Passion 2018 – Seite der Aussteller

Sicht der Aussteller
Ich habe zurzeit sehr eng mit Peter Wettstein, dem Autor der Shibaku Bücher, gearbeitet. Sowohl vor, währen und auch nach der Messe standen wir im stetigem Austausch zueinander. Daher möchte ich trotz all meiner eignen und von ihm unabhängigen Erfahrungen auch gerne die andere Seite präsentieren. Ich war selber sehr gespannt. Wer weiß, vielleicht stehe ich irgendwann auf der anderen Seite und warte bei meinem Stand auf euch. Daher fand ich es sehr interessant, mir anzuhören, wie es von den Ausstellern empfunden wird. Deswegen gebe ich nun Peter die Bühne und bedanke mich herzlichst für die Möglichkeit, seine Meinung hier mitteilen zu dürfen.           

Der Einstieg in das Messegeschäft          
Es gibt Shibaku ja noch nicht so lange. Das bedeutet, dass man uns noch nicht wirklich kennt und wir uns bemühen und beweisen müssen. Das ist für mich zwar mühsam aber doch verständlich. Etwas schwierig finde ich, dass die, „die schon länger hier sind“ das Gefühl haben, wir wollen ihnen etwas wegnehmen. (Klar wollte ich in der Fessel-Szene Fuß fassen, aber niemandem etwas wegnehmen und Heute habe ich meine eigene, am Fesseln neu interessierte Fangemeinde:) Das habe ich in der Schweizer Fessel-Szene so empfunden und an den Messen erlebt. So war es für uns nicht möglich, an der BoundCon auch nur ein Bild an einer Wand aufzuhängen… Ein Glück war es, dass Matthias Grimme meine Bücher super fand und mir bei Nicole von Eufory die Möglichkeit gab, einen Podest mit meinen Büchern zu liefern. So kam ich 2015 zum ersten Mal an die BoundCon. Auch im nächsten Jahr hatte ich keine Chance auf einen Platz. Da hat Michael vom Baumwollseil (mein bester Wiederverkäufer) vier Quadratmeter für mich gemietet. So waren wir wieder dabei.
Den ersten eigenen Messe-Stand haben wir im selben Jahr (2016) an der BoFeWo gehabt und ab dem folgenden Jahr waren wir auch an der BoundCon als Shibaku fest vertreten.

Übergang zur Passion
Dieses Jahr wurden wir von verschiedenen Ausstellern auf die Passion in Hamburg aufmerksam gemacht. Es sei eine Ausstellung, welche großes Potential habe und die Veranstalter bemühen sich um einiges mehr als andere. Zudem findet die Masse kurz vor Weihnachten statt und ist auf die nördlichen Länder und den englischen Sprachraum ausgerichtet. Das klingt wirklich super. Denn für Weihnachten habe ich die aufwendig von Hand gebundene Ausgabe im Angebot und für den englisch sprechenden Kunden die englische Ausgabe meiner Bücher. Das waren für mich die beiden Gründe, als Aussteller zuzusagen. Denn der Preis für den Stand-Platz ist teurer und der Weg nach Hamburg über 950 Kilometer lang, was ziemlich unverhältnismäßig ist. Da muss schon einiges verkauft werden.

Einige meiner Erfahrungen mit dem Veranstalter
Vom Veranstalter würde uns gesagt, dass speziell der englisch sprechende Kunde erreicht werden soll und das Weihnachtsgeschäft für uns interessant sein könnte. Die Messe wird  auch zweisprachig geführt werden. Vom Veranstalter wurden wir gebeten, für die Passion auch Werbung zu machen. Das habe ich gemacht und nach einem etwas größeren Werbebanner für die Shibaku-Homepage gefragt. Diesen habe ich auch erhalten. Als ich den Veranstalter darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Passion-Homepage am Computer und auf Mobilgeräten absolut nicht funktioniert, wurde der Internetauftritt etwas optimiert.

Werbung und Abmachungen
Das vom Veranstalter gelieferte Werbematerial wurde zuerst an die falsche Adresse geliefert, worauf ich gesagt habe ich werde es dort abholen. Dann haben sie es mir noch einmal geliefert, was unnötig war. Zudem wurden die Poster mit Gummis so eng eingepackt, dass sie total zerknittert und unbrauchbar in der Kartonbox ankamen. Für die Facebook-Beiträge von der Passion wurden wir gebeten, Bilder und Texte zu senden. Das habe ich gemacht. Leider wurde von der Passion kein Beitrag über uns erstellt und Shibaku mit keinem Wort erwähnt. Als wir den Standplan erhielten, stand da geschrieben, dass es noch Änderungen geben kann. Da wir hauptsächlich von Kleider-Anbietern umgeben waren, habe ich nach der Möglichkeit einer Umplatzierung gefragt. Das war leider nicht möglich. Als ich dann an der Messe mit einigen Ausstellern gesprochen habe, wurde mir gesagt, dass teilweise größere Standplätze als bestellt vergeben wurden. Es hätte locker irgendwo ein anderer Platz gegeben. Auch die 400 Brötchen, die der Veranstalter für die Aussteller jeden Morgen “geschmiert“ hat, sahen genauso aus… Geschmiert und etwas unappetitlich. Oder die Party-Tickets, die für Aussteller noch an der Messe verfügbar sein sollten waren nur am ersten Tag noch vorhanden und danach ausverkauft.

