergleich zwischen Dänemark und Deutschland war für mich das unerwartete am gesamten Abend. Ansonsten kann ich euch nur sagen, wie wunderbar die Atmosphäre war, wie gut es sich angefühlt hat alle Regeln brechen zu dürfen und einfach ich selbst zu sein über einen Abend hinweg. Das Schöne daran ist: ihr könnt es auch. Traut euch und geht doch einfach mit jemanden zusammen oder wer sich traut alleine aus. Manchmal reicht es schon den besten Freund dabei zu haben und sich alles in Ruhe anzugucken. Keiner erwartet von euch, dass ihr ungehemmt und nackt auf den Tischen tanzt. Für mich ist klar, dass ich gerne mit einem zukünftigen Partner zu so einer Veranstaltung gehen wollen würde. Ich bin fasziniert von der Welt, dem gesehenen und dem unbeschreiblichem Selbstbewusstsein, der mir dieser Abend verliehen hat.

Eure Lady Bluebird

Passion 2018 – Seite der Besucher

Wer sucht der findet und auf der Passion Messe gab es nicht nur einiges an Schätzen zu finden, sondern auch Horizont erweiterndes Material und Neues zu entdecken. Bei Kleidung für jeden Stil bei unglaublicher Materialvielfalt angefangen bis hin zu Toys und Zubehör für jeden Typ.

Über die Messe
Auf zwei Etagen aufgeteilt gab es laut Pressemappe über 112 Aussteller zu bewundern, Workshopkurse zu besuchen und auf 2 Bühnen extravagante Shows  aus Bondage, einer Menge Latexmode, Lust und Leidenschaft. Wer sich in der Szene auskennt hat sich hier mit Sicherheit sehr gut aufgehoben gefühlt und ist auf vielen Ebenen auf seine Kosten gekommen. Angefangen bei den 6 Spielzimmern von z.B. HBSM, BDSM-Lustrefugium und MTC Fetish Manufacture für kleine und große Keller bis hin zu Testvorführungen der verschiedenen Aussteller von Peitsche bis Rohrstock. Ich hatte die Möglichkeit mit vielen der Standbesitzer persönlich zu sprechen und genaueres über deren Angebote, Produkte und kreative Ideenwelt zu erfahren. Vertreten waren unter anderem Aussteller wie „Whips by Wolf“ oder „Fesselnde Wohnideen“. Sie haben mir mit Ihrer kompetenten Beratung, von soft bis hart, zur Seite gestanden und sich die individuelle Zeit genommen Ihre Produkte vorzustellen und sind auf Anwendungsmöglichkeiten und grundlegende Sicherheitshinweise zur Technik eingegangen.

Ein paar Aussteller im Überblick
Whips by Wolf beispielsweise haben einen breit gefächerten Pool an Peitschen in allen nur erdenklichen Farben und Ausführungen. Trotz allem muss nichts von der, wohl bemerkt handgefertigten, Stange gekauft werden, alle Produkte können auch individuell angefertigt werden und kaum ein Anliegen ist nicht umsetzbar. Mit ein wenig Wartezeit liefert die in Holland ansässige Firma Euren einzigartigen Leder-oder Metallwunsch nach Hause. Vor Ort hatten wir die Möglichkeit mit den Materialien auf Tuchfühlung zu gehen und für Neueinsteiger kann die Vielfalt der schon sehr überraschend sein. Jedes Produkt ist in seiner Verarbeitung so einzigartig, dass man sich im Klaren darüber sein sollte was genau man möchte. Vom leichten Reizen bis hin zu lustvollen Striemen. Auch die Anwendung will erprobt sein und einfach aus dem Handgelenk klingt tatsächlich simpler als es sein kann. Mit etwas Übung und Rhythmus wird Euch das jedoch bald gelingen.

