Passion 2018 – Seite der Aussteller

Sicht der Aussteller
Ich habe zurzeit sehr eng mit Peter Wettstein, dem Autor der Shibaku Bücher, gearbeitet. Sowohl vor, währen und auch nach der Messe standen wir im stetigem Austausch zueinander. Daher möchte ich trotz all meiner eignen und von ihm unabhängigen Erfahrungen auch gerne die andere Seite präsentieren. Ich war selber sehr gespannt. Wer weiß, vielleicht stehe ich irgendwann auf der anderen Seite und warte bei meinem Stand auf euch. Daher fand ich es sehr interessant, mir anzuhören, wie es von den Ausstellern empfunden wird. Deswegen gebe ich nun Peter die Bühne und bedanke mich herzlichst für die Möglichkeit, seine Meinung hier mitteilen zu dürfen.           

Der Einstieg in das Messegeschäft          
Es gibt Shibaku ja noch nicht so lange. Das bedeutet, dass man uns noch nicht wirklich kennt und wir uns bemühen und beweisen müssen. Das ist für mich zwar mühsam aber doch verständlich. Etwas schwierig finde ich, dass die, „die schon länger hier sind“ das Gefühl haben, wir wollen ihnen etwas wegnehmen. (Klar wollte ich in der Fessel-Szene Fuß fassen, aber niemandem etwas wegnehmen und Heute habe ich meine eigene, am Fesseln neu interessierte Fangemeinde:) Das habe ich in der Schweizer Fessel-Szene so empfunden und an den Messen erlebt. So war es für uns nicht möglich, an der BoundCon auch nur ein Bild an einer Wand aufzuhängen… Ein Glück war es, dass Matthias Grimme meine Bücher super fand und mir bei Nicole von Eufory die Möglichkeit gab, einen Podest mit meinen Büchern zu liefern. So kam ich 2015 zum ersten Mal an die BoundCon. Auch im nächsten Jahr hatte ich keine Chance auf einen Platz. Da hat Michael vom Baumwollseil (mein bester Wiederverkäufer) vier Quadratmeter für mich gemietet. So waren wir wieder dabei.
Den ersten eigenen Messe-Stand haben wir im selben Jahr (2016) an der BoFeWo gehabt und ab dem folgenden Jahr waren wir auch an der BoundCon als Shibaku fest vertreten.

Übergang zur Passion
Dieses Jahr wurden wir von verschiedenen Ausstellern auf die Passion in Hamburg aufmerksam gemacht. Es sei eine Ausstellung, welche großes Potential habe und die Veranstalter bemühen sich um einiges mehr als andere. Zudem findet die Masse kurz vor Weihnachten statt und ist auf die nördlichen Länder und den englischen Sprachraum ausgerichtet. Das klingt wirklich super. Denn für Weihnachten habe ich die aufwendig von Hand gebundene Ausgabe im Angebot und für den englisch sprechenden Kunden die englische Ausgabe meiner Bücher. Das waren für mich die beiden Gründe, als Aussteller zuzusagen. Denn der Preis für den Stand-Platz ist teurer und der Weg nach Hamburg über 950 Kilometer lang, was ziemlich unverhältnismäßig ist. Da muss schon einiges verkauft werden.

Einige meiner Erfahrungen mit dem Veranstalter
Vom Veranstalter würde uns gesagt, dass speziell der englisch sprechende Kunde erreicht werden soll und das Weihnachtsgeschäft für uns interessant sein könnte. Die Messe wird  auch zweisprachig geführt werden. Vom Veranstalter wurden wir gebeten, für die Passion auch Werbung zu machen. Das habe ich gemacht und nach einem etwas größeren Werbebanner für die Shibaku-Homepage gefragt. Diesen habe ich auch erhalten. Als ich den Veranstalter darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Passion-Homepage am Computer und auf Mobilgeräten absolut nicht funktioniert, wurde der Internetauftritt etwas optimiert.