Im Kontakt mit den Veranstaltern:         
Der Veranstalter hat sich während der Messe nie gezeigt und gefragt, ob alles in Ordnung sei. Bis am letzten Tag, als Sie mit dem neuen Anmeldeformular an unseren Stand kam und fragte, ob wir das nächste Mal wieder kommen wollen. Da habe ich Ihr gesagt, dass einiges nicht so war wie angekündigt. Das wollte Sie absolut nicht so sehen. Auf meine Kritik, es seien kaum englisch sprechende Besucher anwesend gewesen, sagte Sie mir, dass Sie sehr viel englisch sprechen musste, was Sie absolut nicht gerne macht. Es hatte Ihrer Ansicht nach sehr viele englisch sprechende Besucher – Die haben sich einfach nicht für unsere Produkte interessiert. Ich habe aber alle Taschenbücher in Deutsch verkauft und musste am letzten Tag noch Bestellungen aufschreiben. Auf die Frage nach dem Aussteller-Mix hat Sie mir gesagt, dass die ganze Ausstellung sehr abwechslungsreich angeordnet worden sei und dass einigen Ausstellern weniger Platz gegeben wurde um das abwechslungsreiche Konzept zu erhalten. Als ich Ihr gesagt habe, dass wir von Textilanbietern umgeben seien, hat Sie gesagt es sei die gesamte Ausstellung total abwechslungsreich und nicht so wie ich es sehe. Ich kann mit solchen Leuten nicht kommunizieren und habe dann das Gespräch abgebrochen.

Sicht von anderen Ausstellern
In Gesprächen mit einigen Ausstellern habe ich erfahren, dass es nicht so war wie vom Veranstalter behauptet wurde.
– Auch bei anderen Anbietern wurde kaum ein englisch sprechender Kunde bedient.
– Es waren zu viele Aussteller, die um die Kunden werben mussten.
– Die Ansage des Veranstalters, er hätte über 50% mehr Karten im Vorverkauf verkauft, hat einige Aussteller dazu veranlasst einen Mittarbeiter zusätzlich mitzunehmen was die Ausgaben erhöht hat aber nicht so war.
– Die Aktionsfläche im Untergeschoss mit den Domina-Interviews hat angeblich niemanden interessiert.
– Die Bühne im Obergeschoss war so platziert, dass bei einer Show die Leute kaum durchgehen konnten.
– … Es gibt noch einige weitere Aussagen von Ausstellern, die mit dem Ablauf nicht zufrieden waren.

Abschlussworte
Ich habe wie an jeder Messe auch an der Passion Bücher gebunden, wovon ich in Hamburg keines verkauft habe. In der Zwischenzeit habe ich online alle verkauft… Es liegt also nicht an meinen Produkten. Hamburg ist nicht München. So, nun habe ich genug gemeckert. Es kann auch für uns nicht immer alles nur positiv verlaufen. Das gehört zum Leben und das ist gut so.
Wirklich schade finde ich, dass diese Veranstalter so resistent auf Anregungen und Kritik sind. Das sagen viele Aussteller. Ich habe auch an Dietmar von der BoFeWo geschrieben und dann nichts mehr gehört… Die haben irgendwie das Gefühl, wir müssten dankbar sein das sie so eine Veranstaltung auf die Beine stellen. Aber wenn die Aussteller nicht mehr kommen, dann bleiben auch die Besucher aus und dann ist bald Schluss.

Meine Abschlussworte:
Nun meine Lieben, danke das ihr euch die Zeit genommen habt sowohl Peters, als auch meinen Bericht zur Passion Messe 2018 zu lesen. Ich bin wirklich traurig darüber, dass sie insgesamt so negativ ins Gewicht fällt… aber ihr wisst, wie wichtig mir eine ehrliche Meinung ist. Insgesamt möchte ich einfach glauben, dass die Kritiken irgendwo doch nachträglich gehört und angenommen wurden und es dieses Jahr eventuell angepasst wird. Falls ich die Passion hier nach noch mal besuchen darf, bin ich gespannt auf dieses Jahr und würde auch gerne wieder darüber berichten. Falls ich nicht hin darf, sagt das für mich einiges über die Messe aus. Aber bleiben wir gespannt und schauen was und das Jahr bringen mag. ich möchte den Veranstaltern dennoch für den Besuch im letzten Jahr danken. Es ist schon beeindruckend, was zwei Menschen für eine Community auf die Beine stellen können. Es fehlt einfach noch der Feinschliff.

