Esche Plug Rocket Biggie

Ganz überraschend habe ich ein Paket von Weppy bekommen. Ich habe mich riesig gefreut, denn ich lasse mich zum einen gerne überraschen, zum anderen durfte ich ja bereits den Sapeli Mahagoni Master testen und war damals schon schwer begeistert. Heute stelle ich euch den Esche Plug Rocket Biggie vor. Dabei möchte ich auch ein bisschen auf das Thema Analsex im Allgemeinen eingehen.

Einleitung zum ersten Mal Anal
Analsex ist wirklich eine schöne Sache, auch wenn aller Anfang nicht ganz leicht ist. Man muss sich emotional darauf einlassen können und beide Partner (oder auch beim selbst ausprobieren) sollten vorsichtig sich an das Thema heranwagen und ein bisschen informieren. Hierfür empfehle ich euch ganz herzlichst meinen Bericht zum Workshop Anal für Anfänger (ein wunderschöner Dreiteiler, einfach auf das Wort Workshop drücken und schon seid ihr da).
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Verpackung
Der hübsche Rocket Biggie kam in einem kleinen, neutralem Karton an. Dort lagen noch Postkarten und noch ganz viele süße kleine Weppy Logo Buttons mit drin. Ich habe mich riesig darüber gefreut. Bleibt schön aufmerksam für Gewinnspiele auf meinem Instagram Account. Den in nächster Zeit werde ich die Buttons und Karten mit verschicken! Nicht zu vergessen, mein hübscher Rocket Biggie. Dieser lag wie üblich in einem schönen Beutel, mit Kordel zum zu knoten. Genau auf die Größe angepasst. So lässt er sich überall gut und diskret verstauen.

Aussehen
Der Rocket Biggie ist letztlich nicht anderes, als ein wunderschöner Holzdildo, welcher anatomisch für den After designet wurde. Er hat eine wunderschöne Maserung und ist sauber und glatt verarbeitet. Durch seine Lackierungen und anderen Behandlungen müsst ihr auch keine Angst vor Splittern haben. Er fühlt sich sehr angenehm an und wurde sehr gut verarbeitet. Auch am Fuß gibt es keine kleinen Kanten oder Einkerbungen, die stören könnten. Safety first wird hier sehr groß geschrieben. Er ist ca. 10 cm lang und hat einen Durchmesser von ca. 4 cm an der dicksten stelle. Was nun für den anal Gebrauch nicht wenig ist (finde ich). Der Fuß dient als Stopper und sorgt dafür, dass nichts verschwinden kann.

Material und Pflege
Holz ist eines der natürlichsten Materialien, welche wir noch überall fast finden können. Viele Holzarten werden etwas war, was oft als sehr angenehm empfunden werden kann. Auf jeden Fall ist es schöner als kaltes Metall irgendwo einzuführen. Jeder Dildo und Plug von Weppy ist ein Unikat, da jedes Holz eine einzigartige Maserung hat und somit kein Replikat erschaffen werden kann. Nicht zuletzt ist Holz auch ein recht nachhaltiges Produkt. Sie halten ewig, es sei den man beschädigt sie selber. Dazu brauchen sie keine komplizierten Techniken, die defekt gehen könnten und haben somit eine leichte Pflege. Das Holz wurde dreifach lackiert auf Wasserbasis und ist somit gut versiegelt. Hierbei handelt es sich um Haut freundliche Materialien, welche auch für Kinderspielzeuge genutzt werden. So kann weder die vaginale, noch anale Flora angegriffen werden. Bakterien, Keime und Feuchtigkeit haben keine Chancen an eurem Weppy Produkt zu haften. Wascht euren Rocket Biggie einfach nah jeder Benutzung oder nehmt einen milden Toycleaner und er sollte ewig halten.

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Anwendung und Gefühl
Der Plug lässt sich durch seine konische Form sehr leicht einführen. Das klingt komplizierter, als es ist. Konisch meint lediglich, dass er oben zu einer abgerundeten Spitze zusammenläuft und unten dicker wird. Dann macht er wieder einen Schwung nach außen und läuft zu einem breiten und kreisrunden Stopper/Standfuß zusammen. So könnt ihr ihn auch adrett an die Seite stellen, wenn ihr schon wisst, dass er z. B. Abends benutzt werden soll. Wenn man sich erst mal an das Thema Anal(Sex) herangetraut hat, kann es wirklich viel Spaß bzw. Lust bereiten. Hier haben nämlich bei einem Duo-Abenteuer gleich beide Partner Spaß von (leider kann ich hier nur von Frau X Mann sprechen, aber lest erst mal weiter). Wenn Sie den Plug trägt, kann Er dazu noch vaginal Stimulieren. Das macht Sie nicht nur empfindlicher durch die doppelte Stimulation, sondern zwangsweise auch enger im vaginalen Bereich. Somit wird Er gleich etwas mit stimuliert, da alles etwas enger ist. Ein klares Plus für beide.

Warum ein Plug ohne Vibration?

Durch [… Vibration] hat man einen schnellen Orgasmus, damit werben die Hersteller von Vibratoren. Wir hingegen wollen keinen schnellen Genuss, sondern einen längeren, spielerisch erzeugten Orgasmus. Mit unseren Holzdildos erleben sie ein Spiel bis hin zum Orgasmus. Ein Weppy erhöht die Aufmerksamkeit für den Partner und beide haben so mehr Spaß an ihrem Sexleben. Es ist erwiesen, dass bei dauerhafter Stimulation mit einem Vibrator die Sensibilität abnimmt, und die Frau meist nur noch durch die künstlichen Vibrationen zum Höhepunkt gelangt.

Modelle und Preis
Ich finde den Rocket Biggie seinem Namen entsprechend schon recht breit. Wenn man aber geübt ist oder auch einen erfahrenen Partner hat, macht das nichts. Wer es dennoch etwas schmaler mag, kann auf seinen kleinen Bruder zurückgreifen. Den Esche Plug Rocket Standard ist zwar auch ca. 10 cm. Lang, hat dafür aber einen maximalen Durchmesser von 3 cm. Ihn erhaltet ihr aktuell für 26,25 € statt 30 €. Wer sich. Wer sich aber nicht von der Größe abschrecken lässt, kann den Rocket Biggie für 30 € statt 40 € aktuell kaufen. Ich würde nicht zulange warte. Er eignet sich nicht nur gut als eigenes, Weihnachtsgeschenk, was man sich vom Weihnachtsgeld kaufen kann, sondern auch allgemein. Er bereichert das Liebesleben um einiges. Hier ein Größenvergleich der beiden Modelle.