Werbung und Abmachungen
Das vom Veranstalter gelieferte Werbematerial wurde zuerst an die falsche Adresse geliefert, worauf ich gesagt habe ich werde es dort abholen. Dann haben sie es mir noch einmal geliefert, was unnötig war. Zudem wurden die Poster mit Gummis so eng eingepackt, dass sie total zerknittert und unbrauchbar in der Kartonbox ankamen. Für die Facebook-Beiträge von der Passion wurden wir gebeten, Bilder und Texte zu senden. Das habe ich gemacht. Leider wurde von der Passion kein Beitrag über uns erstellt und Shibaku mit keinem Wort erwähnt. Als wir den Standplan erhielten, stand da geschrieben, dass es noch Änderungen geben kann. Da wir hauptsächlich von Kleider-Anbietern umgeben waren, habe ich nach der Möglichkeit einer Umplatzierung gefragt. Das war leider nicht möglich. Als ich dann an der Messe mit einigen Ausstellern gesprochen habe, wurde mir gesagt, dass teilweise größere Standplätze als bestellt vergeben wurden. Es hätte locker irgendwo ein anderer Platz gegeben. Auch die 400 Brötchen, die der Veranstalter für die Aussteller jeden Morgen “geschmiert“ hat, sahen genauso aus… Geschmiert und etwas unappetitlich. Oder die Party-Tickets, die für Aussteller noch an der Messe verfügbar sein sollten waren nur am ersten Tag noch vorhanden und danach ausverkauft.

Im Kontakt mit den Veranstaltern:         
Der Veranstalter hat sich während der Messe nie gezeigt und gefragt, ob alles in Ordnung sei. Bis am letzten Tag, als Sie mit dem neuen Anmeldeformular an unseren Stand kam und fragte, ob wir das nächste Mal wieder kommen wollen. Da habe ich Ihr gesagt, dass einiges nicht so war wie angekündigt. Das wollte Sie absolut nicht so sehen. Auf meine Kritik, es seien kaum englisch sprechende Besucher anwesend gewesen, sagte Sie mir, dass Sie sehr viel englisch sprechen musste, was Sie absolut nicht gerne macht. Es hatte Ihrer Ansicht nach sehr viele englisch sprechende Besucher – Die haben sich einfach nicht für unsere Produkte interessiert. Ich habe aber alle Taschenbücher in Deutsch verkauft und musste am letzten Tag noch Bestellungen aufschreiben. Auf die Frage nach dem Aussteller-Mix hat Sie mir gesagt, dass die ganze Ausstellung sehr abwechslungsreich angeordnet worden sei und dass einigen Ausstellern weniger Platz gegeben wurde um das abwechslungsreiche Konzept zu erhalten. Als ich Ihr gesagt habe, dass wir von Textilanbietern umgeben seien, hat Sie gesagt es sei die gesamte Ausstellung total abwechslungsreich und nicht so wie ich es sehe. Ich kann mit solchen Leuten nicht kommunizieren und habe dann das Gespräch abgebrochen.

Sicht von anderen Ausstellern
In Gesprächen mit einigen Ausstellern habe ich erfahren, dass es nicht so war wie vom Veranstalter behauptet wurde.
– Auch bei anderen Anbietern wurde kaum ein englisch sprechender Kunde bedient.
– Es waren zu viele Aussteller, die um die Kunden werben mussten.
– Die Ansage des Veranstalters, er hätte über 50% mehr Karten im Vorverkauf verkauft, hat einige Aussteller dazu veranlasst einen Mittarbeiter zusätzlich mitzunehmen was die Ausgaben erhöht hat aber nicht so war.
– Die Aktionsfläche im Untergeschoss mit den Domina-Interviews hat angeblich niemanden interessiert.
– Die Bühne im Obergeschoss war so platziert, dass bei einer Show die Leute kaum durchgehen konnten.
– … Es gibt noch einige weitere Aussagen von Ausstellern, die mit dem Ablauf nicht zufrieden waren.

Abschlussworte
Ich habe wie an jeder Messe auch an der Passion Bücher gebunden, wovon ich in Hamburg keines verkauft habe. In der Zwischenzeit habe ich online alle verkauft… Es liegt also nicht an meinen Produkten. Hamburg ist nicht München. So, nun habe ich genug gemeckert. Es kann auch für uns nicht immer alles nur positiv verlaufen. Das gehört zum Leben und das ist gut so.
Wirklich schade finde ich, dass diese Veranstalter so resistent auf Anregungen und Kritik sind. Das sagen viele Aussteller. Ich habe auch an Dietmar von der BoFeWo geschrieben und dann nichts mehr gehört… Die haben irgendwie das Gefühl, wir müssten dankbar sein das sie so eine Veranstaltung auf die Beine stellen. Aber wenn die Aussteller nicht mehr kommen, dann bleiben auch die Besucher aus und dann ist bald Schluss.