Eure Lady Bluebird, Kollegen und Peter

Wer es verpasst hat, hier gelangt ihr zum ersten Teil: Passion 2018 – Seite der Besucher

Shibaku 1 – Basis und Grundlagen

Warum Shibaku? Ein Perfektionist hinter einem Buch
Peter Wettstein hat sich etwas zum Ziel gesetzt, und zwar ein Buch zu schreiben, das genau das hergibt, was er damals nicht gefunden hat. Lange Zeit hat er sich über das Thema Bondage und die damit verbundene Kunst des japanischen Fesselns befasst. Doch musste er feststellen, dass es als Neuling schwierig ist, etwas zum Lernen und Verstehen zu finden. Die Informationen sind zahlreich und oft überfordernd. Egal ob verwirrende Anleitungen, Videos oder ähnliches. Wie soll man herausfinden was gut und vor allem sicher ist? Aus diesem Gedanken heraus kam es zu einer großen Zusammenballung von Informationen und dem Besuch erstes ersten Workshop. So entstand aus dem vielem Wissen Stück für Stück das jetzige Buch Shibaku.

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– Peter Wettstein

Als ich das erste Mal ein Stück Seil in den Händen hielt, wusste ich noch nicht, dass ich mich eines Tages mit dem Binden von Büchern befassen würde. Es dauerte über zwei Jahre, bis das erste Buch fertiggestellt war. In dieser Zeit habe ich mein Wissen über das Binden von Personen erweitert und vertieft. Es wurde viel gefesselt, dann das erlernte Wissen zusammengetragen, dann analysiert, dann aufgezeichnet, dann ein Buch gebunden und dann wieder gefesselt So entstand das erste, von Hand gebundene Buch über das Binden von Personen.

Übersicht und Kapitel
Bei Shibaku handelt es sich  theoretisch um ein sehr fein ausgearbeitete Fachbuch, aber es verzichtet auf das Gefühl von langen und unverständlichen Textpassagen. Es ist wirklich gut verständlich geschrieben. Der Leser bekommt, wie der Untertitel es auch verspricht, auch eine gute Grundlagenkenntnis über das Fesseln. Peter Wettstein erklärt in seinem Buch, wie der interessierte Beginer sich Stück für Stück mit dem Thema vertäut machen kann. Entsprechend sind auch die Kapitel  strukturiert. Es beginnt mit einer angenehmenen Einleitung zum Thema “was ist Shibaku überhaupt, wo kommt es her und wie kam es zu dem Buch und dessen Aufbau“. Ich war anfangs über die Kürze der einzelnen Kapitel irritiert. Aber Peter  hat wunderbar die wichtigsten Informationen auf den Punkt gebracht. Als Leser bekommt nicht das Gefühl, dass unwichtige Sachen übersprungen wurden, um alles kurzzuhalten. Hier weiß jemand wie mit Worten umgegangen wird und seine Informationen gut vermittelt. Wissensdurstige Beginner sind hier genau am rechten Fleck. Da sich die einzelnen Kapitel noch weiter unterteilen, wird das Gesuchte schnell gefunden.

Nach der Einleitung befasst sich das nächste große Kapitel mit dem Seil an sich, gefolgt von einer kleinen Knotenlehre und Sicherheitshinweisen. Ich hatte wirklich große Sorge, dass ich hier nur Bahnhof verstehe. Ich bin seit vielen Jahren passiv, also als Gefesselte. Zwar habe ich auch in der passiven Rolle einiges gelernt, allerdings habe ich oft mehr genossen als gelernt. Daher war das Gebiet für mich auch relativ neu. Ich habe schon öfters Menschen über Knoten reden hören aber kaum etwas davon verstanden.. Ein Halber Schlag hier, ein Überhandknoten da, eine einfach Schlinge zur Erweiterung oder auch ein Palstek wie bei den Bergsteigern. Nun Ich wusste wirklich nichts darüber. Aber lasst mich euch beruhigen. Durch die wunderbaren Bilder wird jede Anleitung Schritt für Schritt dargestellt. Und ohne Übung ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe mich also hingesetzt, mein Seil in der einen Hand, das Buch neben mir auf dem Boden und einfach vieles ausprobiert und nachgemacht. Ich war wirklich überrascht, wie leicht es mir fällt den Schritten zu folgen und sie zu verstehen. Und so steigert sich das Buch von Kapitel zu Kapitel.

Jetzt wo wir schon viele wichtige Grundlagen gelernt haben, müssen wir natürlich auch noch wissen, wie wir die verschiedene Techniken überhaupt einsetzten sollen. Denn Knotenbinden ist zwar schön und gut, aber wir müssen ja auch wissen, wie wir das zu unserem Vorteil nutzen und was wir alles mit dem Seil anstellen können. Anbinden an Gegenständen, Seilverlängerungen bis zu Verzierungselementen mit dem übrig gebliebenem Seil erklärt Peter alles, was wir wissen müssen, bis wir dann zu den angeleiteten Fesselungen kommen. Auch wenn ich es schon erwähnt habe, muss ich hier noch mal sagen, wie grandios die Bilderanleitungen sind. Egal um welche Fesselung und um welchen Körperbereich es sich handelt, jeder kann den dargestellten Schritten problemlos folgen.. Wirklich gut finde ich auch, dass vieles aus dem Buch auch alleine ausprobiert werden kann. Hierbei ist die Karada (ein sogenanntes Seilkleid, was man gut unter oder auch über der Kleidung tragen kann) nicht so einfach alleine umzusetzen, dennoch ist Vieles alleine möglich – Aber Vorsicht, es könnte niemand da sein der helfen könnte.