Weiterempfehlung
Ich finde es klasse, dass Weppy ihre Plugs in zwei Größen anbietet, so kann man entscheiden, wie weit man sich traut und langsam seine Erfahrungen sammeln, oder sich weiter trauen als möglicherweise zuvor. Ich finde Holz als Material einfach unglaublich spannend und besonders schön anzusehen. Außerdem reizt mich der Gedanke, dass niemand da draußen jemals diesen besonderen Plug besitzen kann. Zwar eventuell einen ähnlichen, zumindest was die Form angeht, aber niemals in Farbe und Maserung. Nicht zu vergessen, dass Weppy wirklich qualitativ hochwertige und besonders sichere Produkte fertigt. Man hat ein Leben lang was davon und ist wie erwähnt sehr nachhaltig. Falls jemals etwas passiert und er kaputtgeht, muss ich dafür nicht mal den Müll trennen. Mich überzeugt das Gefühl und Weppy’s Konzept. Auch der Preis stimmt hier meiner Meinung nach, da wir nicht vergessen sollten, wie aufwendig die Produktion ist und nicht einfach wie viele Produkte auf dem Fließband schon zusammen gebaut werden. Nun gut, durch seine ökonomische Grundhaltung wird darauf ja ohnehin verzichtet. Allgemein gesagt, ist der Esche Plug Rocket Biggie oder auch Standard für jeden etwas, der sich anal ausprobieren möchte oder weiß, dass er daran Spaß hat. Hierbei spielt das Geschlecht natürlich keinerlei Rolle. Daher gebe ich dem  Esche Plug Rocket Biggie 10/10 Punkten. Mich hat er rundum zufrieden gestellt.

Eure Lady Bluebird

Passion 2018 – Seite der Besucher

Wer sucht der findet und auf der Passion Messe gab es nicht nur einiges an Schätzen zu finden, sondern auch Horizont erweiterndes Material und Neues zu entdecken. Bei Kleidung für jeden Stil bei unglaublicher Materialvielfalt angefangen bis hin zu Toys und Zubehör für jeden Typ.

Über die Messe
Auf zwei Etagen aufgeteilt gab es laut Pressemappe über 112 Aussteller zu bewundern, Workshopkurse zu besuchen und auf 2 Bühnen extravagante Shows  aus Bondage, einer Menge Latexmode, Lust und Leidenschaft. Wer sich in der Szene auskennt hat sich hier mit Sicherheit sehr gut aufgehoben gefühlt und ist auf vielen Ebenen auf seine Kosten gekommen. Angefangen bei den 6 Spielzimmern von z.B. HBSM, BDSM-Lustrefugium und MTC Fetish Manufacture für kleine und große Keller bis hin zu Testvorführungen der verschiedenen Aussteller von Peitsche bis Rohrstock. Ich hatte die Möglichkeit mit vielen der Standbesitzer persönlich zu sprechen und genaueres über deren Angebote, Produkte und kreative Ideenwelt zu erfahren. Vertreten waren unter anderem Aussteller wie „Whips by Wolf“ oder „Fesselnde Wohnideen“. Sie haben mir mit Ihrer kompetenten Beratung, von soft bis hart, zur Seite gestanden und sich die individuelle Zeit genommen Ihre Produkte vorzustellen und sind auf Anwendungsmöglichkeiten und grundlegende Sicherheitshinweise zur Technik eingegangen.

Ein paar Aussteller im Überblick
Whips by Wolf beispielsweise haben einen breit gefächerten Pool an Peitschen in allen nur erdenklichen Farben und Ausführungen. Trotz allem muss nichts von der, wohl bemerkt handgefertigten, Stange gekauft werden, alle Produkte können auch individuell angefertigt werden und kaum ein Anliegen ist nicht umsetzbar. Mit ein wenig Wartezeit liefert die in Holland ansässige Firma Euren einzigartigen Leder-oder Metallwunsch nach Hause. Vor Ort hatten wir die Möglichkeit mit den Materialien auf Tuchfühlung zu gehen und für Neueinsteiger kann die Vielfalt der schon sehr überraschend sein. Jedes Produkt ist in seiner Verarbeitung so einzigartig, dass man sich im Klaren darüber sein sollte was genau man möchte. Vom leichten Reizen bis hin zu lustvollen Striemen. Auch die Anwendung will erprobt sein und einfach aus dem Handgelenk klingt tatsächlich simpler als es sein kann. Mit etwas Übung und Rhythmus wird Euch das jedoch bald gelingen.

Wer auf schweres Gerät mit einem kleinen Twist steht, sollte sich unbedingt einmal bei „Fesselnde Wohnideen“ umschauen. Besonders faszinierend war ein wundervoll gearbeiteter Garderobenständer, festmontiert an der Wand und aus edlem Holz. Ihr fragt Euch vielleicht, ob ich nicht doch auf der Baumarktmesse war? Nein, wir wurden selbst überrascht, mit ein paar Handgriffen wurde die geschmackvolle Wandgarderobe zu einem Andreaskreuz. Offen da und doch so gut unter aller Augen versteckt. Wer sich noch das nötige BDSM-Spielzeug besorgen wollte, wurde auch hier fündig.  handgearbeitete Bambusstäbe, Holzpeitschen mit dem gewissen Kick und das alles von bester Qualität. Ein flacher Bambusstab mit breiter Kante zog sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich und da probieren über studieren geht musste einer meiner Pressekollegen bereitwillig seinen Arm zur Verfügung stellen. Dieser Stab gibt einem nicht nur eine Option, denn durch die breite Kante kann man hier den zu empfindenden Schmerz individuell festlegen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und individuelle Designanfragen werden gerne umgesetzt.
Meinem Kollegen ist im Übrigen nichts passiert. 😉