Meine Abschlussworte:
Nun meine Lieben, danke das ihr euch die Zeit genommen habt sowohl Peters, als auch meinen Bericht zur Passion Messe 2018 zu lesen. Ich bin wirklich traurig darüber, dass sie insgesamt so negativ ins Gewicht fällt… aber ihr wisst, wie wichtig mir eine ehrliche Meinung ist. Insgesamt möchte ich einfach glauben, dass die Kritiken irgendwo doch nachträglich gehört und angenommen wurden und es dieses Jahr eventuell angepasst wird. Falls ich die Passion hier nach noch mal besuchen darf, bin ich gespannt auf dieses Jahr und würde auch gerne wieder darüber berichten. Falls ich nicht hin darf, sagt das für mich einiges über die Messe aus. Aber bleiben wir gespannt und schauen was und das Jahr bringen mag. ich möchte den Veranstaltern dennoch für den Besuch im letzten Jahr danken. Es ist schon beeindruckend, was zwei Menschen für eine Community auf die Beine stellen können. Es fehlt einfach noch der Feinschliff.

Eure Lady Bluebird, Kollegen und Peter

Wer es verpasst hat, hier gelangt ihr zum ersten Teil: Passion 2018 – Seite der Besucher

Latex Rock und T-Shirt

Es ist wirklich interessant, wie oft man Modells, Influencer oder wie sie sich alle schimpfen in Latex Outfits draußen auf der Straße sieht. Da gibt es wirklich alles an Kleidung, von Kleidern, über Hosen oder auch Shirts und alles dazwischen. Aber wie ihr wahrscheinlich wisst, ist Latex oftmals gar nicht so günstig, braucht Pflege und die Frage ist doch, ist es wirklich so Alltags tauglich? Handelt es sich wirklich um reine Fetisch-Kleidung? Auf diese und weitere Aspekte möchte ich heute eingehen. Denn ich habe von Lovehoney sowohl einen Latex Rock, als auch ein wunderschönes Oberteil aus Latex bekommen und mal ausprobiert (in verschiedenen Kombinationen), wie sich das im Alltag macht.

Ich wollte mich dem Thema Latex schon eine geraume zeit widmen, aber habe mich nie so ganz getraut. Es sieht dann doch immer sehr anreizend aus. Da habe ich mir Sorgen gemacht, ob ich so was außerhalb von einem Club überhaupt tragen kann oder sollte. Nun gut, dass ich auf Arbeit darauf achte, was ich trage, ist wieder was anderes. Als Babysitterin kann ich nun nicht ganz so frivol voll ausgehen. Aber sonst bin ich auch eher der bequeme Mensch. Ich ziehe zu Hause gerne meine bequeme Jogginghose an, auch wenn das jetzt einige schockieren mag. Immer gemacht bin ich nun wirklich nicht.

Also wurde es nun ernst. Meine zwei ersten Latex-Kleidungsstücke trafen ein und ich wollte sie sofort anziehen. Dass aller erste was ich bemerkte, war die zwar an sich bekannte, aber neue Textur. Ich wusste zwar, dass man oft sagt, es ist, wie eine zweite haut, aber ich dachte, dass das Material trotzdem etwas dicker sein würde. Ich hatte total Panik, dass ich es einfach mit meinen Fingernägeln kaputt reißen würde beim Anziehen. Aber keineswegs. Das Latex ist unsagbar strapazierfähig und war noch frisch eingepudert. Also musste ich es erst ein mal schön polieren, damit es glänzt. Es gibt verschiedene Produkte womit man das machen kann. Aber Lovehoney hat mir berichtet, dass man dafür auch ihr schönes Gleitgel auf Silikonbasis nehmen kann und mir prompt noch eine Packung davon mitgeliefert. Ansonsten könnt ihr das Gleitgel auch schon für 8,95 € bei Lovehoney erstatten. Also … Ab ans polieren. Für mich war es tatsächlich einfacher, dass erst im getragenem zustand zu machen, aber da kann ja jeder das Handhaben, wie es ihm leichter fällt.

Der Tragekomfort war im ersten Moment gar nicht zu beschreiben. Eng, aber nicht zu eng und kurz darauf hat man das Material kaum noch gemerkt. Es hat sich perfekt der Körpertemperatur angepasst und plötzlich verstand ich, wieso alle immer dazu ‚‘zweite Haut‘ sagen. Ich liebe Röcke und dieser hat sich wunderbar angeschmiegt und betont richtig schön meine kurven und Beine. Das T-Shirt saß etwas lockerer, da habe ich mich wohl ein bisschen für die falsche Größe entschieden. Die Brüste sitzen darin ganz gut und auch ohne BH. Nach unten hin fällt es aber doch etwas breiter aus, als ich bin. Aber das macht ja nichts. Zusammen sah das schon wirklich schick aus, aber ich habe auch probiert andere Kleidungsstücke dazu anzuziehen. Besonders den Rock fand ich einfach toll. Also habe ich beschlossen den auch glich mal draußen anzuziehen mit einer weißen Bluse dazu. So hatte ich auch gar nicht das Gefühl zu extrem auszusehen oder zu anstößig.