In den nächsten beiden Kapitel befasst sich das Buch nun explizit mit Ober- und Unterkörperfesselungen mit oder ohne körperliche Einschränkungen. Ein sehr spannendes Thema wie ich finde. Auch hier gibt es teilweise Fesselungen, die alleine ausprobiert und geübt werden können.

Das letzte Kapitel heißt ‘Fessel-Tipps – mit Seil gebunden was nun? ‘. Ich finde dieses Kapitel unglaublich anregend. Denn ich glaube wirklich, dass gerade viele Anfänger sich darüber keine Gedanken machen. Wieso Fesseln wir eigentlich, was wollen wir fesseln und wozu? Und was machen wir, wenn wir damit fertig sind? Und genau diese Fragen soll das letzte Kapitel abschließend beantworten.

Feedback
Ich bin wirklich angetan von dem Shibaku Buch. Es eignet sich wirklich gut für alle, die sich selbst noch erfinden möchten, sich neu in diese Umgebung wagen wollen oder ihr wissen vertiefen möchten. Vorrang hat hier die Sicherheit und das Lernen von der richtigen Anwendung, sodass eine tiefe Verbindung zwischen dem Fessler und seinem Modell überhaupt möglich wird. Wer schon etwas weiter ist, keine Sorge. Peter hat bereits ein zweites Buch geschrieben, für all diejenigen, die nicht mehr nur die Basics lernen müssen. Jedes Kapitel ist zwar untergliedert, allerdings bietet das Buch kein direktes Inhaltsverzeichnis. Das finde ich ein bisschen schade, aber es stört nicht wirklich, da auf jeder Seite oben steht, in welchem der Unterkapitel ich mich aktuell befinde. Mit ein bisschen Zeit wusste ich dann recht schnell, wo ich was finde.

Alles auf einen Blick
Wie bereits in dem Zitat von Peter erwähnt, befasst er sich nicht nur für Shibaku selbst mit Seilen. Er bietet seine Bücher auch in wunderschönen und selbst gebundenen Versionen an. Diese könnt ihr hier erhalten: www.Shibaku.ch

Shibaku 1 – Basis und Grundlagen
2. Auflage: 2017, von Peter Wettstein
Seitenanzahl: 176, über 500 Illustrationen und mehr als 100 Schritt für Schritt Anleitungen
In Deutsch und englisch erhältlich
ISBN (Deutsch) 978-3-9524407-2-8
ISBN (Englisch) 978-3-9524407-7-3
Taschenbuch Version Preis: 35 CHF, ca. 31 EUR
Gebundene Version Preis: 125 CHF, ca. 110, 50 EUR

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Shibaku 2 – Takate-Kote und Oberkörper
Dieses Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, aber ich halte euch diesbezüglich gerne auf dem Laufendem. Dieses ist ebenfalls in Deutsch und Englisch erhältlich
Seitenanzahl: 176, über 500 Illustrationen und mehr als 100 Schritt für Schritt Anleitungen
ISBN (Deutsch) 978-3-9524407-3-5
ISBN (Englisch) 978-3-9524407-5-9
Ausgabe 2. Auflage
Taschenbuch Version Preis: 35 CHF, ca. 31 EUR
Gebundene Version Preis: 125 CHF, ca. 110, 50 EUR

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Bei Fragen wendet euch doch einfach direkt an Peter. Hier kommt ihr zu seinem Kontakt: Peter

Weiterempfehlung:
Mir gefällt der Stil in dem das Buch geschrieben wurde wirklich sehr. Es ist allgemein leicht verständlich und verzichtet auf unnötig komplizierte Fachsprache. Dennoch bekommt der Leser die Chance einiges zu lernen. Also rein verbal gesehen. Durch die vielen Anleitungen weiß sich jeder schnell selber zu helfen und wird von Kapitel zu Kapitel mehr in die Materie geleitet. Ich habe nun schon einiges selbst probiert und bin begeistert. Wie erwähnt eignet es sich auch wirklich für diejenigen, die sich mit dem Thema noch kein bisschen befasst haben, aber dies gerne in Angriff nehmen möchten. Was auch stark deutlich wird, ist der Unterschied zur allgemeinen BDSM Szene. Es erweckt auf keiner Seite den Eindruck, dass es sich um etwas aggressives, schädigendes oder ähnlich abstraktes handelt, Ich möchte die Szene selbst nicht schlecht reden, da ich mich als ein Teil dieser sehe, aber die Verbindung wird hier nicht hergestellt. Was ich als etwas wirklich Positives sehe. Es ist hier etwas Eigenständiges der eigenen Sexualität. Ein Nachschlagewerk, eine Fachliteratur zum Lernen und wachsen. Egal ob für sich selbst oder als Paar. Es wird im ersten Shibaku Teil auf viele verschiedene und auch sehr relevante Seiten des Stils eingegangen und wie man mit diesem im Allgemeinen umgehen kann. Der Leser merkt bei jeder Seite, dass dieses Buch mit Liebe, Hingabe und Respekt geschrieben wurde. Ich finde auch die Idee wirklich schön, dass Thema in der Herstellung mit einzubringen und die Bücher auch selbst gebunden angeboten werden. Dort merkt man natürlich noch mal mehr, wie viel Leidenschaft dahinter steckt. Es wird auch deutlich, wie viel Vertrauen es braucht um sich einander hinzugeben, sich zu kennen und Gefahren rechtzeitig zu deuten. Der Gesamteindruck ist einfach stimmig und beleuchtet alles Wichtige. Ich habe mich in das Buch verliebt und kann es kaum erwarten, den nächsten Teil zu lesen. Daher kann ich es euch nur wärmstens empfehlen und kann nur 10/10 Punkten vergeben für dieses kleine Meisterwerk.