Workshops
Ein weiteres Highlight der Passion Messe war das Workshop-Programm, welches von erotischer Fotografie und Pain Play bis hin zu Tüddeln für „Anfänger – Seile am Körper“ reichte. Wobei ich noch anmerken möchte, dass viele Workshop-Veranstalter sich nicht zurückgemeldet haben. Man musste sich selbst via E-Mail für die Workshop anmelden (diese waren übrigens kostenpflichtig). Ich finde es ehrlich gesagt sehr unhöflich sich gar nicht zurückzumelden, selbst wenn es nur eine Absage sein sollte. Viele der Kurse waren nämlich sehr schnell schon voll belegt. Ich weiß, dass die Veranstalter der Passion Messe dafür nichts können, trotzdem war das eine teilweise sehr frustrierende Erfahrung. Trotz der nicht ausreichenden Beschilderung für die Workshops war es uns möglich am letzteren der aufgeführten Workshops teilzunehmen und während der zweistündigen Lehrstunde viele Basics von Andrea Schwark von „Dirty Crate“ zu erfahren.
Viele der Teilnehmer waren wirklich Anfänger und nach einer kleinen Vorlstellungsrunde ging es gleich an wichtige Basics, No-Go´s und Sicherheitshinweise.
Selbst wenn man sich nicht in der BDSM Szene bewegt und einfach nur für sich zuhause neue Dinge ausprobieren möchte, kann ein kleines Fesselspiel ob nun für Aktive oder Passive seinen Reiz haben. Für manche ist der Umgangen mit Seilen vielleicht eine ferne Welt, für andere die bereits damit in Berührung gekommen sind, wie zum Beispiel Andrea ein Leben voller Kunst und Leidenschaft. Mit einer Leidenschaft die so hart und gebieterisch sein kann und doch so hingebungsvoll. Hier gehört absolutes Vertrauen und eine direkte Kommunikation mit zum Spiel. Wie gehen die einfachsten Knoten und wie wende ich sie an?

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Quelle: http://www.datenschlag.org/howto/gebrauchsbondage/index2.html

Ein einfacher Knoten zum selbst-fesseln.

Achtet bei allen Fesselspielen immer darauf keine wichtigen Arterien, die Halsschlagader oder die Pulsadern abzuschnüren. Sollten eurem Partner Gliedmaßen einschlafen oder er sich unwohl fühlen haltet immer einen Seilschneider parat. Nur weil es ein simpler Knoten ist, heißt das noch nicht, dass ihr oder euer Partner euch daraus befreien könnt oder dieser Knoten sich nicht doch als sehr effektiv erweist. Manchmal nicht lange fackeln, sondern schneiden. Euer Partner oder auch ihr als passiver Part müsst nichts ertragen, was sich nicht gut anfühlt, schon gar nicht, wenn es um eure Gesundheit oder die eures Partners geht.

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Ein Seil-Cutter als Beispiel. Ich kann euch nur empfehlen euch einen zuzulegen!

Das richtige Seil
Während des Workshops haben Andrea und ihre Partnerin alle Materialien herum gehen lassen und so auch die verschiedenen Seile. Hier ist besonders entscheidend, was genau ihr mit eurem Seil machen möchtet; Jute, Hanfs, Baumwolle etc. Hier kommt es nicht nur auf das Aussehen an, Baumwollseile zum Beispiel werdet ihr in jeder erdenklichen Farbe finden, es ist jedoch auch die Funktionalität entscheidend. Wollt ihr Fesselspiele am Boden der der Luft?

Baumwollseile erhaltet ihr in zwei Varianten
Mit und ohne Seele. Was ganz schlicht bedeutet, ob das Seil einen Kern aus fest zusammen gewobener Wolle hat oder nicht. Hier obliegt es eurer persönlichen Präferenz, was fühlt sich für euch oder euren Partner besser an? Hier ein wichtiger Hinweis! Baumwollseile dürft ihr niemals für Spiele in der Luft verwenden, die Knoten können sich durch die Belastung schnell fest in das Material ziehen und nicht nur die Schlaufen drastisch verengen, sondern ihr habt keine Chance mehr diese Knoten zu lösen. Dies bedeutet wiederum schneiden! Selbst wenn euch das bei einem Spiel am Boden passieren sollte, probiert nicht lange herum befreit euren Partner zügig. Wie Andrea so treffend sagte: Ein Seil könnt ihr immer kaufen, aber keinen neuen Partner
Hinweis: Benutzt niemals Nylonseile. Nicht nur, dass die Knoten höchstwahrscheinlich nicht halten und man sich leicht an dem Material Verbrennungen zuziehen kann, es ist schlicht weg nicht für´s Bondage geeignet. Sollten eure Knoten halten, dann bekommt ihr sie nie wieder auf. Kauft alle Seile bitte direkt bei vernünftigen Seiten oder direkt bei Messen wie der Passion bei einem Aussteller. Der Bergsteigerladen ist hier nicht die richtige Adresse!

Kommunikation
Achtet auf euren Partner, hat er Durst oder muss er sich kurz ausruhen? Man möchte gar nicht glauben, was ein Körperbondage für eine lange Zeit in Anspruch nehmen kann. Liegen die Seile richtig oder wo platziert ihr eure Knoten. Nehmt euch immer genug Zeit und setzt euch niemals unter Druck zum Beispiel eine Zeitvorgabe zu erfüllen. Das Kaffeekränzchen mit der Freundin oder der Abend mit den Jungs sollte heute nicht mehr anstehen.
Zu viel möchte ich natürlich aber auch nicht vorne weg nehmen, denn ein Schnupperkurs bei Andrea lohnt sich für jeden, der sich mit diesem Thema anfängt zu beschäftigen oder einfach mal ein paar Basics wissen möchte. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, denn für einen Einstieg war sie wirklich eine wundervolle Lehrmeisterin und eine tolle Begleitung durch den Kurs, in dem sie uns mit Witz und Ernsthaftigkeit ihre Liebe für Bondage näher gebracht hat.