Wer auf schweres Gerät mit einem kleinen Twist steht, sollte sich unbedingt einmal bei „Fesselnde Wohnideen“ umschauen. Besonders faszinierend war ein wundervoll gearbeiteter Garderobenständer, festmontiert an der Wand und aus edlem Holz. Ihr fragt Euch vielleicht, ob ich nicht doch auf der Baumarktmesse war? Nein, wir wurden selbst überrascht, mit ein paar Handgriffen wurde die geschmackvolle Wandgarderobe zu einem Andreaskreuz. Offen da und doch so gut unter aller Augen versteckt. Wer sich noch das nötige BDSM-Spielzeug besorgen wollte, wurde auch hier fündig.  handgearbeitete Bambusstäbe, Holzpeitschen mit dem gewissen Kick und das alles von bester Qualität. Ein flacher Bambusstab mit breiter Kante zog sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich und da probieren über studieren geht musste einer meiner Pressekollegen bereitwillig seinen Arm zur Verfügung stellen. Dieser Stab gibt einem nicht nur eine Option, denn durch die breite Kante kann man hier den zu empfindenden Schmerz individuell festlegen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und individuelle Designanfragen werden gerne umgesetzt.
Meinem Kollegen ist im Übrigen nichts passiert. 😉

Workshops
Ein weiteres Highlight der Passion Messe war das Workshop-Programm, welches von erotischer Fotografie und Pain Play bis hin zu Tüddeln für „Anfänger – Seile am Körper“ reichte. Wobei ich noch anmerken möchte, dass viele Workshop-Veranstalter sich nicht zurückgemeldet haben. Man musste sich selbst via E-Mail für die Workshop anmelden (diese waren übrigens kostenpflichtig). Ich finde es ehrlich gesagt sehr unhöflich sich gar nicht zurückzumelden, selbst wenn es nur eine Absage sein sollte. Viele der Kurse waren nämlich sehr schnell schon voll belegt. Ich weiß, dass die Veranstalter der Passion Messe dafür nichts können, trotzdem war das eine teilweise sehr frustrierende Erfahrung. Trotz der nicht ausreichenden Beschilderung für die Workshops war es uns möglich am letzteren der aufgeführten Workshops teilzunehmen und während der zweistündigen Lehrstunde viele Basics von Andrea Schwark von „Dirty Crate“ zu erfahren.
Viele der Teilnehmer waren wirklich Anfänger und nach einer kleinen Vorlstellungsrunde ging es gleich an wichtige Basics, No-Go´s und Sicherheitshinweise.
Selbst wenn man sich nicht in der BDSM Szene bewegt und einfach nur für sich zuhause neue Dinge ausprobieren möchte, kann ein kleines Fesselspiel ob nun für Aktive oder Passive seinen Reiz haben. Für manche ist der Umgangen mit Seilen vielleicht eine ferne Welt, für andere die bereits damit in Berührung gekommen sind, wie zum Beispiel Andrea ein Leben voller Kunst und Leidenschaft. Mit einer Leidenschaft die so hart und gebieterisch sein kann und doch so hingebungsvoll. Hier gehört absolutes Vertrauen und eine direkte Kommunikation mit zum Spiel. Wie gehen die einfachsten Knoten und wie wende ich sie an?

gebbon_catspaw_06
Quelle: http://www.datenschlag.org/howto/gebrauchsbondage/index2.html

Ein einfacher Knoten zum selbst-fesseln.

Achtet bei allen Fesselspielen immer darauf keine wichtigen Arterien, die Halsschlagader oder die Pulsadern abzuschnüren. Sollten eurem Partner Gliedmaßen einschlafen oder er sich unwohl fühlen haltet immer einen Seilschneider parat. Nur weil es ein simpler Knoten ist, heißt das noch nicht, dass ihr oder euer Partner euch daraus befreien könnt oder dieser Knoten sich nicht doch als sehr effektiv erweist. Manchmal nicht lange fackeln, sondern schneiden. Euer Partner oder auch ihr als passiver Part müsst nichts ertragen, was sich nicht gut anfühlt, schon gar nicht, wenn es um eure Gesundheit oder die eures Partners geht.