Eure Bluebird

Spreizstange mit verschließbaren Ledermanschetten

Heute habe ich mal wieder etwas ganz anderes für euch. Kein Vibrator, Dildo oder Ähnliches, sondern eine Spreizstange mit verschließbaren Ledermanschetten von MEO. Ich möchte euch ein bisschen über die Stange selbst erzählen, was man damit so anstellen kann und wie das Testen war. Bestimmt habt ihr schon mit bekommen, dass ich der BDSM Szene nicht abgeneigt bin, aber mich auch nicht zum Hardcore Kern dazu zähle. So habe ich euch beispielsweise schon etwas über einen Bondage Workshop berichtet oder ein Anfänger Fesselset und Bondage Gurte von Vunovu. Das was in meiner Sammlung jedoch lange gefehlt hat war eine Spreizstange. Das Wunderbare an der MEO Webseite ist, dass ein jedes Herz hier höher schlägt bei der großen Auswahl.

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Wofür eine Spreizstange überhaupt gut?
Wer sich in dem Bereich nicht auskennt oder vielleicht noch generell keine Vorstellung hat, was so eine Spreizstange ist, solle aufmerksam weiter lesen. Die Spreizstange hat ihren eigenen Namen zum Ziel, nämlich etwas zu spreizen. Aber nicht etwa hinsichtlich des Penis oder der Vagina. Dabei bezieht man sich vorwiegend auf Beine und Hände/Arme. Die meisten Spreizstangen bestehen aus Holt oder Metall und haben an den Enden Löcher, Ösen oder Manschetten um beispielsweise Handgelenke oder Fußgelenke zu fixieren. Oft gibt es noch weitere Schnallen, um weitere Fesselutensilien befestigen zu können (Bspw. Seile). Bei meiner Spreizstange von MEO handelt es sich um ein Modell aus Edelstahl mit jeweils einer Fußfessel aus Leder auf jeder Seite. Hierbei handelt es sich nicht um eine einstellbare Spreizstange, was sowohl Vorteile, als auch Nachteile hat. Der größte Nachteil ist wohl, dass man sie nicht im Spreizgrad anpassen kann. Ein großer Vorteil davon ist dafür, dass man ein massives Konstrukt hat und keine Sorge vor auseinanderbrechenden oder instabilen Einzelteilen haben muss. Dafür muss man dann einfach beim Kauf überlegen, welche der von MEO angebotenen vier Größen man haben möchte. Dabei solltet ihr vor allem darauf achten, für was ihr sie verwenden möchtet, denn nicht alle können einen Spagat.

Gefühlstest:
Wie zuvor erwähnt besteht die Spreizstange aus solidem Edelstahl und ist daher ein kühles Material, was hierbei nicht stört. Sie hält alles stabil und fest. Sie ist auch recht leicht, da sie innen hohl ist und auf unnötige Verzierungen oder Verschraubungen verzichtet wurde. Die Manschetten sitzen in ihrer Halterung an den Enden recht fest, was sie etwas unflexibler macht. Dennoch sind sie sehr gut und weich gepolstert, lassen sich individuell einstellen und haben eine große Besonderheit. Bei dem typischen Schnallenverschluss hat man die Möglichkeit, die Fesseln abzuschließen hierfür kann ein normales Vorhängeschloss genutzt werden oder das digitale Selfbondage Zeitschloss MEOBOND. Dieses dient dazu, sich erst nach einer bestimmten, vorher eingestellten Zeit, zu öffnen (maximal 1000 Stunden). Ein sehr interessantes Schloss, bei dem man aber sich selbst oder den Partner gut einschätzen sollte. Die Fesseln lassen sich gut justieren uns sitzen sowohl an Hand- und Fußgelenken sehr angenehm. Meine Spreizstange ist 75 cm lang und lässt sich für beide Fesselungen gut benutzen. Der Abstand ist recht angenehm. Bei den Armen lässt es sich gut tragen und bei den Beinen kann es je nach Benutzung sehr anstrengend werden, was ja aber auch nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss. MEO gibt zwar keine Belastungstoleranz an, was bei der Spreizstange aber keines Wegs nötig ist. Sie ist offensichtlich so designet, dass man sie nicht zum Aufhängen benutzen sollte. Die Qualität ist wirklich angemessen für das Produkt. Alle Nieten sind fest, es gibt keine Schweißnähte, die unter Belastung überstrapaziert werden könnten und die Schrauben lassen sich nicht ohne weiteres verstellen oder ähnliches. Allgemein gesagt ist die Spreizstange eine wirklich runde Sache, da nirgendwo eine Gefahr bzw. ein Verletzungsrisiko besteht. Was mir zusätzlich gut gefällt, ist das sie nicht lackiert ist. Man hat den normalen Metalllook, welcher nicht extra schwarz überzogen wurde. Es reicht aus, dass die fesseln aus schwarzem Leder bestehen. So kann nichts abplatzen, es entstehen nicht so schnell kleine Kratzer und ihr hübscher Anblick bleibt bewahrt, auch nach mehrfacher Benutzung. Zumal ich die Option schön finde, es nicht nur bei der Spreizstange zu belassen. Durch die kleinen Metallringe an den Fesseln kann man beispielsweise von unten nach oben noch mit Bondageseilen arbeiten und den Anblick des gefesselten Partners noch verfeinern. Die Manschetten selbst lassen sich bis zu ca. 14 cm verstellen, was meinem Erachten nach völlig ausreicht. So sind sie weder zu eng, noch zu locker und können sowohl an die Fuß- oder Hangelenke angepasst werden. Eine Befreiung, wenn man erst mal gefesselt ist, ist hierbei ohne Hilfe nicht so einfach möglich. Also erfüllt sie ihren Zweck vollkommen.