Abschlussworte zur Messe selbst
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Passion definitiv einen Besuch wert ist. Ein paar Abstriche gibt es jedoch. Wer alles erleben und einen guten Rundumblick über die Aussteller, die Workshops und die Autogramm- und Interviewstunden gewinnen möchte sollte sich überlegen an mindestens zwei der drei Tage anwesend zu sein. Der Eintrittspreis lag an den beiden Haupttagen (Freitag und Samstag) bei jeweils 20€ und am letzten Tag (Sonntag – halber Tag) bei 15€. Die Messeveranstalter haben ein nicht sonderlich großzügiges Rabattpaket für alle drei Tage angeboten, welches bei 50€ lag. Nach unserer Erfahrung nach zweieinhalb Tagen auf der Passion war verwaltungstechnisch eher durchwachsen. Der auf der Internetseite verfügbare Lageplan (möglicherweise nicht aktualisiert) kam nicht ganz hin und wir haben teilweise die Veranstalter die eingezeichnet waren nicht gefunden, obwohl die Passion sich lediglich auf zwei Stockwerke einer Halle beschränkte. Es wirkte alles sehr gedrängt und manchmal war die Trennung der Aussteller nicht klar zu erkennen.

Gerne hätten wir euch auch über die Passion Night berichtet, jedoch waren bereits alle Karten ausverkauft und für uns kein Platz mehr. Um ehrlich zu sein, hatte ich den Veranstalter direkt angefragt, als ich akkreditiert wurde, ob wir die Passion Nightbesuchen dürfen. (Also mehr als rechtzeitig) Allerdings kam bei der Begrüßung die Ansage, er hätte mir keine E-Mail zukommen lassen können, weil es nicht funktioniert hat. Um hier kurz einzuhaken, ich hatte bereits von ihm eine Bestätigungsmail für den Messebesuch bekommen. Daher frage ich mich, wieso die andere nach ‚mehrmaligem‘  Senden nie ankam.
Hier möchte ich auch noch anmerken, dass die Party bereits um 19:00 Uhr am Samstagabend stattfand und somit direkt in die Ausstellungszeit gefallen ist. Organisatorisch bin ich davon nicht überzeugt und auch nach Rücksprache mit einigen der Aussteller mit denen ich bereits in Zusammenarbeit stehe war der Veranstaltungsaufbau, wie der gesamte Ablauf über die drei Tage hinweg ziemlich chaotisch. Vor der Kulisse jedoch bekommt man dies als reiner Besucher jedoch nicht wirklich mit.

Mit Sicherheit sind wir als Berliner durch unsere Messe und die vielen Optionen die sich in der Hauptstadt bieten etwas verwöhnt, jedoch haben wir etwas mehr von der Veranstaltungsplanung und deren Umsetzung erwartet die etwas unstrukturiert wirkte. Nicht zuletzt mussten wir feststellen, dass es vor Ort extra ein kleines Restaurant gab. Sie boten dort auch mehrere Gerichte an, was aber nicht unbedingt für den kleinen Geldbeutel gedacht war. Vielleicht liegt das an mir, da ich oft nicht einsehe viel für essen zu bezahlen, aber 3 Königsbergerklopse mit etwas Soße und Kartoffeln für etwas über 10 € finde ich sehr happig. Trotzdem war das essen genießbar und tat nach einem langen Tag auf der Messe mehr als gut. Aber genau da zeigte sich für uns Berliner das nächste Problem. Nur vier Gerichte zur Auswahl zu haben über den ganzen Tag hinweg plus das Problem, dass man eventuell nicht alles davon isst waren eher… schmälernd. Die Messe selbst lag nach unserem erachten absolut nicht Zentral, so dass wir in der Nähe auch nicht hätten kurz etwas essen gehen. Daher fanden wir es ein bisschen enttäuschend bzw. einfach schade. Ich weiß auch, dass nicht jeder in der Intention hingeht alles zu erkunden, Gespräche mit Ausstellern zu führen und eigentlich die Zeit immer zu knapp bemessen ist. Dennoch gibt es immer wieder Menschen und auch Leute von der Presse bei denen dies zutrifft. Dahingehend fanden wir die Lösung mit dem Essen etwas unzureichend.

Nun, das war erst mal der grobe Überblick von uns und ich hoffe ihr versteht, dass uns die Messe auch durchaus gefallen hat, aber leider gab es genau so organisatorische Mängel die leider stark auffielen. Ich möchte euch allerdings ermöglichen, noch die Seite der Aussteller zu betrachten. Denn diese Medaille hat wirklich viele Seiten. Auch wenn wir uns auf der Messe verpasst haben, hat Peter von Shibaku mir seine Erfahrungen schriftlich zukommen lassen:

Hier geht es weiter zur Seite de Aussteller

Spreizstange mit verschließbaren Ledermanschetten

Heute habe ich mal wieder etwas ganz anderes für euch. Kein Vibrator, Dildo oder Ähnliches, sondern eine Spreizstange mit verschließbaren Ledermanschetten von MEO. Ich möchte euch ein bisschen über die Stange selbst erzählen, was man damit so anstellen kann und wie das Testen war. Bestimmt habt ihr schon mit bekommen, dass ich der BDSM Szene nicht abgeneigt bin, aber mich auch nicht zum Hardcore Kern dazu zähle. So habe ich euch beispielsweise schon etwas über einen Bondage Workshop berichtet oder ein Anfänger Fesselset und Bondage Gurte von Vunovu. Das was in meiner Sammlung jedoch lange gefehlt hat war eine Spreizstange. Das Wunderbare an der MEO Webseite ist, dass ein jedes Herz hier höher schlägt bei der großen Auswahl.