Cutter-Böker-Magnum-Strap-Cutter_mitScheide
Ein Seil-Cutter als Beispiel. Ich kann euch nur empfehlen euch einen zuzulegen!

Das richtige Seil
Während des Workshops haben Andrea und ihre Partnerin alle Materialien herum gehen lassen und so auch die verschiedenen Seile. Hier ist besonders entscheidend, was genau ihr mit eurem Seil machen möchtet; Jute, Hanfs, Baumwolle etc. Hier kommt es nicht nur auf das Aussehen an, Baumwollseile zum Beispiel werdet ihr in jeder erdenklichen Farbe finden, es ist jedoch auch die Funktionalität entscheidend. Wollt ihr Fesselspiele am Boden der der Luft?

Baumwollseile erhaltet ihr in zwei Varianten
Mit und ohne Seele. Was ganz schlicht bedeutet, ob das Seil einen Kern aus fest zusammen gewobener Wolle hat oder nicht. Hier obliegt es eurer persönlichen Präferenz, was fühlt sich für euch oder euren Partner besser an? Hier ein wichtiger Hinweis! Baumwollseile dürft ihr niemals für Spiele in der Luft verwenden, die Knoten können sich durch die Belastung schnell fest in das Material ziehen und nicht nur die Schlaufen drastisch verengen, sondern ihr habt keine Chance mehr diese Knoten zu lösen. Dies bedeutet wiederum schneiden! Selbst wenn euch das bei einem Spiel am Boden passieren sollte, probiert nicht lange herum befreit euren Partner zügig. Wie Andrea so treffend sagte: Ein Seil könnt ihr immer kaufen, aber keinen neuen Partner
Hinweis: Benutzt niemals Nylonseile. Nicht nur, dass die Knoten höchstwahrscheinlich nicht halten und man sich leicht an dem Material Verbrennungen zuziehen kann, es ist schlicht weg nicht für´s Bondage geeignet. Sollten eure Knoten halten, dann bekommt ihr sie nie wieder auf. Kauft alle Seile bitte direkt bei vernünftigen Seiten oder direkt bei Messen wie der Passion bei einem Aussteller. Der Bergsteigerladen ist hier nicht die richtige Adresse!

Kommunikation
Achtet auf euren Partner, hat er Durst oder muss er sich kurz ausruhen? Man möchte gar nicht glauben, was ein Körperbondage für eine lange Zeit in Anspruch nehmen kann. Liegen die Seile richtig oder wo platziert ihr eure Knoten. Nehmt euch immer genug Zeit und setzt euch niemals unter Druck zum Beispiel eine Zeitvorgabe zu erfüllen. Das Kaffeekränzchen mit der Freundin oder der Abend mit den Jungs sollte heute nicht mehr anstehen.
Zu viel möchte ich natürlich aber auch nicht vorne weg nehmen, denn ein Schnupperkurs bei Andrea lohnt sich für jeden, der sich mit diesem Thema anfängt zu beschäftigen oder einfach mal ein paar Basics wissen möchte. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, denn für einen Einstieg war sie wirklich eine wundervolle Lehrmeisterin und eine tolle Begleitung durch den Kurs, in dem sie uns mit Witz und Ernsthaftigkeit ihre Liebe für Bondage näher gebracht hat.

Abschlussworte zur Messe selbst
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Passion definitiv einen Besuch wert ist. Ein paar Abstriche gibt es jedoch. Wer alles erleben und einen guten Rundumblick über die Aussteller, die Workshops und die Autogramm- und Interviewstunden gewinnen möchte sollte sich überlegen an mindestens zwei der drei Tage anwesend zu sein. Der Eintrittspreis lag an den beiden Haupttagen (Freitag und Samstag) bei jeweils 20€ und am letzten Tag (Sonntag – halber Tag) bei 15€. Die Messeveranstalter haben ein nicht sonderlich großzügiges Rabattpaket für alle drei Tage angeboten, welches bei 50€ lag. Nach unserer Erfahrung nach zweieinhalb Tagen auf der Passion war verwaltungstechnisch eher durchwachsen. Der auf der Internetseite verfügbare Lageplan (möglicherweise nicht aktualisiert) kam nicht ganz hin und wir haben teilweise die Veranstalter die eingezeichnet waren nicht gefunden, obwohl die Passion sich lediglich auf zwei Stockwerke einer Halle beschränkte. Es wirkte alles sehr gedrängt und manchmal war die Trennung der Aussteller nicht klar zu erkennen.