 

Links ->             Vorhängeschloss                                                            MEOBOND

Anwendungsmöglichkeiten:
Es gibt vielerlei Einsatzmöglichkeiten für Spreizstangen. Besonders häufig werden sie aber mit der BDSM-Szene in Verbindung gesetzt, was aber nicht zwangsweise zusammen gehören muss. Die Beine des Partners sollten fest fixiert werden, sodass sie sich nicht einfach wieder schließen lassen. Dabei kann der gefesselte liegen oder auch stehen, beides hat seine Reize. Besonders ansehnlich ist es, wenn die Spreizstange (nicht zwangsweise um das ganze Körpergewicht zu halten) noch nach oben hin fest gemacht wird. So kann der gefesselte Partner sich dabei mehr entspannen und der andere Partner hat einen wunderschönen freien Anblick vor sich. Also letztlich profitieren beide davon. Trotzdem ist eine Abwechslung auch schön, egal ob Beine, Arme, im Stehen oder im Liegen. Eurer Fantasie sind nur wenig Grenzen gesetzt und die Spielmöglichkeiten vielfältig. Umso breiter die Stange, umso breiter sind natürlich die Beine auch gespreizt. Damit geht auch der Handlungsspielraum einher. Je nach Bedarf bietet MEO vier Modelle mit jeweils 25 cm Sprüngen an. Von 75 cm, 100 cm, 125 cm und 150 cm. Je nachdem was ihr wollt und wie bewandert ihr sei, solltet ihr ein bisschen darauf achten, welchen Abstand ihr nehmt. Mir haben die 75 cm für den Anfang gut zugesagt und waren ein guter Start.
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Preisleistung und Weiterempfehlung:

Für eine ausgefeilte Bondagesession mit hängen ist die Spreizstange nicht geeignet und auch nicht gedacht. Aber für alles andere eignet sie sich wunderbar. Egal ob man sich im BDSM Bereich befindet, ihn erkunden will oder völlig losgelöst von der Szene Erfahrungen sammeln will, hier kann man alles ausprobieren. Die Manschetten zum Fesseln sind wunderbar verarbeitet und auch aus echtem Leder. Die Stange selbst lässt kaum einen Wunsch offen und das Gesamtpaket passt einfach perfekt. Handling und Verarbeitung stimmen einfach und der Preis ist dafür legitim. Die Spreizstange hat einen Preis von 119,00 € was zwar im höheren Preissegment liegt, aber hier hinsichtlich der Qualität gerechtfertigt ist. Es ist keine Kleinigkeit, sondern eher was Besonderes. Von daher gibt es hier die volle Bewertung mit 10/10 Punkten. Die meisten Fesselliebhaber werden wissen, dass vieles aus dem Bereich recht teuer ist. Trotzdem rentiert sich nicht immer alles, was viel kostet. Das ist meistens nicht nur ärgerlich, sondern kann bei schlechter Qualität auch gefährlich werden. Keiner möchte sich während einer Session verletzten. Egal ob durch scharfe Kanten am Metall oder ähnliches. Aber hier ist die Stange jeden Cent wert. Vor allem braucht man keine Vorkenntnisse um hiermit Spaß zu haben. Von daher lasst euch verwöhnen, egal ob mit einem schönen Anblick oder mit entspannten, aufgehängten Beinen.

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Eure Bluebird

Lederfessel Rot mit Grau sind erotisch

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Vor einer Weile kam bei mir ein recht großes Paket von guela an. Dort drin waren zwei schöne, schwarze, edel aussehende Schachteln mit Metallverschluss und zwei hübschen Produkten. Sogar niedliche Bonbons zum Essen in Herzform und Visitenkarten des Shops waren beigelegt. In einer der ersten Box befand sich unser heutiges Produkt; Lederfesseln a la guela.