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Wofür eine Spreizstange überhaupt gut?
Wer sich in dem Bereich nicht auskennt oder vielleicht noch generell keine Vorstellung hat, was so eine Spreizstange ist, solle aufmerksam weiter lesen. Die Spreizstange hat ihren eigenen Namen zum Ziel, nämlich etwas zu spreizen. Aber nicht etwa hinsichtlich des Penis oder der Vagina. Dabei bezieht man sich vorwiegend auf Beine und Hände/Arme. Die meisten Spreizstangen bestehen aus Holt oder Metall und haben an den Enden Löcher, Ösen oder Manschetten um beispielsweise Handgelenke oder Fußgelenke zu fixieren. Oft gibt es noch weitere Schnallen, um weitere Fesselutensilien befestigen zu können (Bspw. Seile). Bei meiner Spreizstange von MEO handelt es sich um ein Modell aus Edelstahl mit jeweils einer Fußfessel aus Leder auf jeder Seite. Hierbei handelt es sich nicht um eine einstellbare Spreizstange, was sowohl Vorteile, als auch Nachteile hat. Der größte Nachteil ist wohl, dass man sie nicht im Spreizgrad anpassen kann. Ein großer Vorteil davon ist dafür, dass man ein massives Konstrukt hat und keine Sorge vor auseinanderbrechenden oder instabilen Einzelteilen haben muss. Dafür muss man dann einfach beim Kauf überlegen, welche der von MEO angebotenen vier Größen man haben möchte. Dabei solltet ihr vor allem darauf achten, für was ihr sie verwenden möchtet, denn nicht alle können einen Spagat.

Gefühlstest:
Wie zuvor erwähnt besteht die Spreizstange aus solidem Edelstahl und ist daher ein kühles Material, was hierbei nicht stört. Sie hält alles stabil und fest. Sie ist auch recht leicht, da sie innen hohl ist und auf unnötige Verzierungen oder Verschraubungen verzichtet wurde. Die Manschetten sitzen in ihrer Halterung an den Enden recht fest, was sie etwas unflexibler macht. Dennoch sind sie sehr gut und weich gepolstert, lassen sich individuell einstellen und haben eine große Besonderheit. Bei dem typischen Schnallenverschluss hat man die Möglichkeit, die Fesseln abzuschließen hierfür kann ein normales Vorhängeschloss genutzt werden oder das digitale Selfbondage Zeitschloss MEOBOND. Dieses dient dazu, sich erst nach einer bestimmten, vorher eingestellten Zeit, zu öffnen (maximal 1000 Stunden). Ein sehr interessantes Schloss, bei dem man aber sich selbst oder den Partner gut einschätzen sollte. Die Fesseln lassen sich gut justieren uns sitzen sowohl an Hand- und Fußgelenken sehr angenehm. Meine Spreizstange ist 75 cm lang und lässt sich für beide Fesselungen gut benutzen. Der Abstand ist recht angenehm. Bei den Armen lässt es sich gut tragen und bei den Beinen kann es je nach Benutzung sehr anstrengend werden, was ja aber auch nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss. MEO gibt zwar keine Belastungstoleranz an, was bei der Spreizstange aber keines Wegs nötig ist. Sie ist offensichtlich so designet, dass man sie nicht zum Aufhängen benutzen sollte. Die Qualität ist wirklich angemessen für das Produkt. Alle Nieten sind fest, es gibt keine Schweißnähte, die unter Belastung überstrapaziert werden könnten und die Schrauben lassen sich nicht ohne weiteres verstellen oder ähnliches. Allgemein gesagt ist die Spreizstange eine wirklich runde Sache, da nirgendwo eine Gefahr bzw. ein Verletzungsrisiko besteht. Was mir zusätzlich gut gefällt, ist das sie nicht lackiert ist. Man hat den normalen Metalllook, welcher nicht extra schwarz überzogen wurde. Es reicht aus, dass die fesseln aus schwarzem Leder bestehen. So kann nichts abplatzen, es entstehen nicht so schnell kleine Kratzer und ihr hübscher Anblick bleibt bewahrt, auch nach mehrfacher Benutzung. Zumal ich die Option schön finde, es nicht nur bei der Spreizstange zu belassen. Durch die kleinen Metallringe an den Fesseln kann man beispielsweise von unten nach oben noch mit Bondageseilen arbeiten und den Anblick des gefesselten Partners noch verfeinern. Die Manschetten selbst lassen sich bis zu ca. 14 cm verstellen, was meinem Erachten nach völlig ausreicht. So sind sie weder zu eng, noch zu locker und können sowohl an die Fuß- oder Hangelenke angepasst werden. Eine Befreiung, wenn man erst mal gefesselt ist, ist hierbei ohne Hilfe nicht so einfach möglich. Also erfüllt sie ihren Zweck vollkommen.

 

Links ->             Vorhängeschloss                                                            MEOBOND

Anwendungsmöglichkeiten:
Es gibt vielerlei Einsatzmöglichkeiten für Spreizstangen. Besonders häufig werden sie aber mit der BDSM-Szene in Verbindung gesetzt, was aber nicht zwangsweise zusammen gehören muss. Die Beine des Partners sollten fest fixiert werden, sodass sie sich nicht einfach wieder schließen lassen. Dabei kann der gefesselte liegen oder auch stehen, beides hat seine Reize. Besonders ansehnlich ist es, wenn die Spreizstange (nicht zwangsweise um das ganze Körpergewicht zu halten) noch nach oben hin fest gemacht wird. So kann der gefesselte Partner sich dabei mehr entspannen und der andere Partner hat einen wunderschönen freien Anblick vor sich. Also letztlich profitieren beide davon. Trotzdem ist eine Abwechslung auch schön, egal ob Beine, Arme, im Stehen oder im Liegen. Eurer Fantasie sind nur wenig Grenzen gesetzt und die Spielmöglichkeiten vielfältig. Umso breiter die Stange, umso breiter sind natürlich die Beine auch gespreizt. Damit geht auch der Handlungsspielraum einher. Je nach Bedarf bietet MEO vier Modelle mit jeweils 25 cm Sprüngen an. Von 75 cm, 100 cm, 125 cm und 150 cm. Je nachdem was ihr wollt und wie bewandert ihr sei, solltet ihr ein bisschen darauf achten, welchen Abstand ihr nehmt. Mir haben die 75 cm für den Anfang gut zugesagt und waren ein guter Start.
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Preisleistung und Weiterempfehlung:

Für eine ausgefeilte Bondagesession mit hängen ist die Spreizstange nicht geeignet und auch nicht gedacht. Aber für alles andere eignet sie sich wunderbar. Egal ob man sich im BDSM Bereich befindet, ihn erkunden will oder völlig losgelöst von der Szene Erfahrungen sammeln will, hier kann man alles ausprobieren. Die Manschetten zum Fesseln sind wunderbar verarbeitet und auch aus echtem Leder. Die Stange selbst lässt kaum einen Wunsch offen und das Gesamtpaket passt einfach perfekt. Handling und Verarbeitung stimmen einfach und der Preis ist dafür legitim. Die Spreizstange hat einen Preis von 119,00 € was zwar im höheren Preissegment liegt, aber hier hinsichtlich der Qualität gerechtfertigt ist. Es ist keine Kleinigkeit, sondern eher was Besonderes. Von daher gibt es hier die volle Bewertung mit 10/10 Punkten. Die meisten Fesselliebhaber werden wissen, dass vieles aus dem Bereich recht teuer ist. Trotzdem rentiert sich nicht immer alles, was viel kostet. Das ist meistens nicht nur ärgerlich, sondern kann bei schlechter Qualität auch gefährlich werden. Keiner möchte sich während einer Session verletzten. Egal ob durch scharfe Kanten am Metall oder ähnliches. Aber hier ist die Stange jeden Cent wert. Vor allem braucht man keine Vorkenntnisse um hiermit Spaß zu haben. Von daher lasst euch verwöhnen, egal ob mit einem schönen Anblick oder mit entspannten, aufgehängten Beinen.

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Eure Bluebird

Arm Binder

Ich hatte das Glück, den Arm Binder – Strict von Fourtasm testen zu dürfen. Daher ich euch gerne mit etwas mehr Bondage und BDSM Themen versorgen wollte, passt dieses Produkt perfekt dazu. Aber keine Scheu, es handelt sich um nichts Extremes. Lest es euch einfach mal durch.

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Verpackung: Der hübsche Arm Binder kam in einem kleinen, neutralen Karton bei mir an. Die eigentliche Verpackung zeigt das Produkt einzeln und wie es angewandt wird. Viel Beschreibung braucht es hier nicht und gab es auch nicht. Da es sich hier um ein hybrid zwischen Kleidung und Spielzeug handelt, wird dieses Review eventuell auch nicht so lang ausfallen, wie die bisherigen. Aber ich gebe mir die beste Mühe, euch alle Informationen darüber zu vermitteln.

Anwendung: Der Armbinder dient der Fixierung von Armen. Über die Oberarme wird das Geschirr festgebunden und festgebunden. Dafür gibt es zwei einstellbare Riemen links und rechts. Dann geht ein gerader Gurt nach unten und hat am Ende eine große Manschette. Hier werden vor oder hinter dem Rücken die Unterarme reingelegt und befestigt. Insgesamt gibt es noch etwas Spiel um sich zu bewegen, aber die Arme kriegt weder er, noch sie, da raus.

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Qualität: Der Arm Binder besteht aus Leder und Metall und sorgt für eine feste Fixierung. Zwar dauert es etwas, bis man alles befestigt hat, aber es lohnt sich. Es ist sehr komfortabel und kann je nach Bedarf etwas locker, fest oder sehr fest gebunden werden. Entsprechend kann auch jeder dies trage, egal, ob dünn oder etwas beleibter. Die Riemen strecken sich auch nicht und bieten so immer wieder kehrenden Spaß. Das Leder ist wunderbar und anfangs etwas steif. Man muss das Leder erst eintragen, was ungewohnt sein kann. Aber mit der Zeit wird es immer weicher. Nichts reißt, alles ist gut verarbeitet und es gibt auch keine unangenehmen Nähte oder etwas, was am Körper reiben würde beim tragen.

Preis- Leistung: Das Geschirr kostet ca. 45 $ also knapp 37 € und ist somit noch sehr kosten günstig. Es ist genauso anwendbar, wie man es von der Verpackung her erwartet und kann für alle möglichen Fantasien, Ideen und Anreize für das Schlafzimmer genutzt werden. Es gibt noch viele andere Geschirre, allerdings kann man diesem hier nichts falsch machen. Im Vergleich ist der Preis im Verhältnis zur Qualität wirklich hervorragend. Fourtasm bietet noch weitere Bondage Möglichkeiten, stöbert doch einfach mal durch den Shop. Aber der Arm Binder hat mir sehr gut gefallen und trägt sich wunderbar. Um einfach mal etwas auszuprobieren, zu experimentieren oder einen Schritt weiter zu gehen, ist dieses Geschirr wirklich perfekt.

Weiterempfehlung: Wie ihr bereits gemerkt habt, gefällt mir der Arm Binder sehr gut. Ich bin von seiner Qualität begeistert und er hält was er verspricht. Es handelt sich um etwas langlebiges, was man immer wieder neu in Szene setzten und benutzen kann. Egal ob als Profi, als BDSM Session oder einfach als Neueinsteiger. Es vereint Komfort, Kleidung und Spielzeug in einem und sorgt durch die eigene Fantasie, sowohl beim Träger als auch dem Fesselnder, für eine ganz andere Art der Stimulation. Lasst eurer Fantasie freien Lauf und schaut, wo sie euch hinführt. Nur bitte ich euch, auf die Grenzen des Partners acht zu geben. Wer noch etwas mehr über Bondage selbst erfahren möchte kann meinen Bericht zu einem Bondage Workshop hier nachlesen: Bondage Workshop 
Oder lest das Interview mit der Personal Trainerin Eru von Berlin Ropes: Interview