Gerne hätten wir euch auch über die Passion Night berichtet, jedoch waren bereits alle Karten ausverkauft und für uns kein Platz mehr. Um ehrlich zu sein, hatte ich den Veranstalter direkt angefragt, als ich akkreditiert wurde, ob wir die Passion Nightbesuchen dürfen. (Also mehr als rechtzeitig) Allerdings kam bei der Begrüßung die Ansage, er hätte mir keine E-Mail zukommen lassen können, weil es nicht funktioniert hat. Um hier kurz einzuhaken, ich hatte bereits von ihm eine Bestätigungsmail für den Messebesuch bekommen. Daher frage ich mich, wieso die andere nach ‚mehrmaligem‘  Senden nie ankam.
Hier möchte ich auch noch anmerken, dass die Party bereits um 19:00 Uhr am Samstagabend stattfand und somit direkt in die Ausstellungszeit gefallen ist. Organisatorisch bin ich davon nicht überzeugt und auch nach Rücksprache mit einigen der Aussteller mit denen ich bereits in Zusammenarbeit stehe war der Veranstaltungsaufbau, wie der gesamte Ablauf über die drei Tage hinweg ziemlich chaotisch. Vor der Kulisse jedoch bekommt man dies als reiner Besucher jedoch nicht wirklich mit.

Mit Sicherheit sind wir als Berliner durch unsere Messe und die vielen Optionen die sich in der Hauptstadt bieten etwas verwöhnt, jedoch haben wir etwas mehr von der Veranstaltungsplanung und deren Umsetzung erwartet die etwas unstrukturiert wirkte. Nicht zuletzt mussten wir feststellen, dass es vor Ort extra ein kleines Restaurant gab. Sie boten dort auch mehrere Gerichte an, was aber nicht unbedingt für den kleinen Geldbeutel gedacht war. Vielleicht liegt das an mir, da ich oft nicht einsehe viel für essen zu bezahlen, aber 3 Königsbergerklopse mit etwas Soße und Kartoffeln für etwas über 10 € finde ich sehr happig. Trotzdem war das essen genießbar und tat nach einem langen Tag auf der Messe mehr als gut. Aber genau da zeigte sich für uns Berliner das nächste Problem. Nur vier Gerichte zur Auswahl zu haben über den ganzen Tag hinweg plus das Problem, dass man eventuell nicht alles davon isst waren eher… schmälernd. Die Messe selbst lag nach unserem erachten absolut nicht Zentral, so dass wir in der Nähe auch nicht hätten kurz etwas essen gehen. Daher fanden wir es ein bisschen enttäuschend bzw. einfach schade. Ich weiß auch, dass nicht jeder in der Intention hingeht alles zu erkunden, Gespräche mit Ausstellern zu führen und eigentlich die Zeit immer zu knapp bemessen ist. Dennoch gibt es immer wieder Menschen und auch Leute von der Presse bei denen dies zutrifft. Dahingehend fanden wir die Lösung mit dem Essen etwas unzureichend.

Nun, das war erst mal der grobe Überblick von uns und ich hoffe ihr versteht, dass uns die Messe auch durchaus gefallen hat, aber leider gab es genau so organisatorische Mängel die leider stark auffielen. Ich möchte euch allerdings ermöglichen, noch die Seite der Aussteller zu betrachten. Denn diese Medaille hat wirklich viele Seiten. Auch wenn wir uns auf der Messe verpasst haben, hat Peter von Shibaku mir seine Erfahrungen schriftlich zukommen lassen:

Hier geht es weiter zur Seite de Aussteller