Gefühlstest:
Das Leder fasst sich sehr angenehm an. Ich meine sehr angenehm. Normalerweise sind Toys aus Leder relativ hart und unnachgiebig und müssen erst „eingearbeitet“ werden. Nicht so diese Handgelenkfesseln, sie schmiegen sich wunderbar angenehm an die Haut an, sind weich und flexibel, ohne jedoch an Stabilität einzubüßen. Die Streifen, die genutzt werden um die Fessel festzubinden sind angenehm lang, wodurch man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann, was das binden von Knoten, oder einbauen von Zierden, oder Schleifen angeht.Verspieltes_38_4

Maße und Material:
Die Fesseln sind aus sehr angenehmen Leder in zwei Farben (helles Bordeaux und braun). Das Leder hat eine Dicke von ca. 3 mm, hieraus sind zwei Lagen, eine rot, eine braun mit der Innenseite aufeinander genietet. Dies sind die breiten Teile der Handfesseln, die um die Handgelenke gelegt werden. An diesen sind an jeder Seite jeweils zwei schmale rote Lederstreifen eingearbeitet, die ca. 5 mm breit sind und ca. 40 cm lang. Diese werden genutzt um die Fesseln anzulegen und festzubinden.

Anwendung:
An beiden Handgelenkstücken sind außen jeweils ein messingfarbener Ring unter einem Stück rotem Leder angebracht. An diesen wird das Verbindungsstück befestigt, das das ganze erst zur Fessel macht. Das Verbindungsstück besteht aus einer üblichen Chromstahlkette, die in Rundringen endet, an welchen wiederum rote Lederstücke angebracht sind um die Kette mit den Karabinern zu verbinden. Mit diesen Karabinern wird das Verbindungsstück sehr einfach und intuitiv an den Handgelenkstücken angebracht. Die Kette macht einen stabilen Eindruck, sollte jedoch nicht allzu starken Belastungen ausgesetzt werden. Das Verbindungsstück wirkt etwas lang, ca. 50 cm. Man kann dies allerdings reduzieren, indem man die Kette mit dem Karabiner jeweils abwechselnd durch einen der Ringe an den Handgelenkstücken zieht. Man merkt also, es wird an jeden und jedes mögliche Spiel gedacht. Allgemein dienen die Fesseln, der Befestigung an den Handgelenken/Fußgelenken 😉 Wer gerne mehr über Fesselungen erfahren möchte, kann in meinem Bericht zum Bondage Kursnachlesen.

Qualität:
Die Verarbeitung der Fesseln ist insgesamt gut, jedoch teilweise etwas unsauber. Die breiten Stücke sind etwas schief aufeinander genietet und das Leder ist leicht fusselig, was jedoch dem Material geschuldet ist und dem gesamten Look kein Abbruch tut. In der Lederverarbeitung werden die Schnittkanten üblicherweise nachgemalt und abgerundet um dem ganzen Stück die „Kantigkeit“ zu nehmen. Die Kanten wirken hier leider nicht abgerundet, was jedoch nur auffällt, wenn man sich mit Lederverarbeitung auseinandergesetzt hat. Dies ist allerdings meckern auf hohem Niveau und wird nur bei sehr genauem Hinschauen deutlich. Als jemand, der sich extra für den Bericht einen Freund für ein erkennendes Auge gefragt hat muss ich ehrlich sagen, dass ich keine Makel oder Auffälligkeiten gesehen habe.
Abgesehen hiervon sehen die Fesseln mit dem dunkleren Braunton und zarten Rot in Kombination mit den anthrazit-, silber-, und messing-farbenen Nieten sehr geschmackvoll aus und sind, trotz der glänzenden Metallteile recht zurückhaltend.

Modelle:
Bei guela gibt es unter der Rubrik ‚Fesseln‘ zwei verschiedene Grundmodelle. Einmal eine, welche primär aus dünnen Lederschnüren und Metall besteht und jene, die ich euch heute vorstelle. Von den Lederfesseln gibt mehreren Variationen, sowohl hinsichtlich der Farben, als auch der Nietenanordnung, welche jede einen individuellen Namen tragen. So heißen meine erwählten mit vollem Namen des Models: Lederfessel rot mit grau sind erotisch. Ich finde die Idee der Namensgebung sehr niedlich. Zuerst die Beschreibung des Artikels (Lederfessel), dann dir Farbe (rot und grau) und der individuellen Kurzbeschreibung (sind erotisch). Meine haben dieselben Farben, nur umgekehrt. So ist die Namensgebung durch die ganze Seite gezogen. Sehr geschmackvoll wie ich finde. Aber zurück zum Thema. guela bietet eine große Auswahl in jeder Rubrik, so dass es für jeden das Besondere gibt.