Eure Bluebird

Anal für Anfänger Teil II

Anale Fürsorge
Stück für Stück wird es Spannender. Und das meine ich wortwörtlich. Denn um sich wohlfühlen zu können, muss man sich seines eigenen Körpers erst mal bewusst werden. Der Anus ist ein Teil von uns und das ist auch sehr gut so. Aber wir sollten ihn nicht nur im Gedächtnis haben, wenn wir auf die Toilette müssen und ausschließlich damit in Verbindung setzten. Männer sind sich ihres Penis oft bewusst. Im Allgemeinen ist er nicht versteckt, hängt da herum und sie sehen ihn, wenn sie auf Klo müssen. Bei Frauen ist das etwas anders. Aber viele interessieren sich dafür, dort einen Blick zu riskieren und wollen wissen, wie sie da unten aussehen. Das sollte auch für alle anderen Körperteile gelten. Es ist völlig okay sich selbst anzuschauen und zu erkunden, wer man eigentlich ist. Sprich, dass selbe gilt für den After. Sowohl Männlein als auch Weiblein können sich mit der Spiegelmethode selbst betrachten und erforschen. Erst wenn ich mich selbst kenne, kann ich mich ganz meinem Partner anvertrauen. Also zumindest geht das mir so! Wer sich aber denkt, “das ist doch trotzdem schmutzig!“ kann dies ja unter der Dusche ausprobieren. Dies ist ein sicherer Ort, an dem man es sich kuschelig warm machen kann und sich selbst sauber bekommt ohne großen Aufwand. Da müsst ihr euch dann keine Sorgen machen euch mal dort anzufassen. Es ist nur euer Körper. Auch wenn damit unterschiedlichste Emotionen hochkommen können, ist das völlig normal. #FaceTheAnus

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Copyright: http://www.Bvibe.com

Wie fange ich an?
Lasst euch beim Erforschen Zeit, bevor ihr etwas einführt. Achtet auf eure Atmung und bleibt ruhig. Umso mehr ihr euch konzentriert oder die Luft anhaltet, desto mehr versteift ihr euch. Probiert es am Anfang ganz vorsichtig und nur mit dem Finger. Massiert den Außenbereich und halten den Finger leicht gedrückt dagegen und verharrt dort. Wie ich zuvor bereits erklärt habe, gewöhnt sich der Körper daran und lädt den Finger ein, sich weiterzubewegen, wenn er soweit ist. Das werdet ihr dann merken, zwingt euch also nicht gleich das volle Programm auf. Tastet euch im wahrsten Sinne des Wortes langsam vor. Fragt euch selber, ob es in dem Moment angenehm ist oder nicht. Aber ihr solltet wissen, dass ungewohntes sich oft erst mal komisch oder unangenehm anfühlt. Daher probiert es langsam und vorsichtig ein paarmal aus (nicht am selben Tag und nur wenn ihr euch danach fühlt). Achtet auf eure eigene Grenze und schaut, ob sich das Gefühl von Mal zu Mal etwas ändert. Wenn ihr es partout nicht mögt, ist das auch völlig in Ordnung. So oder so solltet ihr immer vorab ein *warm up* machen. Bereitet euch mental und auch körperlich darauf vor. Das macht ihr, indem ihr euch kleine Massagen vornehmt, euch langsam anfasst und nicht direkt ohne Vorbereitung etwas einführt. Hört immer auf euren Körper. Wenn euer Partner fragt, ob ihr Analsex ausprobieren wollt, sagt nicht einfach ja, weil ihr wisst, dass der Partner es will. Guter Sex startet bei einem eigenen guten Sexleben. Egal ob singel oder vergeben auf welche Art auch immer, erst wenn man sich selbst kennt, kann man sich richtig entspannen, genießen und die Erfahrungen als wirklich lustvoll empfinden.

478f6416bfd25ad77a124e7a2ea8e07bWie gehe ich das Thema mit meinem Partner an?
Redet über eure Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche. Auch Timing, Vertrauen und wie man darüber spricht, spielt dabei eine Rolle. Fragt vorsichtig nach, fordert nicht einfach etwas ein. Oder überrascht euren Partner/eure Partnerin nicht einfach mit einer Tube Gleitgel und der Idee nach der Arbeit. Nehmt euch eine ruhige Minute und schmückt euren Wunsch in schöne Worte. Ein kurzer Vergleich: “Lass uns doch mal einfach Analsex ausprobieren“.Oder: “Hast du vielleicht Lust darauf, dass wir mal etwas Neues probieren? Ich würde gerne deinen Körper noch weiter kennenlernen. Gerne würde ich dich mehr erforschen, wenn du dafür bereit bist“. Klingt doch schon ganz anders und gibt dem gegenüber nicht die Panik, dass da jetzt groß sofort etwas erwartet wird und schon gar nicht, dass man direkt Analverkehr haben muss. Redet einfach darüber und tastet euch langsam vor. Denkt darüber nach, wie ihr anfangen möchtet und steigert euch langsam. Benutzt eure Finger, wenn ihr mögt probiert es oral oder nutzt auch erst mal Plugs um euch daran zu gewöhnen. Ihr müsst nicht gleich mit dem Penis an der Tür klopfen. Wenn es dann soweit ist, dass ihr etwas probiert, sagt dabei, wie ihr euch fühlt. Sex, Petting und egal welche Art von Vorspiel oder Warm up ihr probiert muss nicht stumm sein. Sagt, wie ihr euch dabei fühlt, was ihr empfindet und ob es was Gutes oder Schlechtes ist. Das ist das A und O, auch wenn viele von euch das immer wieder bei mir lesen werden. Das kann man nicht oft genug sagen. Genau so ist es bei dem Gespräch DAVOR wichtig zusagen, wenn euch etwas zurückhält. Falls ihr negative Erfahrungen hattet, euch etwas Bestimmtes dabei bedrückt. Das Reden darüber kann euch helfen und zeigt, dass ihr eurem Gegenüber vertraut. Das kann auch zu einer engeren Bindung führen, egal ob es am Ende zu den ersten Analerfahrungen führt oder nicht. Analsex hat gerade am Anfang nichts mit Spontanität zu tun und das muss es auch gar nicht. Viele Bondage Sessions sind vorher geplant von beiden Seiten. Das beschert Vorfreude und besonders die Sicherheit für beide, dass sie wissen, was der andere macht bzw. worauf man sich selbst einlässt. Und manchmal schafft man es auch nicht geplantes einzuhalten. Jeder von uns hat einen Arbeitsalltag, mal mehr oder weniger Stress und auch manchmal einfach nicht Lust auf mehr als Schmusen. Auch das ist okay. Wenn ihr für etwas nicht bereit seid, sagt nein. Das ist euer recht und keiner kann euch zu etwas zwingen. Setzt ruhig eure Grenzen für einen Abend fest. Vertrauen und Respekt sind hier die wichtigen Stichworte. Der Erforschende sollte sich in die Rolle des anderen hinein fühlen und der andere muss dem Partner vertrauen, dass er alle Grenzen berücksichtigt und nichts überstürzt. Gebt die Zeit, die der andere braucht. Versucht mit der zeigt auch passende Position für euch zu finden, wie ihr euch wohlfühlt und es dann später auch beim Sex am besten passt. Hier muss man nämlich wieder etwas auf die Anatomie achten. Wie ihr oben auf dem Bild sehen konntet, macht der Analkanal, nämlich eine leichte Kurve. Das kann das Penetrieren etwas schwieriger machen. Probiert euch vorsichtig aus. Wenn ihr Sorge habt, dass euer Partner zu schnell stoßen könnte dabei, sucht euch eine Position, in der ihr die Kontrolle darüber habt. Das beruhigt euch und ihr könnt alles im Eignen Tempo ausprobieren.