Der Rock war nicht zu kurz und nicht zu lang. Kurz über den knien hört er auf. Also hätte ich nicht gedacht, dass er groß Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich bin in der Stadt unterwegs gewesen, aber habe doch ein paar Blicke gemerkt und auch gesehen. Aber sich mal adrett und hübsch fühlen ist auch ganz angenehm. Keiner kam mir doof, aber ich habe mich ein bisschen bewundert gefühlt. Als hätte ich eine kleine Grenze überschritten. Das war so aufregend. Ich habe mich kein bisschen fehl am Platz gefühlt oder eingeschränkt. Genau so erging es mir auf mit dem T-Shirt. Das war unterwegs ja ohnehin unter meinem Mantel versteckt, da es langsam ja doch wirklich kalt draußen wird.

Ich war wirklich positiv von der stille überrascht, denn eigentlich ging ich davon aus, dass jeder Schritt von einem Quietschen begleitet werden würde. Aber Fehlalarm. Nichts dergleichen. Werder beim Rock noch beim T-Shirt.

Was mir noch durch den Kopf geisterte: Schauen jetzt alle in meine Seele und wissen, dass ich BDSM’lerin bin, nur weil ich Latex trage? Aber nichts, egal ob ich mit Bekannten (die davon nichts wissen) geredet habe oder einfach unterwegs Gespräche zustande kamen. Keiner kam auf die Idee mich blöd zu fragen, was ich den im Bett treibe, wo man mich sonst noch treffen kann oder wo ich den feiern gehe.

Die paar tage und Stunden in den Latex-Anziehsachen haben mir eine kleine, aber feine Welt eröffnet. Ich fühle mich darin wirklich wohl und es gibt noch so viel mehr, was ich anprobieren möchte. Vor allem hat es mir aber gezeigt (je nach Outfit versteht sich) kann man Latex auch Alltags tauglich machen, ohne sich gleich in einer Szene zu befinden oder um diese vielleicht auch ganz subtil ein bisschen ausleben zu können. Ich habe mich bestärkt gefühlt und bin mit einem ganz anderem Gefühl für mich selbst durch den Tag gegangen. Mit diesen beiden Produkten steche ich nur ein bisschen heraus, aber es reicht, um mich sexy zu fühlen. Genau so ist es natürlich möglich mit anderen Teilen der Rubber Girl Kollektion ein radikaleres Bild zu setzen, was sich eher für Clubs eignet. Hier mal ein paar Beispiele:

Schauen wir uns noch die Produkte und ihre wichtigsten Punkte an.

Latex T-Shirt

Dieses Latex-Top ist der Tankini der Latex-Welt. Es betont Ihr Dekolleté und schmeichelt Ihren Kurven, während es gleichzeitig Ihren Bauch bedeckt. Tragen Sie dazu einen Latex-Rock oder nur ein Höschen, um das einzigartige Gefühl zu genießen.
Preis: 39,95
Größen: S bis XL

Latex Rock 


Fantastischer, sexy Minirock aus Latex. Schlängeln Sie sich in diesen Rock und verwandeln Sie sich in eine unwiderstehliche Verführerin! Aus dickem, dehnbaren Latex gefertigt, für einen hautengen Look.
Preis: 29,95
Größen: S bis XL

Abschließend kann ich nur sagen, dass man sich, egal wie man orientiert ist, jederzeit mit Latex auch ganz subtil auseinandersetzen kann. Am meisten freut es mich, dass ich Latex jetzt auch in meinen normalen Tagesablauf einbringen kann, ohne mich falsch gekleidet zu fühlen. Es gibt so unsagbar viele Produkte aus Latex und die Rubber Girl Kollektion von Lovehoney gehört für mich zu den wenigen, die man sich gut leisten können und trotzdem in ihrer Qualität überzeugen. Sie lassen sich angenehm tragen, die Pflegehinweise werden mitgeliefert und sie sind trotzdem strapazierfähig und liegen gut an. Für mich steht daher fest, dass ich 10/10 Punkten einfach geben muss. Ich freue mich sehr, dass Latex nun eine neuen teil in meinem Leben einnehmen wird und es hoffentlich nicht nur bei diesen beiden Kleidungsstücken bleibt.

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Frohe Weihnachten und ein besinnlichen Fest mit euren Liebsten!
Eure Lady Bluebird