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Weiterempfehlung:
Insgesamt mag ich die Handgelenkfessel sehr gerne. Das angenehme Leder in geschmackvollen Farben in Kombination mit der angenehm schweren und stabilen Kette machen diese Fessel zu einem in meinen Augen nicht nur Zierde, sondern auch strapazierfähiges Toy, was mir gerade im Bereich der Fesselungen sehr gut gefällt. Sie lassen sich wunderbar in ein Vorspiel oder das direkte Liebesspiel integrieren und fühlen sich wunderbar beim Tragen an. Die Lederfesseln kosten stolze 97 €, was aber mit etwas Hintergrundwissen mehr als gerechtfertigt ist. Denn alle guela Produkte sind in ihrer Qualität sehr überzeugend, sind 100% made in Östereich und jede Stück ist eine besondere Einzelanfertigung, daher hier nichts in großer Massenproduktion von Maschinen gefertigt wird. Ganz im Gegenteil. Hier weiß man wer dahinter steckt und mir gefallen nicht nur die fesseln. Wer etwas möchte, über dass er sich lange freuen kann und auch lange Spaß mit den Produkten haben möchte, sollte die Chance nicht verpassen. Den ‚Fesseln‘ war nur einer von acht spannenden Menüpunkten im Shop. Wer mehr erfahren möchte, sollte unbedingt vorbei schauen. Von mir gibt es eine Satte 10/10, den alle angemerkten Mini-Kritiken waren für mich nicht ersichtlich und da man eine 9.5 aufrundet bleibt es bei der 10.

Eure Bluebird

Einen besonderen Dank an L.T., welcher mir mit dem Review durch sein Hintergrundwissen geholfen hat.

Arm Binder

Ich hatte das Glück, den Arm Binder – Strict von Fourtasm testen zu dürfen. Daher ich euch gerne mit etwas mehr Bondage und BDSM Themen versorgen wollte, passt dieses Produkt perfekt dazu. Aber keine Scheu, es handelt sich um nichts Extremes. Lest es euch einfach mal durch.

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Verpackung: Der hübsche Arm Binder kam in einem kleinen, neutralen Karton bei mir an. Die eigentliche Verpackung zeigt das Produkt einzeln und wie es angewandt wird. Viel Beschreibung braucht es hier nicht und gab es auch nicht. Da es sich hier um ein hybrid zwischen Kleidung und Spielzeug handelt, wird dieses Review eventuell auch nicht so lang ausfallen, wie die bisherigen. Aber ich gebe mir die beste Mühe, euch alle Informationen darüber zu vermitteln.

Anwendung: Der Armbinder dient der Fixierung von Armen. Über die Oberarme wird das Geschirr festgebunden und festgebunden. Dafür gibt es zwei einstellbare Riemen links und rechts. Dann geht ein gerader Gurt nach unten und hat am Ende eine große Manschette. Hier werden vor oder hinter dem Rücken die Unterarme reingelegt und befestigt. Insgesamt gibt es noch etwas Spiel um sich zu bewegen, aber die Arme kriegt weder er, noch sie, da raus.

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Qualität: Der Arm Binder besteht aus Leder und Metall und sorgt für eine feste Fixierung. Zwar dauert es etwas, bis man alles befestigt hat, aber es lohnt sich. Es ist sehr komfortabel und kann je nach Bedarf etwas locker, fest oder sehr fest gebunden werden. Entsprechend kann auch jeder dies trage, egal, ob dünn oder etwas beleibter. Die Riemen strecken sich auch nicht und bieten so immer wieder kehrenden Spaß. Das Leder ist wunderbar und anfangs etwas steif. Man muss das Leder erst eintragen, was ungewohnt sein kann. Aber mit der Zeit wird es immer weicher. Nichts reißt, alles ist gut verarbeitet und es gibt auch keine unangenehmen Nähte oder etwas, was am Körper reiben würde beim tragen.

Preis- Leistung: Das Geschirr kostet ca. 45 $ also knapp 37 € und ist somit noch sehr kosten günstig. Es ist genauso anwendbar, wie man es von der Verpackung her erwartet und kann für alle möglichen Fantasien, Ideen und Anreize für das Schlafzimmer genutzt werden. Es gibt noch viele andere Geschirre, allerdings kann man diesem hier nichts falsch machen. Im Vergleich ist der Preis im Verhältnis zur Qualität wirklich hervorragend. Fourtasm bietet noch weitere Bondage Möglichkeiten, stöbert doch einfach mal durch den Shop. Aber der Arm Binder hat mir sehr gut gefallen und trägt sich wunderbar. Um einfach mal etwas auszuprobieren, zu experimentieren oder einen Schritt weiter zu gehen, ist dieses Geschirr wirklich perfekt.

Weiterempfehlung: Wie ihr bereits gemerkt habt, gefällt mir der Arm Binder sehr gut. Ich bin von seiner Qualität begeistert und er hält was er verspricht. Es handelt sich um etwas langlebiges, was man immer wieder neu in Szene setzten und benutzen kann. Egal ob als Profi, als BDSM Session oder einfach als Neueinsteiger. Es vereint Komfort, Kleidung und Spielzeug in einem und sorgt durch die eigene Fantasie, sowohl beim Träger als auch dem Fesselnder, für eine ganz andere Art der Stimulation. Lasst eurer Fantasie freien Lauf und schaut, wo sie euch hinführt. Nur bitte ich euch, auf die Grenzen des Partners acht zu geben. Wer noch etwas mehr über Bondage selbst erfahren möchte kann meinen Bericht zu einem Bondage Workshop hier nachlesen: Bondage Workshop 
Oder lest das Interview mit der Personal Trainerin Eru von Berlin Ropes: Interview

Eure Bluebird