Partnerspiel – Es beginnt.
Jetzt etwas detailliert zum gemeinsamen erforschen. Hier kriegt ihr noch ein paar Tipps und Tricks. Fangt ruhig an euren Partner/ eure Partnerin allgemein zu massieren und arbeitet euch langsam in den Bereich vor. Massiert die Pobacken. An diejenigen die Massiert werden: leitet euren Partner ruhig dahin, wo ihr es mögt und zeigt auch, was ihr angenehm findet. Wärmt euren Körper durch die Massage auf und bringt ihn in Stimmung. Streichelt und massiert auch die Innenseiten der Schenkel. Den viele Muskelstränge sind miteinander verbunden und dadurch entspannt sich der Pobereich besonders gut. Geht auch die Fläche zwischen den Pobacken entlang und tastet euch einfach vor. Wer gerne mehr zu Analmassagen lernen will, kann sich bei Yella Cremers Anleitung für Analmassagen bei Fun Factory kaufen. Wenn ihr ein Abenteuer geplant habt, könnt ihr euch den Tag über oder ein paar Stunden vorher tragen. Dann gewöhnt sich der Bereich dran, es ist ein aufregendes, stimulierendes kleines Geheimnis zwischen euch und dem Partner (wenn ihr es ihm/ihr veratet) und entspannt die Muskeln daran, etwas dort zu tragen. Allein die Fantasie kann sehr aufregend sein. Geht es dann zum Sex achtet wieder auf eure Atmung. Hier gibt es die kleine Faustregel: Breathing out – pushing in. Also Ausatmen – rein drücken. Hierbei seit ihr bitte genauso vorsichtig, aber diese Technik erleichtert das Eindringen etwas. Ansonsten probiert ihr es wie im Eigentest vorher. Soweit es geht ohne Schmerzen vordringen und dann stillhalten. Wenn der Körper bereit ist, wird er sich weiter öffnen und den Partner (oder auch das Toy) einladen. Nun ein paar Worte zur Prostata, welche nur Männer haben. Dies ist eine kleine Drüse, welche die Samenflüssigkeit herstellt. Diese schwillt beim Sex etwas an, was ihre Stimulation erleichtert. Diese kann man meistens mit den Fingern fühlen. Die Prostata sitzt ca. 5–10 cm in Richtung Bauchdecke und hat eine wallnussartige Oberfläche. Hier ist es ganz unterschiedlich. Manche Männer mögen die Stimulation dort besonders und vergleichen dies mit dem weiblichen G-Punkt und erlangen so längere und intensivere Orgasmen. Andere finden es unangenehm und finden die Stimulation an dieser Stelle eher störend und unangenehm. Daher sprecht miteinander und probiert es vorher selber aus. Auch für die Männer gibt es eine Anleitung für Analmassagen, falls ihr interessiert seid. Eine andere wichtige Regel zum Analverkehr: Nach dem Analsex macht man niemals vaginal weiter, ohne sich vorher zu waschen. Das liegt nicht daran, dass man nicht sauber war, sondern das die Vagina einen ganz bestimmte PH Wert hat und dort anfällig für Infektionen ist. Das ist wirklich wichtig, daher stellt das vorher untereinander klar. #IfYouTouchMyAnusDontTouchMyVigina

Fall es im Eifer des Gefechts doch mal passiert, wascht euch danach einfach mit einer Seife die den entsprechenden pH-Wert haben oder nutzt eine Antipilzcreme zur Vorbeugung.
Und was bedeutet rimmingRimming meint die anale Simulation mit der Zunge. Viele schrecken alleine gedanklich davor zurück und ich wette der ein oder andere verzieht bei diesem Satz gerade das Gesicht. Aber wer sich richtig pflegt und säubert, muss sich dabei keine Gedanken machen. Ansonsten könnt ihr für Analspielchen Handschuhe, IMMER Gleitgel, Lecktücher für alle, die die Zunge nicht direkt ansetzten möchte und Kondome verwenden. Nehmt ihr für den Analsex ein Kondom, was ich immer empfehlen würde, könnt ihr ihn einfach abziehen und dann ohne Umwege direkt vaginal weiter machen. Besonders wichtig ist, dass ihr nicht direkt auseinander geht. Sprecht danach über eure gemeinsame Erfahrung. Tauscht euch aus, was war gut? Was nicht? Was wünscht ihr euch fürs nächste Mal? Kuschelt und nehmt euch Zeit für einander. Ihr habt etwas ganz besonderes intimes geteilt. Lasst euch nicht einfach alleine und nehmt euch den Moment danach.

Ich weiß das war sehr viel Input. Aber hierbei handelt es sich um ein wirklich pikantes Thema, mit dem viele überfordert sind oder einfach sich unüberlegt drauf stürzen und sich so die theoretisch schöne Erfahrung zunichtemachen. Der Workshop ging gut drei Stunden und wie ihr merkt haben wir das auch gebraucht. In meinem zweiten Teil bekommt ihr wieder die Übersichtliste der vorgestellten Toys von Fun Factory für ANALEN Spaß.

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